Lost in Translation: Skurrile deutsche Filmtitel

Special Steve Buchta

Lesen Sie in unserem Special, wie deutsche Übersetzer Original-Titel verhunzen. Zum Lachen ... und Weinen!

So sahen coole Typen in den 80er-Jahren aus: "Beverly Hills Cop" So sahen coole Typen in den 80er-Jahren aus: "Beverly Hills Cop" Obwohl der deutsche Film in den letzten Jahren einiges an Boden gut machen konnte, wird der überwiegende Teil der Blockbuster noch immer aus dem Ausland in unsere Kinos importiert. Den Löwenanteil stellen US-amerikanische Produktionen, es folgen britische, französische und italienische Filme. Immer mehr Zuspruch erfahren auch asiatische Streifen.

Ein heikles Thema angesichts dieser Internationalität stellen neben der Synchron-Arbeit die deutschen Verleihtitel dar. Der Filmtitel soll griffig und eingängig sein und auf einem Poster angemessen auffallen. Wenn die wörtliche Übersetzung diesem Anspruch nicht gerecht wird, kommen findige Marketingstrategen ins Spiel. Diese bewiesen in der Vergangenheit nicht immer ein glückliches Händchen.

Am Anfang war das Wort

Als die frühen Klassiker eines Fritz Lang oder deutsche Erfolgsfilme der UFA in den Lichtspielhäusern flimmerten, gab es keine Probleme, den Filmtitel zu verstehen und einzuordnen. „Der blaue Engel“ (1930), „M: Eine Stadt sucht einen Mörder“ (1931) oder „Die Feuerzangenbowle“ (1944) hielten, was sie versprachen.
Die Nachkriegszeit brachte eine wahre Schwemme von US-Produktionen. Erstmals musste im großen Stil übersetzt werden. Dies geschah zumeist wörtlich oder zumindest sinngemäß. Auch originale englische Texteinblendungen wie Schreibmaschinen-Seiten oder handschriftliche Briefe wurden damals üblicherweise noch detailgenau ins Deutsche übertragen.

„Der Tag, an dem die Erde stillstand“ („The Day the Earth Stood Still“, 1951), „Ein Pyjama für Zwei“ („The Pajama Game“, 1957) oder „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ („Who’s Afraid of Virginia Woolf?“, 1966) blieben der Vorlage treu. Auch in den nächsten Jahrzehnten waren englische Originaltitel („West Side Story“, 1961; „Taxi Driver“, 1976) und weit entfernte Übertragungen („Sie küssten und sie schlugen ihn“ für „ Les Quatre Cents Coups“, 1959 oder „Die durch die Hölle gehen“ für „The Deer Hunter“, 1978) noch eher die Ausnahme.

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