Mutiger Genremix: Bellwright hat uns in der Preview einige Nerven gekostet!

Special Christian Neumann Michael Grünwald
Mutiger Genremix: Bellwright hat uns in der Preview einige Nerven gekostet!
Quelle: Snail Games USA

Gewagte Mischung: Mittelalter-Aufbau-Survival mit Rollenspiel-Elementen. Es gibt viel zu tun im Early-Access-Titel - für Spieler und für die Entwickler.

Probleme beim Kämpfen

Das Kampfsystem in Bellwright ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig. Es orientiert sich an dem von Mount & Blade 2. Attacken und Blocks führen wir nach oben, unten und zu den Seiten aus. Die Gegner tun uns das gleich.

Wir müssen also schauen, zu welcher Seite unser Gegner blockt und von wo er angreift. So können wir taktieren und wohl überlegt unsere Angriffe setzen. Die Attacken sind sehr schwerfällig. Das ist zwar recht dankbar, um Gegner zu blocken, macht das Kampfsystem aber allgemein sehr behäbig.

Gegen Wildtiere tasten wir uns langsam an das Kampfsystem heran. Das Fleisch der Tiere müssen wir nach der Jagd am Lagerfeuer braten und schon haben wir Nahrung für unsere Bevölkerung. Im Laufe des Spiels schalten wir noch weitere Möglichkeiten zum Kochen frei, woraufhin Lebensmittel noch langsamer verderben und uns bessere Statuseffekte verleihen.

Zu den Waffen!

In der Spielwelt wimmelt es nur so vor Banditen. Egal ob sie auf den Wegen zwischen den Dörfern patrouillieren oder sich in ihren Lagern verschanzen: Sie möchten uns und unsere Dorfbewohner gerne aus dem Weg räumen. Deshalb sollten wir schon recht früh im Spiel in das Militär investieren. Wir fertigen daher Waffen an und suchen in unserem Dorf nach geeigneten Kämpfern.

Nach einiger Zeit im Spiel werden die Banditen zum ersten Mal unser Dorf angreifen. Dabei möchten sie nicht nur unsere Einwohner und uns aus dem Weg räumen, sondern auch unsere Habseligkeiten stehlen. Das Spiel warnt uns immer einen Tag vor dem Angriff, damit wir uns rechtzeitig vorbereiten können.

Sobald wir unsere Dorfbewohner bewaffnet haben, ziehen wir in die Schlacht. Unsere Kämpfer lassen sich mit überschaubaren Kommandos in die Schlacht dirigieren: Sie können uns folgen, ihre Position halten und zu einer markierten Position vorpreschen. Ihre Angriffe führen sie dagegen eigenständig durch.

Wer das behäbige Kampfsystem umgehen möchte, muss den Gegner ganz simpel mit einer großen Horde Dorfbewohner überrennen. Dazu ein Paar Schüsse mit dem Bogen aus der Distanz, und die Banditen sind Geschichte.

Unser Protagonist zieht in den Kampf. Quelle: Snail Games USA

Die Armee will organisiert sein

Wir sollten unsere Armee ausreichend mit Essen versorgen, bevor wir losziehen. Bekommen die Kämpfer nämlich Hunger, lösen sie sich von der Gruppe und suchen selbst nach Essen. Das kann das ein oder andere Mal auch frustrierend werden. Fällt ein Dorfbewohner im Kampf, erscheint dieser später wieder verletzt im Dorf. Wenn ein verwundeter Bewohner allerdings im Kampf fällt, stirbt er und kommt auch nicht mehr zurück.

Nach dem ersten Banditenangriff erwarten euch in regelmäßigen Abständen neue Attacken. Die Häufigkeit und Stärke der Raids berechnen sich aus verschiedenen Faktoren: Wie viele Items haben wir? Wie groß ist unser Dorf? Und wie aggressiv spielen wir? Wer die Angreifer nicht immer selbst zurückschlagen will, kann ein paar der Bewohner auch als Wachen einteilen.

Solange diese keinen Hunger haben, beschützen sie das Dorf vor lästigen Eindringlingen. Zu einem fortgeschrittenen Zeitpunkt stoßen wir auch auf Gegner, die besser ausgerüstet sind. Spätestens wenn unser Einfluss in den Dörfern weit genug steigt, werden wir denen auf die nächste Probe gestellt.

Der Winter naht

Auch der Winter stellt euch in Bellwright auf die Probe. In der optisch schön dargestellten Jahreszeit lassen sich keine Beeren und Pilze sammeln. Wir müssen uns rechtzeitig darum kümmern, dass der Nahrungsvorrat unseres Dorfes nicht zur Neige geht. Ansonsten suchen unsere Dorfbewohner den ganzen Winter vergebens nach Essen und erledigen keine der Aufgaben.

Die Idee des mittelalterlichen Winters ist Survival-typisch eine Herausforderung. Dabei ist der erste Winter im Spiel noch etwas milder. Durch die teils lästige Nahrungsbeschaffung reißt er uns aber immer wieder aus unseren geplanten Abläufen und kann das ein oder andere Mal für nervige Verzögerungen sorgen.

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