Dragon Age: The Veilguard erstmals gespielt - Das lange Warten hat sich gelohnt

Special Matthias Dammes
Dragon Age: The Veilguard erstmals gespielt - Das lange Warten hat sich gelohnt
Quelle: PC Games

Mehr als sieben Stunden haben wir Dragon Age: The Veilguard angespielt und dabei ein Rollenspiel erlebt, das das Zeug zu einem echten Hit hat.

Nach zehn Jahren der langen Entwicklung wurde es in diesem Jahr endlich ernst mit dem nächsten Teil der Dragon-Age-Reihe. Der Auftakt zur Informationsoffensive von Bioware im Sommer dieses Jahres verlief etwas holprig. Mit dem unerwarteten Namenswechsel vom ehemaligen Dragon Age: Dreadwolf hin zu Dragon Age: The Veilguard sowie dem unglücklich gewählten Reveal-Trailer während des Summer Game Fest fielen die ersten Reaktionen auf das Spiel eher gemischt aus. Seitdem haben die Entwickler aber zahlreiche weitere Einblicke in das Spiel gewährt.

Mit Blogposts über verschiedene Features, Q&A-Sessions auf Discord, Gameplay-Videos und dem deutlich besser aufgenommenen Releasedate-Trailer versuchte das Team in den vergangenen Wochen und Monaten, die Fans vom Spiel zu überzeugen. Wir hatten nun endlich die Gelegenheit, das Rollenspiel selbst anzuspielen. Dazu lud uns Publisher Electronic Arts in sein Hauptquartier in Redwood Shores ein, wo wir einen ganzen Tag lang über sieben Spielstunden in verschiedenen Abschnitten von Veilguard verbringen konnten. Dabei wurde für uns klar: Dragon Age: The Veilguard (jetzt kaufen 79,99 € ) hat das Zeug, ein großartiges Rollenspiel zu werden.

Ein neuer Held

Im Verlauf unseres Anspieltages haben uns die Entwickler immer wieder in verschiedene Abschnitte des Spiels geladen. Beginnen durften wir jedoch direkt mit dem Anfang des Spiels und dort steht wie gewohnt erst einmal die Charaktererstellung an. Wir schlüpfen in Veilguard in die Rolle von Rook, ein Spitzname, der synonym für den eigentlichen Namen des Helden verwendet wird, ähnlich, wie es beim Inquisitor war. Wie unser Rook aussieht, liegt jedoch ganz in unserer Hand.

Der Charaktereditor ist deutlich umfangreicher und bietet mehr Optionen als in allen Teilen der Reihe zuvor. Zunächst wählen wir aus den bekannten spielbaren Rassen Mensch, Elf, Zwerg und Qunari. Deren Aussehen passen wir in zahlreichen Schritten an. Als Beispiel für den Umfang der Optionen haben wir uns die Zahl der Frisuren gemerkt, bei denen uns das Spiel ganze 88 verschiedene Haarschnitte zur Auswahl stellt. Darunter auch endlich Frisuren mit sehr langen Haaren, was sich Fans schon immer gewünscht hatten. Schon hier fallen uns die gelungenen Animationen der Haare auf, die sich toll bewegen und nur selten die typischen Clipping-Probleme aufweisen.

Der Charaktereditor Quelle: PC Games Neben dem Aussehen legen wir auch wieder fest, wie unser Held klingen soll. Wie schon in Inquisition stehen uns dafür zwei männliche und zwei weibliche Stimmen zur Auswahl. Diese können wir zusätzlich noch in jeweils zwei verschiedenen Pitch-Varianten einstellen. Bei den Klassen wählen wir zunächst die typische Fantasy-Dreifaltigkeit aus Krieger, Schurke und Magier, die sich später im Spiel noch in jeweils drei unterschiedliche Spezialisierungen entwickeln können. Schließlich legen wir dann noch aus sechs verschiedenen Optionen die Hintergrundgeschichte unseres Charakters fest. Damit bestimmen wir auch, welcher der sechs großen Fraktionen des Spiels unser Held angehört. Das hat deutliche Auswirkungen auf die Erzählung, doch dazu später mehr.

Wir bestimmen bei der Charaktererstellung schließlich auch noch einige Details bezüglich unseres Inquisitors aus dem Vorgänger und dessen Abenteuer, aber das dürfen wir euch bisher nicht zeigen und keine weiteren Details dazu nennen.

Das sieht gut aus

Überwachsene Ruine im Arlathan Forrest Quelle: Electronic Arts Nachdem wir unseren Helden erstellt haben, erleben wir den Prolog des Spiels in Minrathous, der Hauptstadt von Tevinter. Dieser Abschnitt wurde auch schon während der ersten Gameplay-Präsentation kurz nach dem Summer Game Fest gezeigt. Es war aber schön, diesen Teil nun auch selbst zu spielen und das direkte Erlebnis ist noch einmal ein anderes, als es nur in Videos zu sehen. Vor allem begeistert uns während der ersten Spielstunde immer wieder die großartige Grafik des Spiels. Dragon Age: The Veilguard ist ein unglaublich hübsches Spiel und wir saßen am Anfang immer wieder mit dem Gedanken "Verdammt sieht das gut aus" vor dem Bildschirm.

In den klasse inszenierten Zwischensequenzen stechen dabei insbesondere die hervorragenden Charaktermodelle hervor. Die schicken Haare haben wir bereits angesprochen, aber auch der Rest kann überzeugen. Die detailreichen Gesichter und gut gemachten Animationen tragen zur Erschaffung lebendiger Charaktere bei. Aber auch die Landschaften und Umgebungen können sich sehen lassen. Vor allem bietet das Spiel in dieser Hinsicht sehr viel Abwechslung. Von den nächtlichen, verregneten Straßen von Minrathous über die üppigen Wälder von Arlathan bis zu einem spektakulären Level unter Wasser: Alle Gebiete haben ihren eigenen Charme und sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet.

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