Call of Duty: Black Ops 7 präsentiert sich als riesiges Multiplayer-Paket mit neuem Movement, altem Map-Mix und großem Zombie-Modus - doch wirkt vieles erstaunlich generisch.
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Call of Duty: Black Ops 7 (jetzt kaufen 79,99 € ) ist nun das ultimative Multiplayer-/Live-Service-Paket. Die Kampagne wurde zum Koop-Modus mit Solo-Möglichkeit, Onlinezwang und Progress für den Multiplayer. Für Letzteren verspricht Activision drei große Neuerungen: offenes Matchmaking, neues Movement und Skin-Pakete, die zum Setting des Spiels passen.
Quelle: PC Games
Die Operator sind deutlich näher am Szenario, aber dennoch etwas abgedreht.
So viel sei an der Stelle schon mal gesagt: Der Shop, der sonst überfüllt ist mit den absurdesten Gestalten, ist bisher eher spärlich bestückt. In unserem Testzeitraum war lediglich ein Bundle verfügbar und das war ausnahmsweise wenig bunt.
Anders sieht es aber bei den Waffen aus. Da gibt es für Vorbesteller direkt wieder ein paar vorgefertigte Waffenbaupläne, die mit echten Waffen wenig zu tun haben. Gut möglich, dass das an der Kampagne liegt, die ja immerhin Geschichten von Psychosen, Zombies und gigantischen Soldaten erzählt.
Wie dem auch sei - zum Start zeigt sich das Spiel erst einmal von einer fast schon klassischen Seite. Selbst die Waffenauswahl ufert bisher nicht allzu sehr aus, Ausrüstungen sind dem Setting angepasst und die Scorestreaks sind eine nette Mischung aus Klassikern und neuen Ideen. So können sie jetzt etwa auch overclockt werden - man wählt einen von zwei neuen Effekten aus, die zum Beispiel die Punktekosten reduzieren oder die Wirkung verstärken.
Quelle: PC Games
Die Waffen schreien nach Black Ops, sind aber dennoch etwas abgespact.
Früher war alles besser - das weiß auch Activision
Aber hüpfen wir mal rein in das Spiel. Denn dafür seid ihr ja wohl alle hier. Von den 16 Maps zum Start sind direkt drei alte Karten dabei: Express, Hijacked und Raid. Damals wie heute hocken die Spieler in den gleichen Ecken, und damals wie heute haben die Maps ihre eigenen Spawn-Probleme. Die ziehen sich aber auch durch die neuen Karten.
Wie gewohnt, gibt es eine Mischung aus größeren und kleineren Karten. Wobei selbst die umfangreicheren Maps eher klein sind. Man rennt schnell von einem Spot zum nächsten, bevor der Spawn wechselt und man plötzlich von Gegnern umringt ist. Ein Problem, das scheinbar genauso wie die Maps recycelt wurde - das war immerhin schon immer so eine Sache in der Black-Ops-Reihe.
Die neuen, übersichtlicheren Maps sind deutlich für Spieler ausgelegt, die nach 2019 zur Reihe gestoßen sind. Sie sind kleiner, actionreicher und controllerfreundlich. Das Fass möchten wir an dieser Stelle nicht aufmachen, aber der Aim-Assist hilft hier natürlich sehr. Auf den etwas größeren Maps haben wiederum PC-Spieler die Nase vorn - hier kommt es dann auf Präzision und nicht nur auf die Reflexe an.
Quelle: PC Games
Ausgerechnet die alten Maps sind die besten Karten im Multiplayer.
An sich sind die neuen Karten ganz nett gestaltet. Es handelt sich um einen recht simplen Aufbau mit drei Wegen, wobei man einen Hotspot in der Mitte, mindestens eine Long-Range-Area und hin und wieder einen eher verzweigten Weg hat. Das gefällt gut, auch wenn man dadurch immer und immer wieder an den gleichen Ecken draufgeht. Irgendwie gibt aber genau das so ein altes Call-of-Duty-Gefühl zurück.
Das neue ... alte Matchmaking
Dasselbe gilt in gleichem Maße für die toxische Community. Ja, das Matchmaking kann jetzt selbst bestimmt werden durch das neue ... ähm ... alte Matchmaking, aber das ändert natürlich wenig an der Spielweise. Besonders im Hardcore-Modus sind die Noobtoober fleißig unterwegs und gehen ordentlich auf den Sack. Aber das kreiden wir Call of Duty nicht komplett an.
Was wir dem Multiplayer aber ankreiden müssen, ist, dass sich das Spiel recht unspektakulär anfühlt - fast schon generisch. Nach ein paar Runden hatten wir schon das Gefühl, hier hätte uns auch jeder andere Free-2-Play Shooter vorgesetzt worden sein. Nur, dass es weder kostenlos noch ein kleines, aufstrebendes Studio ist. Auch wenn Black Ops 7 mit neuen Tarnungen lockt, haben wir keinerlei Reiz, der uns langfristig bei der Stange hält. Eher noch wirken die schon wieder neuen Tarnungen abschreckend.
Am meisten Spaß hatten wir mit dem Multiplayer dann, wenn wir nebenbei im Discord mit Freunden unterwegs waren oder auf dem zweiten Bildschirm eine Serie oder ein Film lief. Für einen ganzen Abend mit vollem Fokus reicht die Abwechslung einfach nicht.
