40 Jahre Electronic Arts: Die Tops und Flops des Branchenriesen - Seite 4
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Tolle Spiele, Lootboxen und handfeste Skandale: Wir werfen einen Blick auf die größten Erfolge und Probleme in 40 Jahren EA-Geschichte.
FLOP: Immer wieder Berichte über schlechte Arbeitsbedingungen
Wie eingangs schon erwähnt, wurde Electronic Arts in den vergangenen Jahren gleich mehrfach zum "schlechtesten Unternehmen in Amerika" gekürt. Und auch wenn solche Preise natürlich mit Vorsicht zu genießen sind, so häuften sich in der Firmenhistorie immer wieder Berichte über schlechte Arbeitsbedingungen. Journalist Jason Schreier deckte etwa 2019 in einem Kotaku-Bericht die Probleme und Arbeitsumstände auf, die bei Bioware während der Entwicklung von Titeln wie Mass Effect: Andromeda, Dragon Age: Inquisition und Anthem herrschten.
Im Falle von Dragon Age beispielsweise berichtet Schreier unter Berufung auf anonyme Insider-Quellen über hohes Arbeitsaufkommen, lange Crunch-Phasen und Überstunden. In der Konsequenz fielen immer wieder Mitarbeiter mit Burnout und anderen mentalen Erkrankungen längerfristig aus. Auch das 2019 erschienene und gefloppte Anthem soll unter dieser Art der Firmenpolitik gelitten haben. Bioware dient vielen als das Paradebeispiel für ein erfolgreiches Studio, das in den vergangenen Jahren unter Electronic Arts' Arbeitsphilosophie litt.
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In den vergangenen Jahren geriet Electronic Arts - ähnlich wie Activision Blizzard und Ubisoft - ebenfalls aufgrund von toxischen Arbeitsumständen in Zusammenhang mit sexuellen Übergriffen und Diskriminierung in die Schlagzeilen. Das Unternehmen bezog in diesem Bereich aber recht klar Stellung und zog etwa mit der Entlassung von Apex-Legends-Producer Daniel Klein Konsequenzen, nachdem 14 Jahre alte rassistische und diskriminierende Tweets aufgetaucht waren.
Es scheint so, als sei man zu einer Veränderung der Firmenkultur bereit. Ob dieser Wechsel auch funktioniert, werden wohl erst die kommenden Jahre zeigen.
Eins muss klar sein: Egal, wie unterhaltsam und spaßig die Spiele am Ende sein mögen, sie dürfen nicht auf dem Rücken und vor allem auf Kosten der Gesundheit der Mitarbeitenden entstehen. Dies ist allerdings kein Problem, das Electronic Arts exklusiv für sich beansprucht. Hier müssen weite Teile der Branche das eigene Geschäftsmodell überdenken und verbessern.
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