Diablo 2: Resurrected: Ergebnis der Umfrage - So habt ihr die Neuauflage bewertet!
Special
Wir haben gefragt und ihr habt geantwortet: In unserer Umfrage zu Diablo 2: Resurrected wollten wir von euch wissen, was ihr über das Remaster denkt! Welche Neuerungen gefallen euch, wo seht ihr noch Schwächen? Und welche Wünsche habt ihr für die Zukunft von Diablo 2? Fast 2.500 Leute haben mitgemacht und wir präsentieren euch das Ergebnis inklusive Wertung. Update: Jetzt auch mit Video!
Es dürfte kaum ein anderes Remaster geben, das so herbeigesehnt wurde wie Diablo 2: Resurrected. Die Neuauflage macht Blizzards Kultspiel endlich wieder fit für eine neue Generation: Mit schicker 3D-Grafik, Gamepad-Support und ein paar netten Komfortfeatures bekommt ihr hier eindeutig die beste Version von Diablo 2 - und zwar auf allen Plattformen. Doch während manche Fans jubeln, zeigen sich andere Käufer von dem aufgemöbelten Klassiker enttäuscht. Den einen ist das Remaster gerade recht, den anderen geht's schlichtweg nicht weit genug. Wir haben darum kurz nach Release eine kleine Umfrage gestartet, in der wir von euch wissen wollten, wie ihr über die Neuauflage denkt. Mehr als 2.400 Leute haben mitgemacht und verraten, was ihnen am Spiel gefällt, was sie kritisieren und was sie sich für die Zukunft von Diablo 2: Resurrected wünschen. Hier gibt's die Ergebnisse!
Update: Keine Lust auf Text und Schaubilder? Hier bekommt die Auswertung auch als Video.
Frage 1: Wo werdet ihr Diablo 2: Resurrected spielen?
Quelle: PC Games
Wenig überraschend: Die meisten unserer Leser spielen Diablo 2auf dem PC.
Zuerst wollten wir natürlich wissen, ob und auf welcher Plattform ihr zocken werdet. Hier haben mehr als 70 Prozent den PC genannt, was angesichts unseres Namens aber auch kein Wunder ist - die PC-Spieler machen schließlich einen großen Teil unserer Leserschaft aus. Trotzdem haben fast zehn Prozent die PS5 als Plattform ihrer Wahl angegeben, der Rest verteilt sich auf die anderen Konsolen. Nur rund 7 Prozent sagen außerdem, dass sie es gar nicht spielen wollen, das heißt: die meisten Teilnehmer hatten zum Zeitpunkt der Umfrage auch wirklich Lust auf das Spiel.
Frage 2: Habt ihr das originale Diablo 2 gespielt?
Quelle: PC Games
Der Großteil der Umfrageteilnehmer kennt sich bestens mit Diablo 2 aus.
Auch nach euren Vorkenntnissen haben wir gefragt, das Ergebnis: Fast 60 Prozent der Teilnehmer haben das originale Diablo 2 bereits rauf und runter gespielt. Weitere 30 Prozent geben an, dass sie Diablo 2 zwar gespielt haben, allerdings nicht so intensiv wie ein Hardcore-Spieler. Nur knappe 10 Prozent der Befragten kennen das Original noch gar nicht, das heißt: Mit Resurrected erleben sie Diablo 2 zum allerersten Mal.
Frage 3: Welche Neuerungen gefallen dir am besten?
Quelle: PC Games
Neue 3D-Grafik, Komfortverbesserungen und die Beutekiste sind eure klaren Favoriten.
Jetzt geht's an Eingemachte: Wir wollten von euch wissen, welche Neuerungen euch im Remaster am besten gefallen (Mehrfachantworten möglich). Mit rund 80 Prozent landet die komplett neue 3D-Grafik klar auf dem ersten Platz, das moderne Grafikupgrade kommt also bei den meisten von euch sehr gut an. Uns gefällt dabei auch, dass man jederzeit zur originalen 2D-Grafik umschalten kann. Im direkten Vergleich merkt man nämlich erst, wie sorgfältig der Stil des Originals eingefangen wird. Mehr als die Hälfte aller Befragten findet außerdem die Komfortverbesserungen besonders wichtig, dazu zählen beispielsweise das automatische Gold-Aufsammeln oder der Item-Vergleich im Inventar. Solche kleinen Upgrades werten das angestaubte Spielgefühl deutlich auf.
Quelle: PC Games
Selbst die wenigen Komfortverbesserungen werten das Spielgefühl deutlich auf.
