Noch ist die Fußball-EM im eigenen Land in vollem Gange. Und auch in EA Sports FC stehen alle Zeichen auf EM. Ein guter Moment für die Halbzeitanalyse des Fußballspiels und einen Blick auf die kommenden Gegner.
Die neuen Spieler auf dem Transfermarkt
Für deutlich mehr Trubel sorgt bereits jetzt das 2021 angekündigte Spiel UFL. Die Fußball-Simulation kommt aus dem Hause Strikerz. Die Entwickler machen es sich zur Aufgabe, ein Spiel herauszubringen, das den Wünschen der Fans gerecht wird.
Mitte Juni gab es die erste Beta, die zweite folgt im August. Bisher präsentiert sich das Spiel recht gut, obwohl, oder vielleicht auch, weil es recht stark an FIFA angelehnt ist. Doch noch ist das allgemeine Spieler-Feedback recht durchwachsen. UFL sei noch zu arcadig und einfach. Es habe zu wenig Tiefe und noch keine vernünftige Balance.
Quelle: Strikerz Inc
Strikerz reagierten direkt und analysierten die Beta-Ergebnisse auf ihrem YouTube-Kanal. Regelmäßig geben die Macher Einblicke in die Entwicklungsprozesse und schaffen damit etwas, das EA seit Jahren nicht packt: Fannähe.
UND der Titel kommt ohne Ingame-Käufe! Dafür aber auch ohne die großen Lizenzen - bis auf West Ham United. Ein paar wenige andere Spieler sind auch enthalten: Zinchenko, Lukaku, De Bruyne und Cristiano Ronaldo. Doch meiner Meinung nach sind Lizenzen ohnehin nicht mehr sooo wichtig wie vor 10 oder 20 Jahren.
Gameplay statt Lizenzen
Ja, Lizenzen tragen zur Immersion bei, und ich möchte in meiner Spielerkarriere lieber neben den Topstars als irgendwelchen erfundenen Sportsfreunden spielen. Doch schauen wir auf EA FC, zeigt sich: Im Ultimate Team kennt man auch nur grob die Hälfte, weil Zehntligisten plötzlich gleiche Werte haben wie ein Kylian Mbappé Lottin.
Wenn nun ein Spiel daherkommt und mit Gameplay überzeugen kann, dann bin ich sofort dabei. Und wenn ich auf fremdem Terrain einem neuen Team beitrete, kenne ich ja auch nicht von Anfang an die gesamte Truppe.
Ich bin EA in der Hinsicht längst etwas überdrüssig. Die dritte Alternative geht sogar noch einen Schritt weiter und verzichtet nicht nur auf Lizenzen, sondern auch auf realistische Darstellungen von Spielern.
Quelle: Strikerz Inc
GOALS soll 2025 den Markt erobern und wirkt auf den ersten Blick wie ein Außenseiter: Free 2 play, erste Bilder, die eher an Valorant erinnern und Comic-Design. Stattdessen wollen die Entwickler mit Gameplay überzeugen und auch direkt in den eSports-Bereich einsteigen.
Das Fußballspiel will die Team-Building-Elemente aus Ultimate Team übernehmen, angeblich aber auf Ingame-Käufe verzichten. Leider gibt es bisher nur wenige Einblicke in das Spiel und veröffentlichte Videos sehen noch sehr roh aus. Immerhin ist die Website offen für Tester, womöglich steht also bald eine erste Beta an, bevor das Spiel 2025 erscheinen soll.
Ihr merkt schon: Electronic Arts sollte sich langsam in Acht nehmen und den Elfenbeinturm verlassen, bevor er zum Einsturz gebracht wird. Auch, wenn wir uns wohl alle einig sind, dass das noch einige Zeit dauern wird. Egal, ob virtueller oder echter Fußball: Wer einmal an der Spitze ist, beißt sich auch fest. Doch vielleicht schafft endlich mal ein Spiel den Durchmarsch von der Kreisklasse bis in die Champions League. Es muss das Finale ja nicht gewinnen, aber immerhin sagen: Hallo EA, die Konkurrenz ist zurück.
