Noch ist die Fußball-EM im eigenen Land in vollem Gange. Und auch in EA Sports FC stehen alle Zeichen auf EM. Ein guter Moment für die Halbzeitanalyse des Fußballspiels und einen Blick auf die kommenden Gegner.
Nach 30 Jahren beendeten die FIFA und Electronic Arts ihre Zusammenarbeit. Das Ergebnis: EA Sports FC 24. Bis auf den neuen Namen und ein paar wenige Designentscheidungen tat sich jedoch recht wenig. Was weitergeführt wurde, waren einige Änderungen im Gameplay und neue Features, die zum Release für Chaos sorgten.
Aber was kam denn alles neu ins Spiel? Es wurden einige neue Videosequenzen eingebaut, die zunächst für ein My mehr Immersion sorgten. Dann prahlte man mal wieder mit einer neuen Engine und noch mehr Realismus. Dazu passend die neuen Playstyles, ein neues Trainer-System, das eine Revolution des Manager-Modus andeutete, und einige Neuerungen im Ultimate Team.
Nach viel Vorgeplänkel in Form von Deep Dives und Events mit Starbesetzung war das Spiel dann am 22. September 2023 endlich da. Und leider war das Spiel zunächst nicht mal ansatzweise so glänzend wie der grüne Schlafanzug von Erling Haaland.
Trotz der vorab angekündigten Neuerungen gilt in EA Sports FC 24 (jetzt kaufen ) weiterhin das Motto: "Never change a running system". Statt fehlerhafter Powerschüsse waren es dieses Mal verbuggte Dribble-Skills, die mit den neuen Playstyles und Playstyles+ ihren Weg ins Spiel fanden.
"Wer hätte denn ahnen können, dass das nach hinten losgeht?"
Problemlos dribble ich mit Spielern wie Musiala oder Bernardo Silva durch die gegnerischen Reihen und schließe mit einem unhaltbaren Kullerball ab. Zunächst hatte ich die Hoffnung, dass das rasch raus gepatcht wird - ähnlich wie es mit den Lengthy-Spielern in FIFA23 passiert ist. Die waren monatelang unbezwingbar, doch irgendwann kam man bei EA doch noch auf die Idee, zu handeln. Natürlich, in dem man die Spieler einfach unbrauchbar machte.
Anscheinend ist man aber so stolz auf die neuen Playstyles, dass man daran nicht rüttelt. Auch heute, neun Monate nach Release, sind die Spieler immer noch komplett overpowert. Vorausgesetzt, man kann mit den Spielern halbwegs umgehen.
Aber zum Glück versprach der neue Karriere-Modus eine Revolution. In den ersten Deep Dives sah man viele Möglichkeiten für Taktiker, mit eigenen Spielstilen und einem umfangreichen Trainerstab. Na ja, aber was macht man sich überhaupt Hoffnungen? Der Karriere-Modus wurde um ein paar Cutscenes erweitert und die Trainer, die man in sein Team holen kann, sind eher unwichtig. Die Taktikeinstellungen wie Tiki-Taka und Co sind nett, machten den Kohl aber auch nicht fett.
Und auch die Spielerkarriere wurde nur leicht umgebaut. Einige bereits existierende Features wie die regelmäßigen Ziele wurden einfach verlegt. Über die Saison hinweg wurde hier nichts erweitert oder verändert.
Hier bleibt alles so, wie es ist!
Oh Wunder, oh Wunder - EA FC 24 spielt sich prinzipiell genauso wie sein Vorgänger. Es ist immer noch Fußball, es ist schon wieder Ultimate Team, das im Fokus steht, und es wird weiter die Cashcow gemolken, ohne irgendetwas zu revolutionieren. Aber warum denn auch?
Electronic Arts steht mit EA Sports FC konkurrenzlos da. Klar, ich könnte jetzt hier über eFootball von Konami reden. Doch das wäre genauso verschwendete Zeit wie ein Spiel zwischen Real Madrid und Blau-Weiß Gerwisch zu schauen und auf ein Tor der Dorftruppe zu hoffen.
So lange EA mit dem Ultimate Team weiter Kohle ohne Ende abgreifen kann, wird ihnen der Rest egal sein. Ich habe sogar das Gefühl, dass man sich über Spieler und Fußballer lustig macht!
Bildergalerie
Die Grundidee ist ja fein: sein eigenes Team aus verschiedenen echten Spielern zusammenzubauen. Dabei geht es um Spielerwerte, Chemie untereinander, und erstmals können Frauen und Männer gemischt in einer Mannschaft eingesetzt werden. Apropos Frauen und Männer zusammen: Das ist ein neues Feature. Natürlich hat das anfangs wieder für Probleme gesorgt. Hier hat EA aber immerhin reagiert.
