Black Ops 7 im Multiplayer-Test: Call of Duty steckt in der Krise

Test Tobias Meyer
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Quelle: PC Games

Call of Duty: Black Ops 7 präsentiert sich als riesiges Multiplayer-Paket mit neuem Movement, altem Map-Mix und großem Zombie-Modus - doch wirkt vieles erstaunlich generisch.

Call of Duty steckt in der Midlife-Crisis. Nach über 20 Jahren sieht die Spielereihe ganz anders aus als noch Anfang der 2000er. Früher ging es noch in großen Schlachten des Zweiten Weltkriegs zur Sache, bis dann immer wieder in der Zeit gesprungen wurde. Mit Black Ops ebnete Treyarch den Weg für spielbare Agenten-Szenarien, und schon bald wurde es ganz abgedreht.

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Für den Multiplayer waren die Story-Sprünge zwar eher zweitrangig - immerhin will man sich auf dem Feld einfach nur ein paar Kugeln um die Ohren ballern, aber auch hier ist eine Entwicklung zu sehen. Fast als wolle die Reihe so cool und frisch sein wie Fortnite, aber auch mindestens genauso erwachsen wie Battlefield. Doch kann das funktionieren?

Weg mit den Skins! Oder doch nicht?

Erinnert ihr euch noch, als sich Activision im Sommer 2025 das Problem mit den ganzen abgedrehten Skins eingestanden hat? Da hieß es, dass es Feedback aus der Community gab, weil man sich zu sehr davon entfernt hat, was Call of Duty ausmacht. Activision gelobte Besserung und versprach Bundles und Items, die in die Identität passen sollen. Aber was ist denn überhaupt die Call-of-Duty-Identität?

Call of Duty Black Ops 7 ist solide, aber nicht viel mehr. Quelle: PC Games Call of Duty Black Ops 7 ist solide, aber nicht viel mehr.

Die Modern-Warfare-Identität

Die Modern-Warfare-Reihe hatte seinerzeit einen klaren Fokus auf Militär. Es ging um schnelle Abschüsse, Killstreaks und einen Grundstock an Waffentarnungen, die für eine langfristige Motivation sorgten. Das Gunplay war klar und es gab ein paar wenige Metas - das war aber auch gar nicht so dramatisch, weil die TTK grundsätzlich eher schnell war. Im Fokus waren ohnehin die Killstreaks.

Die Black-Ops-Identität

Mit der Black-Ops-Reihe begann man ein wenig zu experimentieren. Der Style und das Gameplay wurden leicht abgeändert. Plötzlich wurde das Spiel deutlich kompetitiver. Aus Killstreaks wurden Scorestreaks - auf dem Papier rückte also das Teamplay mehr in den Vordergrund. Wie gut das in der Praxis wirklich funktionierte, sei mal dahingestellt. Grundsätzlich war die Black-Ops-Reihe aber immer etwas verspielter. Wenn es in Call of Duty zu Änderungen im Movement kam, dann in Black Ops.

Black Ops Cold War brachte mit Maps im Kalten Krieg einen echten Mehrwert. Quelle: PC Games Black Ops Cold War brachte mit Maps im Kalten Krieg einen echten Mehrwert.

Die Warzone-Identität

Es folgte ein ständiges Wabern zwischen Zukunft und Vergangenheit - ein Wechsel zwischen Jet-Packs und K98k. Das hat nicht jedem gefallen, war aber nie ein großes Drama. Immerhin hatten Black Ops 3 und Infinite Warfare gerade durch das vertikale Gameplay einige Fans. Und man konnte definitiv von Abwechslung sprechen, wenn man jedes Jahr ein anderes Szenario bekommen hat.

Doch mit dem 2019er Call of Duty änderte sich einiges. Nicht nur, dass plötzlich alle zu Hause hockten - Call of Duty versuchte den Reboot der Modern-Warfare-Reihe. Was zunächst gut lief und mit der Warzone eine neue Ebene öffnete, sollte aber den Weg für den Niedergang des gewohnten Call-of-Duty-Multiplayers ebnen.

Es folgte eine bis heute anhaltende Zeit von neuaufgelegten Maps, absurden Update-Entscheidungen, einem neuen Matchmaking-System und Nicki Minaj. Aus dem einstigen Military-Shooter wurde ein buntes Allerlei für Spieler mit der Aufmerksamkeitsspanne eines TikTok-Users, den sich Activision selbst herangezüchtet hat. Was aber beibehalten wurde: jährliche Releases und die Splittung in Kampagne, Multiplayer und Zombies.

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