40 Jahre Electronic Arts: Die Tops und Flops des Branchenriesen - Seite 2
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Tolle Spiele, Lootboxen und handfeste Skandale: Wir werfen einen Blick auf die größten Erfolge und Probleme in 40 Jahren EA-Geschichte.
TOP: Battle-Royale-Hit Apex Legends
Battle-Royale-Spiele sind im Jahr 2022 fast schon ein alter Hut und finden bei so ziemlich jeder größeren Action- und Shooter-Marke statt. Beim Erscheinen von Apex Legends aber dominierten vor allem Fortnite und PUBG: Battlegrounds. Entsprechend groß war der Einsatz von Electronic Arts und Entwickler Respawn (Titanfall): Man stellte hier ein vollumfängliches AAA-Battle-Royale-Spiel kostenlos in einem umkämpften Markt online - befeuert durch massive Marketing- und Online-Kampagnen.
Mit Erfolg: Bereits in den ersten acht Stunden nach Erscheinen loggten sich eine Millionen Spieler ein. Am ersten Tag spielten zweieinhalb Millionen Menschen weltweit, und nach drei Tagen waren es ganze zehn Millionen. Im April 2021 kündigte Respawn an, dass über 100 Millionen Spieler weltweit Apex Legends schon einmal ausprobiert hätten. Nachdem Electronic Arts ein Wachstum von 30 Prozent für das dritte Quartal 2021 proklamierte, dürften es 2022 also über 130 Millionen Spieler bei Apex Legends sein. Respawn füttert die Community auch drei Jahre nach Release mit neuem Content und frischen Seasons.
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Quelle: Electronic Arts
Battle-Royale-Volltreffer: Mit Apex Legends landeten Electronic Arts und Entwickler Respawn einen Hit. Auch Jahre nach Erscheinen wächst die aktive Community noch.
Die steigenden Zahlen seit dem Beginn von Season 12 im Februar 2022 sprechen für sich. Mit Apex Legends haben Electronic Arts und Respawn den richtigen Riecher bewiesen und einen Mega-Hit gelandet. Auch wenn das wohl bedeutet, dass wir in näherer Zukunft keinen Nachfolger der beliebten Titanfall-Serie sehen werden.
FLOP: Entwickler kaufen und schließen
Dieser Punkt kommt besonders bei treuen Fans immer wieder als Kritik auf: Electronic Arts kaufte in der Vergangenheit renommierte Studios auf, nur um sie wenige Jahre später entweder zu "rebranden", in den Entwicklerverbund einzugliedern oder gleich ganz zu schließen.
Beispielsweise reorganisierte man 2015 Maxis, die Macher von Die Sims und Sim City. Das Hauptstudio Maxis Emeryville wurde 2015 geschlossen, 2017 folgte die Niederlassung EA Salt Lake und 2018 gab es eine Entlassungswelle bei Redwood Shores. Die verbliebene Maxis-Belegschaft wurde bei EA Mobile und neuen Studios untergebracht.
Weitere Studios, die ein ähnliches Schicksal ereilte oder gleich ganz geschlossen wurden, sind beispielsweise Bullfrog Productions (2001 / bekannt durch Dungeon Keeper), Westwood Studios (2003 / bekannt durch Command & Conquer), Origin Systems (2004 / bekannt durch Ultima) oder die Pandemic Studios (2009 / Star Wars: Battlefront).
Ein weiteres Problem an dieser Firmenpolitik: In den Archiven von Electronic Arts ruhen die Rechte an einigen der größten und bekanntesten Marken aller Zeiten.
Bis heute warten wir etwa auf eine vollwertige Fortsetzung der Dungeon-Keeper- oder der Sim-City-Reihe. Immerhin bekommen wir 2023 ein Remake des ersten Teils der Dead-Space-Reihe. Das Schließen oder Aufbrechen bekannter Studios und das unter Verschluss Halten populärer Franchises gehört in der Gaming-Community zu den größten Kritikpunkten an Electronic Arts.
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