Emio - Der lächelnde Mann: Famicom Detective Club im Test: Das erwachsenste Nintendo-Spiel jemals?

Test Christopher Holler Stefan Wilhelm
Das offizielle Poster zum Spiel zeigt die Hauptfiguren der Handlung verängstigt durch Emio.
Quelle: Nintendo

In unserem Test zu Emio: Der lächelnde Mann: Famicom Detective Club erfahrt ihr, wie es die ungewöhnliche Nintendo-Reihe in den Westen geschafft hat. Ob das Spiel genauso düster und gruselig ist, wie der Trailer verspricht, klären wir hier.

Deshalb gab es auch einen dritten Teil für das Satellaview, die SNES-Erweiterung, doch da war Hauptproduzent Yoshio Sakamoto kaum beteiligt. Nach dem dritten Ableger der Murder-Mystery-Spiele war es aber lange still um Famicom Detective Club.

Dann überraschte Nintendo nach über 30 Jahren die Fans mit den Remakes der ersten beiden Teile, die 2021 für die Switch und damit erstmals außerhalb von Japan erschienen. Der Anime-Stil sowie die japanische Vertonung werden auch beim neuen Teil beibehalten.

Nachdem die Spiele vorher keine Alterseinstufung außerhalb von Japan erhalten hatten, bekamen die Remakes bei uns eine Empfehlung ab 16 Jahren. Außerhalb von Deutschland ist die Bewertung teilweise sogar noch höher.

Das ist eine absolute Seltenheit für Nintendo-Spiele, die normalerweise für kindgerechte Inhalte stehen. Auch bei Emio: Der lächelnde Mann: Famicom Detective Club, das wir hier zur Übersichtlichkeit nur noch Emio nennen werden, sehen wir ein blaues USK-Siegel mit einer 16 auf der Hülle bzw. im e-Shop.

Emio: The Smiling Man - Famicom Detective Club Quelle: PC Games

Ein ewiges Lächeln

Um euch nicht zu viel von der Handlung in Emio zu verraten, gehen wir nur grob auf die ersten drei Kapitel ein. Deren Inhalt ist schließlich auch als Demo verfügbar: Unser Protagonist ist der gleiche Detektivassistent wie in den ersten beiden Teilen. Das ungefähre Setting ist in einer japanischen Stadt der frühen 2000er angesiedelt, aber wird auch nicht näher erläutert.

Vorwissen zu den Figuren brauchen wir nicht, da alle Beteiligten ordentlich in die Geschichte eingeführt werden. Dennoch wird der Amnesiefall unseres selbst benannten Charakters aus dem ersten Teil an einer Stelle kurz erwähnt. Er ist ein introvierter, schüchterner Typ, der dennoch Vertrauen in seine Spürnase hat. Seine Selbstzweifel stehen ihm bei den Ermittlungen gelegentlich im Weg.

Als die Leiche eines Schülers gefunden wird, sollen wir als Detektiv der Polizei aushelfen. Wirklich viel dürfen uns die Beamten nicht mitteilen, aber auf dem Bild des Opfers sticht eine Papiertüte mit aufgemaltem Lächeln über dem Kopf der Leiche deutlich ins Auge.

Beim Tatort treffen wir den Hauptkommissar Kamada. Quelle: PC Games Schnell stellt sich heraus, dass es zwischen dem toten Jungen und einer ungeklärten Mordserie an drei Schulmädchen, die in der Spielwelt 18 Jahre zurückliegt, eine Verbindung geben muss. So ist nicht nur die Todesursache ähnlich, sondern auch die lächelnde Papiertüte über dem Kopf der Opfer ist eine Wiederholung des Mordmusters.

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