Emio - Der lächelnde Mann: Famicom Detective Club im Test: Das erwachsenste Nintendo-Spiel jemals?

Test Christopher Holler Stefan Wilhelm
Das offizielle Poster zum Spiel zeigt die Hauptfiguren der Handlung verängstigt durch Emio.
Quelle: Nintendo

In unserem Test zu Emio: Der lächelnde Mann: Famicom Detective Club erfahrt ihr, wie es die ungewöhnliche Nintendo-Reihe in den Westen geschafft hat. Ob das Spiel genauso düster und gruselig ist, wie der Trailer verspricht, klären wir hier.

Spiele aus dem Hause Nintendo haben den Ruf, stets familienfreundlich zu sein. Schließlich gehört es zur Philosophie des Unternehmens, dass alle Altersgruppen an seinen Produkten Spaß haben können. Die Regel bestätigt sich auch oft genug in den Nintendo-Direct-Präsentationen und den dort angekündigten Spielen.

Das war bei der Direct im Juni dieses Jahres nicht anders. Allerdings erschien kurze Zeit später ein Teaser für ein neues Spiel. Das Video zeigte lediglich einen Mann mit einer Papiertüte über dem Kopf, auf die ein lächelndes Gesicht aufgemalt war.

Der erste Blick auf Emio im Teaservideo. Quelle: Nintendo Die Figur erinnerte anhand der fragwürdigen Kopfbedeckung ein bisschen an Mono aus Little Nightmares 2. Der Titel des Videos ließ aber etwas Anderes vermuten. Der lautete nämlich nur: Emio.

Zusammen mit düsterem Hintergrund und bedrohlicher Musik sorgte die Ankündigung für viele Fragezeichen: Macht Nintendo jetzt ein hauseigenes Horror-Spiel? Bekommt eine etablierte Reihe einen neuen Ableger und wenn ja, welche? Aber vor allem: Wer ist Emio?

Nachdem das halbe Internet am Rätseln war, kam eine Woche später die Enthüllung: Emio wird der Titel des neuen Famicom Detective Clubs. Produzent Yoshio Sakamoto stellte in dem knapp dreiminütigen Trailer sein Herzensprojekt vor.

Sakamoto kennen wir hauptsächlich durch seine Arbeit an der Metroid-Saga, doch nach 35 Jahren widmet er sich nun einem neuen Teil der Detektivreihe.

Das offizielle Banner zeigt das Logo des Spiels und ein lilanes Straßenschild. Quelle: PC Games Doch damit war das großartige Marketing von Emio: Der lächelnde Mann noch nicht fertig. Seit dem 18. August ist das erste Kapitel des Spiels als kostenlose Demo verfügbar. Später kamen noch zwei weitere Kapitel dazu, bis die neue Visual Novel im Anime Stil am 29. August exklusiv für Nintendo Switch erscheint.

Wir haben es schon komplett durchgespielt und verraten euch, ob die Suche nach Emio ein nervenaufreibendes Horror-Erlebnis ist, oder ob das Spiel für uns gar nicht in die (Papier-)Tüte kommt!

Nintendo für Erwachsene?

Falls ihr mit der Reihe noch nicht vertraut seid, hier mal ein kleiner Rückblick: Das erste Spiel, Famicom Detective Club: The Missing Heir, erschien 1989 für die Famicom -Konsole. Richtig gehört, nur für die japanische Version vom NES. Der zweite Teil, The Girl Who Stands Behind, schaffte es ein Jahr später ebenfalls nicht in den Westen.

Ein Blick ins Detektivbüro Utsugi. Quelle: PC Games Die Spiele legten damals zusammen mit The Portopia Serial Murder Case das Fundament für das Genre der Visual Novels, das wir heute noch durch Steins;Gate, Ace Attorney und Professor Layton kennen. In den damaligen Detektiv-Geschichten steht nicht das Gameplay, sondern die Geschichte im Vordergrund, bei der man sich oft nur durch Textboxen und Dialogoptionen klickt. Das Geschehen ist dafür um einiges ernster und erwachsener als ein Mario oder Zelda. Obwohl sich die Murder-Mystery bewusst nicht an Kinder richtete, waren die Spiele innerhalb von Japan dennoch erfolgreich.

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