Auf dem dritten Platz folgt die wesentlich größere Beutekiste, die viel mehr Stauraum für gesammelte Schätze bietet. Besonders nett: Die Kiste kann auch erstmals als "Shared Stash" für alle Charaktere eines Accounts genutzt werden. Das macht die umständliche Mule-Charaktere von früher endlich überflüssig. 40 Prozent von euch loben auch die Zwischensequenzen, die zwar von Grund auf neu gerendert wurden, inhaltlich aber 1:1 das Original widerspiegeln. Auch der Sound und die Sprachausgabe wurden nahezu unverändert aus dem Originalspiel übernommen.
Ein gutes Viertel der Befragten hebt außerdem die neue Gamepad-Steuerung hervor, die für ein deutlich griffigeres Spielgefühl sorgt. Ähnlich hoch im Kurs steht auch die neue Detailansicht für die passiven Charakterwerte, die endlich deutlich mehr Infos zu eurer Spielfigur liefert.
Frage 4: Was stört dich am meisten in Diablo 2: Resurrected?
Quelle: PC Games
Das kleine Inventar sorgt seit 20 Jahren für geteilte Meinungen.
Bei den Kritikpunkten ist das Ergebnis deutlich weiter gefächert. Klar an erster Stelle steht das Inventar, das rund 40 Prozent von euch als zu klein empfinden. Wie schon vor 21 Jahren gilt also auch im Remaster: Man muss oft per Town Portal in die Stadt reisen, um sein Zeug zu verkaufen, was immer wieder den Spielfluss unterbricht.
37 Prozent stören sich außerdem daran, dass man Runen und Edelsteine nicht stapeln kann, was viel Platz in der Beutekiste verschlingt und auch das Crafting via Horadrimwürfel unnötig umständlich macht. 32 Prozent ärgern sich, dass man mit Maus und Tastatur nicht die neue Fähigkeitenleiste verwenden darf. Eine absolut verständliche Kritik, die wir auch schon mehrfach geäußert haben. Die neue Fähigkeitenleiste stellt für Gamepad-Spieler nämlich einen klaren Mehrwert dar, schon allein weil man dadurch Talente ohne nerviges Durchschalten einsetzen darf.
Quelle: PC Games
Eine andere Ansicht von Frage 4, diesmal mit Stimmenanzahl pro Antwort.
Mehr als ein Viertel bemängelt, dass Runenwörter und andere Inhalte aus dem Endgame im Grunde gar nicht erklärt werden. Etwa 23 Prozent kritisieren außerdem das Beutesystem, das auch im Remaster ohne Loot-Filter auskommen muss. Ebenfalls in der Kritik: Die geteilte Beute im Multiplayer, auf die jeder anwesende Spieler Zugriff hat. Ein Fünftel aller Befragten stört sich an alten, nicht gefixten Bugs und vermisst neue Inhalte wie zusätzliche Monster, Items oder Quests. Frischen Content gibt's in Resurrected tatsächlich nicht, ihr bekommt hier wirklich das alte, nahezu unveränderte Diablo 2. Allerdings hat Blizzard die Neuauflage auch genau so angekündigt; man wusste also, worauf man sich einlässt.
Quelle: PC Games
Trotz größerer Beutekiste wünschen sich viele von euch stapelbare Runen und Edelsteine.
Frage 5: Eure Wunschliste - Was soll Blizzard in Zukunft ändern oder verbessern?
Quelle: PC Games
Euer Wunschzettel ist lang. Ganz oben auf der Liste: Stapelbare Runen und Edelsteine.
Bei unserer vorletzten Frage durftet ihr euch etwas wünschen: In welchen Punkten muss Blizzard das Spiel in Zukunft verändern oder verbessern? Die eindeutige Antwort: Fast 52 Prozent wünschen sich stapelbare Runen und Edelsteine. Kein Wunder, gerade mit dem Gamepad ist das ständige Verschieben und Sortieren der Steinchen eine echte Geduldsprobe. 37 Prozent wünschen sich außerdem, dass im Multiplayer eigene, personalisierte Beute droppt, die einem niemand mehr vor der Nase wegschnappen kann. Ob dieses Feature jemals kommt, ist allerdings fraglich, weil es unmittelbare Auswirkungen auf den Handel und die Spiel-Ökonomie hätte. (Andererseits: Der unsichere Item-Handel, bei dem Gegenstände zu Wucherpreisen verkauft werden, war Blizzard schon immer ein Dorn im Auge.)
Ein spieleigenes Glossar für Runenwörter wünschen sich satte 36 Prozent von euch. Genau wie früher ist man nämlich wieder auf Foren und Fanseiten angewiesen, wenn man Runenwörter effektiv nutzen will. Ähnlich viele Umfrageteilnehmer wünschen sich außerdem eine Fähigkeitenleiste für die Maus-Tastatur-Steuerung am PC. Wir gehen davon aus, dass Blizzard die Funktion in absehbarer Zeit nachpatchen wird, denn eigentlich spricht überhaupt nichts dagegen. Ganz anders sieht es dagegen beim eigenen Inventar für Charms aus, also ein Extra-Stauraum für die ganzen Zauber, die mit der Zeit euren Rucksack verstopfen. Fast ein Drittel von euch wünscht es sich zwar, doch dass Blizzard hier nachbessert, halten wir für unwahrscheinlich, da es einen tieferen Eingriff ins Balancing bedeuten würde.
