Call of Duty: Black Ops 7 - Die Zombies müssen das Spiel retten

Test Tobias Meyer
Black Ops 7 im Multiplayer-Test: Call of Duty steckt in der Krise (1)
Quelle: PC Games

Call of Duty: Black Ops 7 präsentiert sich als riesiges Multiplayer-Paket mit neuem Movement, altem Map-Mix und großem Zombie-Modus - doch wirkt vieles erstaunlich generisch.

AAAHHHHHH Zombies!

Doch dort, wo Black Ops draufsteht, ist auch immer ein kleiner Lichtstrahl am Horizont, der aus der Hölle an das Himmelszelt projiziert wird: der Zombiemodus.

Der ist mal wieder größer und umfangreicher als je zuvor - aber größer ist nicht immer besser. Im Fokus steht zunächst eine große Map mit mehreren kleinen Bereichen. Um die zu erreichen, bekommen wir ein Fahrzeug an die Seite gestellt, mit dem wir von A nach B fahren und auf dem Weg einen Zombie nach dem anderen umbrettern.

Im Zombiemodus sind wir mit einem Truck unterwegs. Gut gedacht - eher schlecht gemacht. Quelle: PC Games Im Zombiemodus sind wir mit einem Truck unterwegs. Gut gedacht - eher schlecht gemacht. Derweil wird die Karre von umherfliegenden Zombies attackiert, die sich größtenteils mit absurden Animationen auf unser Vehikel stürzen. Steigen wir aus, lassen die Viecher unser Gefährt in Ruhe und der Ausdauerbalken füllt sich langsam wieder. Ansonsten geht es genauso weiter, wie wir es gewohnt sind: Zombies fetzen, Kohle sammeln, Waffen upgraden und immer wieder Easter Eggs suchen.

Dreimal der gleiche Modus

Für Fans der Story hinter dem Zombiemodus gibt es wieder den Directed Mode. Hier werden die Ziele direkt angezeigt und man wird durch die Hauptquest geführt.

Für echte Überlebenskünstler gibt es nach über zehn Jahren das Revival des Survival-Modus. Im Grunde der Standard-Modus, nur dass auf Story verzichtet wird und es ausschließlich darum geht, eine Zombiewelle nach der anderen über den Haufen zu ballern.

Und wer immer noch nicht genug von den Untoten bekommt, stürzt sich in den Cursed-Modus, der - na ja ... noch mal der gleiche Modus ist, nur komplett ohne Hinweise und mit ein paar Extra-Herausforderungen.

Die kleinen Bossfights im Zombiemodus machen Spaß, sind aber gewohnt knackig. Quelle: PC Games Die kleinen Bossfights im Zombiemodus machen Spaß, sind aber gewohnt knackig. Bahnbrechende Neuerungen gibt es hier also nicht. Wer Bock auf Zombies hat, kann also entweder die Koop-Kampagne oder den klassischen Horde-Modus spielen. Das Zusatzelement durch das Auto ist zwar nett gedacht, aber eher öde umgesetzt. Beispielsweise sind die Wege zwischen den Standorten dadurch unnötig lang. Und wenn man das Auto irgendwo abgestellt hat, muss man jedes Mal wieder hinlatschen. Die kleineren Gebiete selbst sind etwas zu klein, wodurch Kiten (also das Ansammeln von Zombies um einen herum) deutlich schwieriger ist.

Es fühlt sich mal wieder an, als hätte man hier unnötig experimentieren wollen. Nicht ganz so dramatisch wie in Modern Warfare 3 mit dem Extraction-Open-World-Irgendwas, aber dennoch unnötig.

Die letzte Hoffnung der Zombies

Doch es ist nicht alles schlecht: Mit Dead Ops 4 kehrt auch endlich wieder die Arcade-Variante des Zombiemodus zurück. Und wer hätte es gedacht: Auch hier wird das Rad nicht neu erfunden. Das klingt langweilig, ist aber ausnahmsweise eine gute Sache.

Dead Ops 4 bietet Twin-Stick-Action. Spaßig, aber nicht außergewöhnlich. Quelle: PC Games Dead Ops 4 bietet Twin-Stick-Action. Spaßig, aber nicht außergewöhnlich. Der Twin-Stick-Modus ist immer noch kein Modus für lange, grindige Nächte, aber dennoch ein guter Spaß für zwischendurch. Dead Ops motiviert deutlich mehr als die anderen Modi und durch neue Bosse und Wechsel in die Ego-Perspektive fühlen sich die Runden ordentlich knackig an.

Wer bisher gar keine Berührungspunkte mit dem Modus hatte, sei kurz abgeholt: Wir rennen mit verschiedenen Waffen, die man aufsammeln kann, von einem Level zum nächsten und ballern eine Zombie-Welle nach der anderen weg. Standard Twin-Stick-Kost eben.

Wertung zu Call of Duty: Black Ops 7 (PC)

Wertung:

6.5 /10

Wertung zu Call of Duty: Black Ops 7 (PS5)

Wertung:

6.5 /10

Wertung zu Call of Duty: Black Ops 7 (XSX)

Wertung:

6.5 /10
Fazit

Links und rechts steigen neue Marken und IPs empor, die vieles besser machen oder zumindest gute Ansätze zeigen. Call of Duty hat derweil nur noch den Namen, der vor dem Untergang und der Verwahrlosung rettet. Die Frage ist nur: Wie lange reicht das noch?

Meinung

Wird sich Call of Duty wieder fangen?

Und, was ist nun mit der Call-of-Duty-Identität? Tja, das weiß man im Hause Activision wohl selbst nicht. Black Ops 7 spielt sich sehr generisch. Der Multiplayer ist solide, ohne Ausreißer nach oben oder unten. Auch in diesem Jahr ist Call of Duty das Fast-Food-Produkt unter den Shootern. Während sich die Konkurrenz Zeit genommen hat und zu alten Stärken fand, versucht Call of Duty weiter, den labberigen Cheeseburger an den Mann zu bringen. Der wird schließlich immer noch gekauft - man weiß halt, was man bekommt. Auch, wenn das nicht immer geil ist. Kein Wunder also, dass wir diesen Test mit einem simplen Satz abschließen können: Ein einfaches Update hätte es auch getan.

  1. Seite 1 Die Call-of-Duty-Identität
  2. Seite 2 Call of Duty gehen die Ideen aus
  3. Seite 3 Dreimal der gleiche Modus
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