Dead Island 2 überrascht in der Preview: Zombie-Schlachtplatte stundenlang gespielt
Special 14,99 €
Wer mit Splatter nix anfangen kann, kneift am besten gleich die Augen zu: In Dead Island 2 fliegen dermaßen die Fetzen, da kann kein anderes Zombie-Spiel mithalten. Aber das Spiel hat zum Glück noch mehr zu bieten als drastische Gewalt: Wir haben das Action-RPG stundenlang auf dem PC gezockt und waren positiv überrascht! Alle Eindrücke gibt's in der Vorschau, auch als Video mit viel Gameplay.
Anders sieht es beim Crafting aus, hier habe ich keine nennenswerten Fortschritte entdeckt. Wie im ersten Dead Island sackt ihr einfach wieder etliche Materialien ein, mit denen ihr dann eure Waffen aufrüsten oder reparieren könnt. Denn auch in Dead Island 2 verlieren Nahkampfwaffen wieder Haltbarkeit und quittieren irgendwann den Dienst. Also ab an die Werkbank! Neben einfachen Schadensupgrades könnt ihr eurer Waffe hier auch noch zusätzliche Effekte wie Feuer-, Gift- oder Stromschaden verpassen. Außerdem könnt ihr auch den Waffenlevel anheben und so die Grundwerte stark verbessern. Falls ihr also eine Lieblingswaffe habt, müsst ihr euch nicht davon trennen.
Zusätzlich gibt's noch ne Reihe von nützlichen Gadgets, die ihr nach und nach freischaltet, zum Beispiel Wurfsterne, Lockmittel oder unterschiedliche Bomben. Für diese Skills gibt es zwar nur zwei Slots, aber die lassen sich jederzeit auswechseln. Außerdem haben sie netterweise nur einen kurzen Cooldown, man kann sie also oft zum Einsatz bringen und muss sich keinen Gedanken um den Vorrat machen - das wertet schon deutlich Kämpfe auf.
Quelle: Deep Silver
An Werkbänken könnt ihr eure Waffen reparieren und mit Upgrades ausstatten.
Kleider machen Tote
Im Gegensatz zu Dying Light 2 gibt es keine menschlichen Gegner, ihr bekommt es also nur mit Untoten zu tun. Alle Zombies sind wieder in ihre typischen Klassen unterteilt, manche schlurfen, andere rennen, werfen Gift, schreien oder sind besonders muskulös - das kennt man schon. Allerdings haben die Entwickler massenhaft Designs eingebaut, die Gegner tragen etwa unterschiedlichste Klamotten, die oft auf die Umgebung angepasst sind. Wenn ihr zum Beispiel an einem Polizeiwagen vorbeikommt, werdet ihr dort auch Zombies in passender Montur antreffen. Oder euch latscht ein Zombie-Soldat mit Handgranaten entgegen, die ihr natürlich mit einem gezielten Treffer hochjagen könnt. Rund um Venice Beach werdet ihr dafür verstärkt auf kräftigere Bodybuilder-Zombies oder luftig bekleidete Strandbesucher treffen. Und natürlich gibt's auch hier und da mal Bossgegner oder besondere Elite-Feinde, die sind an ihren Namen erkennbar, haben mehr Lebenspunkte und besondere Attacken auf Lager. Als Belohnung erhält man dafür oft eine hochwertige Waffe. Rüstungen oder zumindest Kleidungsstücke, mit denen man sein Aussehen anpassen kann, gibt es aber nicht - aus meiner Sicht eine verpasste Chance.
Quelle: Deep Silver
Aus dem Rohr tritt Wasser aus, dadurch bildet sich eine Pfütze. Das Stromkabel erledigt den Rest.
Karten statt Skilltree
Überhaupt fallen die Rollenspielelemente überschaubar aus: Es gibt zwar Erfahrungspunkte und Levelaufstiege, doch auf Talentbäume hat man diesmal verzichtet. Stattdessen setzt Dambuster auf ein flexibles Kartensystem, das nach und nach erweitert wird. Karten bekommt ihr durch geschaffte Quests oder als Loot in der Umgebung. Sie liefern Eigenschaften und Boni, zum Beispiel legt ihr damit fest, ob eure Helden lieber blocken oder ausweichen sollen. (Beides zusammen geht nicht, weil's auf der gleichen Taste liegt!). Weitere Karten fügen dann noch besondere Effekte hinzu, zum Beispiel einen Lebensbonus, wenn ihr einen Angriff im richtigen Moment blockt. Oder ihr tauscht euren Dropkick gegen eine stärkere Variante, die eure Gegner dafür nicht mehr von den Füßen wirft.
Quelle: Deep Silver
Talentbäume gibt es diesmal nicht. Stattdessen setzt Dambuster auf ein flexibles Kartensystem.
Das ganze Kartensystem wirkte in meinen ersten Spielstunden zwar noch ziemlich simpel, hat aber einen Vorteil: Man kann alle Karten jederzeit auswechseln, selbst mitten im Kampf - das lädt also zum Experimentieren ein. Und auch das hängt vermutlich irgendwie mit den Karten zusammen: Wie im Vorgängerspiel könnt ihr im späteren Spielverlauf wieder einen Wut-Modus freischalten, mit dem ihr die Untoten dann für kurze Zeit besonders effektiv zerhäckselt.
