Dragon Age: The Veilguard erstmals gespielt - Das lange Warten hat sich gelohnt

Special Matthias Dammes
Dragon Age: The Veilguard erstmals gespielt - Das lange Warten hat sich gelohnt
Quelle: PC Games

Mehr als sieben Stunden haben wir Dragon Age: The Veilguard angespielt und dabei ein Rollenspiel erlebt, das das Zeug zu einem echten Hit hat.

Die Götter sind los

Die Ausgangslage der Story von Dragon Age: The Veilguard ist nach der bereits erwähnten Gameplay-Präsentation bekannt. Rund zehn Jahre nach den Ereignissen von Inquisition hat Solas, der Elfengott Fen'Harel, seine Pläne zur Wiederherstellung der alten Welt der Elfen weiter vorangetrieben und steht kurz vor der Vollendung seines Vorhabens. Eine kleine Gruppe von wagemutigen Helden unter der Leitung von Fanliebling Varric Tethras versucht, die mörderischen Pläne zu verhindern. Schon während des Prologs kommt es daher zur großen Konfrontation mit dem kahlköpfigen Elfenmagier, der im Begriff ist, seinen Plan zur Zerstörung des Schleiers zu vollenden.

Unser Eingreifen führt jedoch dazu, dass das Ritual gestört wird. Wir lösen damit ungeahnte Konsequenzen aus, die nichts Gutes für die Welt von Thedas verheißen. Solas wird im Nichts gefangen und stattdessen werden zwei der alten Elfengötter auf die Welt losgelassen, die nichts anderes wollen, als alles Leben zu unterwerfen. Rook muss in der Folge daher alles daransetzen, die Pläne der Götter zu durchkreuzen. Dazu baut er seine kleine Schar an Gefährten weiter aus und formt die namensgebende Veilguard, die Schleierwache.

Alle sieben Gefährten aus Dragon Age: The Veilguard um einen Tisch versammelt Quelle: Electronic Arts Auf dem Weg zu diesem Ziel führt es uns an diverse Orte und in verschiedene Nationen des nördlichen Thedas, wobei wir es mit den verschiedensten Fraktionen zu tun bekommen. Was uns sehr gefallen hat, ist, wie stark dabei der Hintergrundgeschichte unseres Rook in der Handlung Bedeutung zugemessen wird. Während unseres zweiten Spielabschnitts kommen wir in die Stadt Treviso in Antiva. Hier bekommen wir es mit der legendären Assassinen-Gilde der Krähen von Antiva zu tun. Wir spielten zu diesem Zeitpunkt einen Rook, der ebenfalls zu den Krähen gehört. Dadurch erlebt unser Held die Begegnung mit der Fraktion wie eine Rückkehr zu alten Freunden. Mit einem anderen Charakter-Background würden diese Gespräche und Szenen sehr anders ablaufen. Wir sind gespannt, wie viele von diesen direkten und signifikanten Auswirkungen des Hintergrunds wir im Spiel erleben werden.

Lesetipp: Interview mit dem Creative Director von Dragon Age: The Veilguard John Epler

Acht Freunde sollt ihr sein

Wie für Bioware-Spiele üblich und durch die Umbenennung durch die Entwickler besonders deutlich gemacht, stehen im Zentrum aller Geschehnisse der Held und seine Gefährten. Das Team hat sich bewusst für eine kleinere Gruppe von nur sieben Begleitern entschieden, die dafür aber so detailliert und tiefgehend wie noch nie ausgearbeitet wurden. Ansätze dafür konnten wir bereits sehen. Wir haben die schon seit Inquisition beliebte Bogenschützin Harding kennengelernt, die charismatische Detektivin Neve, die nerdige Bellara und den mysteriösen Magierjäger Lucanis. Sie alle kommen mit sehr interessanten Persönlichkeiten daher und wir hatten bislang bei allen das Bedürfnis, mehr über sie zu erfahren.

Dragon Age: The Veilguard erstmals gespielt - Das lange Warten hat sich gelohnt Quelle: Electronic Arts Gelegenheit dazu haben wir häufig im sogenannten Lighthouse. Dabei handelt es sich um eine besondere Ecke des Nichts, die wir über einen der elfischen Portalspiegel, ein Eluvian, erreichen. Dieses Gebiet dient als Rückzugsort und Operationsbasis, ähnlich wie Skyhold in Inquisition. Hier haben wir die Gelegenheit für persönliche Gespräche mit unseren Freunden, können spannende Geheimnisse entdecken und uns auf die nächsten Aufgaben vorbereiten. Jeder Gefährte bezieht in der Anlage ein eigenes Zimmer, das im Verlauf des Abenteuers von seinem Bewohner immer mehr an dessen Persönlichkeit angepasst wird. Auch unser Held Rook hat natürlich einen Raum für sich, wo wir unter anderem einen Kleiderschrank vorfinden, an dem wir die Outfits unseres Charakters anpassen können.

Entdeckungen trotz Linearität

Im zweiten Abschnitt, den wir spielen konnten, hatten wir die Gelegenheit, die Crossroads zu besuchen. Diese Zwischenwelt, die Morrigan in Inquisition als einen Ort beschrieb, an dem alle Eluvians zusammenlaufen, bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Erkundung. Eine gute Gelegenheit, ein wenig über den strukturellen Aufbau des Spiels zu sprechen. Von den großen offenen Spielwelten des Vorgängers hat man sich für Veilguard ein wenig entfernt. Viele der Missionen, die wir bis hierhin und auch im späteren Verlauf unserer Vorschauversion erlebt haben, verliefen sehr linear. Bioware hat sich für diese Struktur entschieden, um bessere Story-Momente erschaffen zu können.

Der Spieler soll nicht mehr das Gefühl bekommen, viel unnützes Gelände zu durchqueren. Stattdessen sollen alle Bereiche eines Gebiets einen Zweck erfüllen. Trotzdem soll auch das Gefühl der Erkundung dabei nicht völlig verloren gehen. So sind uns in vielen der linearen Abschnitte auch immer wieder kleine versteckte Ecken und Abzweigungen aufgefallen, die mit kleinen Belohnungen in Form von Kisten und ähnlichem dazu einladen, sich genauestens umzuschauen.

Bildergalerie

Es gibt zudem auch Gebiete, die weitläufiger ausfallen, wo es mehr zu entdecken gibt. Dazu gehört unter anderem die Stadt Treviso oder die bereits angesprochenen Crossroads. In letzterem Gebiet finden wir unter anderem zufällig einen Schatz, auf den uns eine Fen'Harel-Statue aufmerksam gemacht hat. Für den Fund werden wir mit einem Skillpunkt belohnt. Es sind also lohnenswerte Sachen zu finden. Darunter auch verschollene Erinnerungen von Solas, die uns helfen, einen genaueren Einblick in die Vergangenheit von Fen'Harel und der anderen Elfengötter zu bekommen.

Wir können auch immer wieder in die Gebiete früherer Missionen zurückkehren. Diese werden im Verlauf des Spiels zur Erkundung freigeschaltet, wo wir dann neue Quests, Händler und andere interessante Inhalte finden. Zwischen den Gebieten wird entweder durch die Eluvians oder per Schnellreise gewechselt. Immer wieder finden wir sogenannte Beacons, die als Schnellreisepunkt dienen und wo wir bei Bedarf auch jederzeit die Zusammenstellung unserer Gruppe verändern können.

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