Dragon Age: The Veilguard Creative Director sagt: "Reaktionen auf den ersten Trailer waren nicht genau, was wir erwartet haben."
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PC-Games-Redakteur und großer Dragon-Age-Fan Matthias Dammes hatte die Gelegenheit, mit dem Creative Director von Dragon Age: The Veilguard zu sprechen.
Anfang September durfte ich zum für mich persönlich wohl bislang aufregendsten Event meiner Redakteurs-Karriere reisen. Denn dieses Jahr ist Bioware endlich bereit, mit Dragon Age: The Veilguard einen neuen Teil meiner Lieblingsreihe zu veröffentlichen. Als der Vorgänger erschien, war ich zwar bereits im Verlag, arbeitete aber noch in der damals getrennten Online-Redaktion, die mit Tests und Reisen wenig zu tun hatte.
Im EA-Hauptquartier in San Francisco durfte ich nun mehr als sieben Stunden in Dragon Age: The Veilguard (jetzt kaufen 79,99 € ) verbringen und habe ein fantastisches Rollenspiel erlebt. Meine ausführlichen Eindrücke zum Spiel lest ihr in unserer großen Vorschau. Während der Veranstaltung hatte ich zudem noch die Gelegenheit, mit Creative Director John Epler zu sprechen. Mit dem Bioware-Veteranen, der schon bei Dragon Age: Origins an Bord war, rede ich über die negativen Reaktionen auf den ersten Trailer, die Herausforderungen der Entwicklung und einige Spielfeatures.
Matthias Dammes: Ich wollte mit einer persönlichen Anmerkung anfangen. Dragon Age ist mein liebstes Fantasy-Universum. Ich habe Inquisition immer verteidigt, weil es eines meiner liebsten Spiele aller Zeiten ist. Die kleinen Info-Schnipsel und Gerüchte, die man vom neuen Spiel in den letzten Jahren so mitbekommen hat, haben mir einige Sorgen gemacht. Aber was ich hier heute gesehen habe, hat mich wirklich sehr, sehr glücklich gemacht.
Creative Director John Epler: Das ist großartig. Ich freue mich, das zu hören.
Matthias Dammes: Das bringt mich dann auch zu meiner ersten Frage. Habt ihr mit den negativen Reaktionen auf den ersten Trailer, den ihr auf dem Summer Game Fest gezeigt habt, gerechnet? Denn wenn ich bedenke, was ich jetzt vom Spiel gesehen habe, wurde dieser Trailer dem Spiel wirklich nicht gerecht.
John Epler: Das letzte Mal, dass wir ein Dragon-Age-Spiel veröffentlicht haben, war vor zehn Jahren. Wenn du danach zum ersten Mal öffentlich über dein Spiel sprichst, vor allem in einem Trailer wie diesem, dann haben die Leute immer eine Vorstellung davon, wie es sein wird, und das ist in gewisser Weise das Platzen einer Seifenblase. Es wird immer eine Version des Spiels geben, die du im Kopf hast, und es wird immer die Version des Spiels geben, die tatsächlich herauskommt. Ich muss sagen, dass wir natürlich die Reaktionen auf den Trailer gehört haben. Ich denke, vor allem der Gameplay-Trailer zeigt, was das Spiel ist. Aber ja, ich würde sagen, die beste Antwort darauf ist, dass es vielleicht nicht genau das war, was wir erwartet haben.
Matthias Dammes: Ja, ich denke, ihr habt die Wahrnehmung besonders mit dem Releasedate-Trailer herumgerissen, zu dem es viele Kommentare gab, dass ihr damit hättet starten sollen.
John Epler: Ich liebe diesen Trailer, definitiv.
Matthias Dammes: Ungeachtet des Erfolges von Dragon Age: Inquisition, das war immerhin Game of the Year 2014, gibt es seit über einem Jahrzehnt immer mehr Stimmen, die sagen, dass Bioware nicht mehr das ist, was es mal war. Besonders nach den durchwachsenen Reaktionen auf Mass Effect: Andromeda und dem Scheitern von Anthem. Einige gehen sogar so weit zu sagen, dass Dragon Age: Origins das letzte gute Bioware-RPG war. Denkst du, dass ihr als Studio mit Veilguard eure Reputation zurückgewinnen könnt?
John Epler: Ich muss sagen, dass ich sehr stolz auf das Spiel bin, das das Team mit Dragon Age: The Veilguard auf die Beine gestellt hat. Ich finde, man merkt, dass viel Liebe und Leidenschaft in jedes Element des Spiels gesteckt wurde, und es erzählt eine sehr zusammenhängende und kohärente Geschichte, die sich meiner Meinung nach sehr ... Nun, es ist Dragon Age, es ist eine Dragon-Age-Geschichte, sie wäre nur in Dragon Age möglich. Wir müssen also abwarten, aber ich bin sehr zufrieden mit dem, was das Team auf die Beine gestellt hat.
Quelle: Bioware
Matthias Dammes: Ihr habt sehr schnell die sieben Gefährten vorgestellt, mit denen wir reisen werden, darunter ein bekannter Charakter aus Inquisition. Als Fan von Scout Harding muss ich fragen, ob es schwer war zu entscheiden, welche Figur aus dem Vorgänger ihr zurückbringen wollt, oder ob Lace Harding immer die erste Wahl war.
John Epler: Das ist interessant, denn wenn wir Gefährten entwickeln, kommt es im Grunde darauf an, wen der Autor schreiben will. Und im Fall von Harding gab es natürlich viele positive Reaktionen. Die Leute fanden die leichte Romanze mit ihr gut und wollten mehr von ihr sehen. Aber am Ende lief es darauf hinaus, dass die Autorin, Cheryl Key, mehr für Harding schreiben wollte, weil sie eine Vorstellung davon hatte, wer Harding ist und wie ihre Geschichte aussehen würde. Ich würde also sagen, dass es andere Optionen gab, andere Charaktere, die man in Betracht ziehen konnte, aber ich glaube, am Ende des Tages war es immer Harding.
