Wie lautet das Fazit zum Test der Kampagne von CoD: Black Ops 7?
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Geht's noch simpler?
In Kombination mit den hirntoten, zähen Gegnern und dem eintönigen Gameplay wird man sich unangenehm bewusst, was für ein substanzloses Videospiel man sich hier gerade reinzieht. Das gilt auch im Koop, denn viel Potenzial für taktisches Zusammenspiel geben die einsammelbaren Spezialfähigkeiten nicht her.
Nicht falsch verstehen: Call of Duty ist ja gerade deswegen so unterhaltsam, weil es simpel ist, aber normalerweise sind die Kampagnen auch deutlich besser darin, ihr seichtes Gameplay zu verschleiern. Mit höheren Schwierigkeitsgraden, spannenden Geschichten, Setpieces, gut geschriebenen Figuren und mehr Abwechslung.
Quelle: Treyarch
Die Monsterblume ist zwar erzählerisch völliger Blödsinn, aber wenigstens spielt sie sich anders als der Rest.
Ein Lichtblick ist dafür, wie in jedem modernen Call of Duty, aber wieder das Gunplay. Dank knackiger Sounds und hervorragender Animationen wird beim Abfeuern der Knarren zuverlässig Dopamin ausgeschüttet. Wer bei dem Zukunftssetting eine Lasershow befürchtet hat, wird sich außerdem freuen, dass im Jahr 2035 immer noch hauptsächlich mit Patronen geschossen wird.
Auch das Movement fällt diesmal nur dezent futuristisch aus. Statt Jetpacks und Wallruns zurückzubringen, haben die Entwickler das Bewegungsrepertoire nur um einen Wandsprung ergänzt, der hier und da genutzt werden kann, um höhere Orte zu erreichen. Das klappt auch meistens intuitiv und ist schnell draufgeschafft.
Wie bei Black Ops 6 macht es Laune, mit Taktiksprint, Hechtsprüngen und Slides flüssig durch die Gegend zu flitzen, vor allem in der Open World, wo sich das Endgame der Kampagne abspielt.
Moment mal - Open World? Endgame? Ja, richtig gehört. Nach den fünf bis sechs Stunden für die Hauptmissionen schalten wir eine Art Epilog frei, der in der Open World von Avalon stattfindet. Die mediterran angehauchte Stadt wird schon zwischendurch immer eingestreut, mit Missionen, die sehr den Eindruck von Füllmaterial erwecken.
Quelle: Treyarch
Für den Endgame-Modus empfehlen wir euch die Kombination aus Wingsuit und Enterhaken. Geht schnell, macht Spaß!
Kein Licht am Ende des Tunnels
Im Endgame dürfen wir die Karte dann auf eigene Faust erforschen, unseren gewählten Operator hochleveln und nach und nach in gefährlichere Zonen vorstoßen. Stärker werden wir, indem wir die überall verteilten Nebenmissionen abschließen, neue Waffen einsammeln und natürlich haufenweise Feinde über den Haufen ballern. Jeder Levelaufstieg stellt uns vor die Wahl zwischen zwei Boni, die uns dauerhaft stärker machen.
Das motiviert fürs Erste auch ganz ordentlich: Die Gegner wirken auf der XXL-Karte zwar noch inkompetenter als in den kleinen Kampagnenlevels, aber in der ersten Zone täuscht die Vielfalt der Nebenmissionen noch darüber hinweg. Außerdem sorgt die Kombination aus Enterhaken und Wingsuit für unterhaltsames Movement und die Jagd nach stärkeren Waffen spornt zum Erkunden an.
Zumindest so lange, bis wir feststellen, dass sich die Missionen in späteren Gebieten nicht weiterentwickeln und es auch nichts wirklich Spannendes zu finden gibt, weil wir ohnehin mit einem selbst erstellten Loadout ins Endgame starten dürfen. Was dann noch fehlt, ist eine Waffe für unseren zweiten Slot, Schadensupgrades sowie Equipment für den Granatenplatz, und das ist alles in Windeseile gesammelt.
Quelle: Treyarch
Um in späteren Endgame-Zonen eine Chance zu haben, müssen wir uns erst einige Stündchen hochleveln.
Der aktuelle Shooter-Trend muss auch noch rein
Bei einem letztlich so unwichtigen Loot-System und der Beschränkung auf PvE wirkt es doppelt unnötig, dass der Modus nach dem Extraction-Prinzip funktioniert. Schaffen wir es vor Ablauf der Missionszeit nicht, per VTOL aus der Karte abzudüsen oder sterben im Kampf, wird unser mühsam hochgelevelter Charakter nämlich wieder auf null zurückgesetzt.
Wie wir nach ein paar Stunden im Endgame feststellen mussten, gilt das leider auch für Server- oder Spielabstürze. Fliegen wir während einer Mission aus dem Spiel, ist alles futsch. Nach so einer Aktion fällt es ausgesprochen schwer, die Motivation für einen Neustart aufzutreiben.
Insgesamt sind Kampagne und Endgame nämlich nicht viel mehr als Beschäftigungstherapie, die höchstens dafür taugt, um nebenbei mit Freunden im Voicechat zu quatschen oder ein paar Podcast-Folgen nachzuholen. Wer CoD primär für den Singleplayer spielt und nicht gerade ein Faible für Hochglanz-Trash mitbringt, kann den Ruf der Pflicht dieses Jahr gepflegt ignorieren.
Die schlechteste Kampagne der Black-Ops-Geschichte
Gerade im Vergleich zu den letzten beiden Black-Ops-Kampagnen ist es eine riesige Enttäuschung, was uns Raven Software und Treyarch hier auftischen. Der Modus wirkt hastig zusammengeschustert und obwohl es per se nett ist, dass wir nun auch in der Kampagne unseren Multiplayer-Account hochleveln dürften, verstehen wir es eher als böses Omen.
Beim Versuch, auch noch den letzten eigenständigen Modus von Call of Duty in den endlosen Live-Service-Grind zu integrieren, hat die Kampagne so gut wie alles verloren, was die früheren Teile so unterhaltsam gemacht hat.
Wenn ihr wissen wollt, ob der Rest des Shooter-Pakets überzeugender ausfällt, behaltet PCGames.de im Auge, wo wir euch in Kürze den Test zum Multiplayer- und Zombie-Modus liefern!
Meinung
Call of Duty: Black Ops 7 ist für PC (Steam & Battle.net), PS4, PS5, Xbox One sowie Xbox Series S und X verfügbar und kostet in der Standardfassung knapp 80 Euro. Auf PC und Xbox ist das Spiel außerdem im Game Pass enthalten, auf der Konsole müsst ihr dafür Mitglied in der Ultimate-Stufe sein.
