Wir haben Dawn of War 4 gespielt: So muss sich ein echter Nachfolger anfühlen!
Special
Die Überraschung ist gelungen: Dawn of War 4 wurde aus heiterem Himmel angekündigt - und wir haben es schon gespielt! In unserer großen Vorschau mit Video klären wir, wie Dawn of War endlich wieder zurück zu seinen Wurzeln will.
Wer ein neues Dawn of War entwickeln will, braucht vor allem eines: übermenschliche Selbstbeherrschung. "Es gibt da diesen Warhammer-Laden bei uns um die Ecke, bei dem wir uns regelmäßig eindecken. Die sagen uns ständig: Hey, ihr macht doch Computerspiele. Wäre es nicht geil, wenn mal einer ein neues Dawn of War entwickeln würde?!" In diesem Moment beißt sich Jan Theysen, Gründer und Creative Director von King Art, grinsend in die Faust. Vier Jahre lang mussten er und sein Team dichthalten, kein Sterbenswörtchen durfte nach außen dringen!
Doch nun darf King Art es endlich in die Welt hinausschreien: Dawn of War 4 (jetzt kaufen 49,99 € ) kommt! Die ersten Infos haben wir bereits für euch zusammengefasst. Doch das ist natürlich noch nicht alles: Wir haben schon vorab eine Präsentation des Spiels gesehen, dazu ausführlich mit den Entwicklern gesprochen - und wir konnten die Demo, die auf der Gamescom hinter verschlossenen Türen gezeigt wird, bereits rauf und runter spielen.
Es gibt viel zu erzählen, also legen wir los: Hier erfahrt ihr alles, was ihr über Dawn of War 4 wissen müsst!
Und für alle, die das Echtzeit-Strategiespiel lieber in Bewegung sehen wollen, haben wir hier ein Vorschau-Video, das viel Gameplay zeigt.
Made in Germany
Die erste große Überraschung von Dawn of War 4 ist natürlich das Entwicklerteam. Denn der neue Teil wird diesmal nicht von Relic Entertainment entwickelt, sondern entsteht in Deutschland, genauer gesagt in Bremen. Dort kümmert sich King Art schon seit vier Jahren um das Mammut-Projekt. Mehr als 40 Leute arbeiten rund um die Uhr an dem Spiel, hinzu kommen noch mehr als 60 externe Mitarbeiter, die Assets und weitere Inhalte liefern.
Denn mittlerweile weiß das Team, wie man Projekte dieser Größenordnung aufzieht: Vor fünf Jahren hatte King Art bereits das ambitionierte Iron Harvest abgeliefert - ein Echtzeit-Strategiespiel, das man den Machern von The Book of Unwritten Tales damals kaum zugetraut hätte. Doch King Art wuchs weit über sich hinaus, Iron Harvest wurde zu einem Überraschungserfolg - und all dieses Wissen soll nun Dawn of War 4 zugute kommen.
Wer Iron Harvest gespielt hat, weiß natürlich, dass es stark von Company of Heroes inspiriert war - und das ist ausdrücklich nicht die Richtung, die man mit Dawn of War 4 gehen will! Jan Theysen fasst die Vision zusammen: "Wir wollen, dass Dawn of War 4 eine Neuinterpretation des ersten Dawn of War wird. Ein richtiger, geistiger Nachfolger zu einem der größten Echtzeit-Strategiespiele aller Zeiten. Mit Basisbau, großen Armeen mit einzigartigen Einheiten, Befestigungen überall auf der Map, Ressourcen-Management, Forschung, Upgrades, Anpassungsmöglichkeiten, Helden - eben das volle Programm."
Hohe Erwartungen
Gleichzeitig ist man sich im Team sehr bewusst, was für einen gewaltigen Fisch man sich da geangelt hat - und dass die Fans vielleicht anfangs noch skeptisch sind. Elliott Verbiest, Senior Game Designer bei King Art, zeigt dafür Verständnis: "An Dawn of War 4 zu arbeiten, ist eine große Ehre für uns. Es ist das mit Abstand größte und aufregendste Projekt, das wir je gemacht haben. Aber es kann auch ein bisschen einschüchternd sein. Warhammer 40.000 ist eine riesige Marke und wir wissen, dass die Erwartungen an ein neues Dawn of War riesig sind. Uns ist außerdem vollkommen bewusst, dass viele Leute die Ausrichtung von Dawn of War 3 nicht mochten. Wir müssen uns das Vertrauen der Fans also erst verdienen."
Viel Content zum Launch
Mit Adventures wie The Book of Unwritten Tales ist King Art groß geworden, gute Geschichten sind Teil ihrer DNA. Kein Wunder also, dass sie für Dawn of War 4 besonderen Wert auf die Einzelspielererfahrung legen. Allerdings werden andere Aspekte deshalb nicht vernachlässigt. Elliot Verbiest verspricht ein prall gefülltes Echtzeit-Strategie-Paket, das seinen Kaufpreis wirklich wert ist: "Die Spieler bekommen was für ihr Geld. Es ist das mit Abstand umfangreichste Dawn of War zum Launch!"
Eine gewagte Ansage, doch zumindest auf dem Papier sieht es tatsächlich danach aus: King Art verspricht eine umfangreiche Story mit mehr als 70 Einzelspielermissionen, dazu vier unterschiedliche Völker, 30 Mehrspielerkarten, massenhaft Cutscenes, über 110 Einheiten und Gebäude, Koop-Modus, Editor, Skirmish und noch einiges mehr.