Ein Viertel der Befragten spricht sich für eine Überarbeitung (oder gleich eine Streichung) der unzeitgemäßen Ausdauer-Mechanik aus, die besonders auf niedrigeren Levels für nervige Verschnaufpausen sorgt. Immerhin: Mit mehr Vitalität erhöht sich auch der Stamina-Wert, nach einer Weile gerät Ausdauer also immer weiter in den Hintergrund. Auch für das "Respeccen", also das Umverteilen von Attributs- und Fähigkeitspunkten, wünschen sich viele Teilnehmer eine bessere Erklärung im Spiel. Was nämlich überhaupt nicht erwähnt wird: Es gibt auch die Möglichkeit, spezielle Items per Horadrimwürfel herzustellen, die einen kompletten Respec erlauben. Die Details dazu muss man sich allerdings noch immer im Internet zusammensuchen.
Bildergalerie
Die übrigen Wünsche wie Cross-Play, besseres Balancing oder zusätzliche Crafting-Rezepte landen auf unter 20 Prozent. Bei der Möglichkeit, einen eigenen Wunsch einzugeben, wurden außerdem mehrfach Couch-Coop, ein größeres Inventar und Ultrawide-Support genannt. Besonders interessant finden wir aber den letzten Punkt: Nur 5 Prozent gaben an, dass Blizzard bitte gar nichts am Spiel ändern soll. Das heißt: Nur ein sehr kleiner Teil der Befragten hält Diablo 2: Resurrected für perfekt; fast alle anderen wünschen sich weitere Änderungen und Verbesserungen.
Frage 6: Wie würdet ihr das Spiel bewerten?
Und damit kommen wir zur letzten Frage, die sich um eure Wertung dreht: Wir wollten wissen, wie viele Sterne ihr der Neuauflage geben würdet, auf einer Skala von eins bis zehn. Das Ergebnis: Rund 16 Prozent von euch würden solide 7 Sterne vergeben, 26 Prozent haben für 8 Sterne gestimmt. 18 Prozent würden sogar die 9 zücken und ein Zehntel hätte glatt die Höchstwertung rausgehauen. Der Rest der Befragten ist für sechs Sterne oder weniger. Daraus ergibt sich am Ende ein Mittelwert von 7,0, also eine glatte 70er-Wertung für das Remaster. Überraschend wenig, wenn man bedenkt, welchen Stellenwert das Spiel bis heute bei seiner Community hat.
Quelle: PC Games
Fast 2.500 Spieler haben abgestimmt: Das ist eure Durchschnittswertung für Diablo 2: Resurrected.
Zur Erinnerung: Fast 60 Prozent der Umfrageteilnehmer haben angegeben, dass sie Diablo 2 intensiv gespielt hatten. Da sind also eine Menge Fans dabei. Trotzdem scheinen im Remaster einige Wünsche offen zu bleiben, besonders oft werden Komfortverbesserungen genannt, die Inventar und Beute betreffen - also Änderungen, die zweifellos auf Kosten des alten Spielgefühls gehen würden. Genau solche Anpassungen hatte Blizzard eigentlich kategorisch ausgeschlossen. Ein Fehler?
Fazit
Gleichzeitig zeigt die Umfrage aber auch, dass Diablo 2: Resurrected trotz allem ein gutes Remaster geworden ist, das sehr vieles richtig macht. Das Gameplay mag zwar nicht mehr ganz taufrisch sein, aber dass es nach 21 Jahren überhaupt noch so viel Spaß macht und so viel Emotionen hervorruft, unterstreicht eigentlich nur, was für ein Ausnahmespiel Diablo 2 seit jeher war - und vermutlich auch immer sein wird. Nun wird die Zeit zeigen, ob Blizzard doch noch an ein paar Spielelementen schraubt und mehr Komfort einbaut, oder ob man das Spiel einfach so belässt, wie es ist - selbst wenn das am Ende bedeutet, dass Diablo 2: Resurrected schon bald nur noch von den eingeschworenen Fans gespielt wird, die auch schon dem Original die Treue gehalten haben. Ob man dann noch von einem Erfolg sprechen kann, steht auf einem anderen Blatt.
Seid ihr mit dem Ergebnis dieser Umfrage einverstanden? Was hat euch überrascht, wo hättet ihr anders abgestimmt? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!
