Dragon Age: The Veilguard erstmals gespielt - Das lange Warten hat sich gelohnt
Special
Mehr als sieben Stunden haben wir Dragon Age: The Veilguard angespielt und dabei ein Rollenspiel erlebt, das das Zeug zu einem echten Hit hat.
Schweißtreibende Action
Das gilt während des Kampfes aber im Grunde für alles, was wir machen, vor allem die Fähigkeiten unserer Gefährten. Während Rook seine Skills basierend auf der Verfügbarkeit seiner Kampfressource auslösen kann, also Mana oder Wut, ist die Aktivierung einer Fähigkeit immer mit einem Cooldown für den entsprechenden Begleiter verbunden. Haben wir etwa einen Kameraden mit einem Heilzauber, überlegen wir es uns gründlich, ob wir seine Abklingzeit durch einen anderen Angriff "verschwenden" wollen.
Quelle: Electronic Arts
Auf der anderen Seite ist der richtige Einsatz der Gefährten essenziell. Das wird uns beim letzten unserer spielbaren Abschnitte so richtig vor Augen geführt. Darin erlebten wir eine große Schlacht um die Wächterfestung in Weisshaupt, wo wir von einem intensiven Kampf in den nächsten gekommen sind. Wir spielten auf dem normalen Schwierigkeitsgrad und schon auf dieser Stufe hätten wir ohne die mächtigen Synergie-Kombos, die zwischen den Skills der Gruppenmitglieder ausgelöst werden können, wenig Chancen gehabt. Eine Synergie entsteht, wenn Rook oder einer der Gefährten eine vorbereitende Fähigkeit einsetzt und einer der anderen Charaktere danach den dazu passenden Komboskill einsetzt. Das löst einen massiven Schadensausstoß aus, der sich auch auf andere Gegner in der Nähe auswirkt.
Wir hatten daher definitiv nicht das Gefühl, dass die taktische Komponente durch das schnelle und actionreiche Kampfsystem zu kurz kommen würde. Wenn uns viele starke Gegner gegenüberstanden, haben wir uns regelmäßig im pausierten Befehlsmenü wiedergefunden. Zum einen, um Zeit zum Atmen zu haben, zum anderen, um ja keinen Skill lange ungenutzt zu lassen. Neben dem Einsatz der Fähigkeiten kommt auch noch hinzu, dass die Feinde häufig sehr aggressiv agieren und wir ständig in Bewegung waren, um Schaden zu entgehen und selbst die richtige Attacke zu setzen. Das gilt selbst für Magier, die nicht einfach nur entspannt hinten herumstehen können. Durch diese hohe Intensität in den Kämpfen hatten wir aber auch sehr viel Spaß dabei. Es fühlte sich nie als nervige Angelegenheit an, schon wieder Gegner zu bekämpfen, sondern immer wie die nächste Herausforderung, die wir bestmöglich bewältigen wollten.
Überleg, was du sagst
Herausforderungen finden sich im Spiel aber auch in anderer Form. Wie es sich für ein Rollenspiel gehört, haben wir im Verlauf der Handlung immer wieder Entscheidungen zu treffen, die mitunter weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen. Das beginnt beim persönlichen Gespräch mit Gefährten, wo wir mit unseren Dialogantworten beeinflussen, was dieser Charakter von unserem Helden hält. Dann begegnen uns immer wieder kleinere, auf den ersten Blick wenig bedeutende Entscheidungen, die dann einige Zeit später kleine Veränderungen mit sich bringen.
Während des Prologs müssen wir zum Beispiel unsere Gruppe trennen und entscheiden, welchen der beiden Begleiter wir mit uns nehmen. Der andere bleibt zurück, um Gegner aufzuhalten. Wir haben uns dafür entschieden, dass Scout Harding uns begleitet. Die Folge ist, dass die Zwergin bei dem Einsatz verletzt wird und entsprechend nachfolgend immer mit den sichtbaren Spuren dieser Verletzung im Gesicht zu sehen ist.
Weiterhin hat das Spiel aber auch wirklich schwerwiegende Entscheidungen, deren Auswirkungen auf die Welt von Thedas wir oft erst lange Zeit später zu spüren bekommen. Ein Beispiel für eine solche Entscheidung haben uns die Entwickler in einem unserer Spielabschnitte gezeigt. Die Konsequenzen bekamen wir dann erst bei einem anderen Spielstand mit sehr viel mehr absolvierten Spielstunden zu sehen. Um Spoiler zu vermeiden, dürfen wir euch diese Situation jedoch nicht zeigen oder auf Details eingehen. Wir sind aber sehr gespannt, wie häufig wir so tiefgehend Einfluss auf die Geschehnisse haben werden und ob es am Ende vielleicht sogar verschiedene Enden geben wird.
Endlich wieder ein Hit von Bioware?
Mit gut sieben Stunden konnten wir zwar so viel von Dragon Age: The Veilguard spielen, wie es selten bei solchen Anspielevents der Fall ist, aber wir haben trotzdem das Gefühl, bisher nur an der Oberfläche gekratzt zu haben. Unsere fünf spielbaren Abschnitte, die innerhalb der Handlung teilweise bereits recht weit auseinander lagen, spielten sich laut Aussage der Entwickler alle im ersten Akt ab. Insgesamt soll das Rollenspiel drei Akte haben. An Umfang wird es dem Abenteuer also in keinem Fall mangeln.
Aspekte wie die Story und die Entwicklung der Gefährten, auf die Bioware ja ganz besonderes Augenmerk legt, können wir durch unsere Einblicke natürlich bislang nicht wirklich einschätzen. Mit allem, was wir gesehen haben, hat das Spiel auf uns aber bereits einen hervorragenden ersten Eindruck gemacht. Wir würden sogar so weit gehen zu sagen, dass die Produktionsqualität, die in diesem Spiel steckt, einige Leute überraschen wird. Fans von Dragon Age dürfen sich auf jeden Fall sicher sein, dass sich das lange Warten unserer Einschätzung nach gelohnt hat. Uns fiel es schwer aufzuhören und wir können es kaum erwarten, wieder nach Thedas aufzubrechen.
Dragon Age: The Veilguard wird von Bioware entwickelt und von Electronic Arts vertrieben. Das Spiel erscheint am 31. Oktober 2024 für PC (auf Steam und der EA App), Playstation 5 und Xbox Series S/X. Transparenzhinweis: Publisher Electronic Arts bezahlte Hotel und Reisekosten zum Vorschauevent.
