Mutiger Genremix: Bellwright hat uns in der Preview einige Nerven gekostet!

Special Christian Neumann Michael Grünwald
Mutiger Genremix: Bellwright hat uns in der Preview einige Nerven gekostet!
Quelle: Snail Games USA

Gewagte Mischung: Mittelalter-Aufbau-Survival mit Rollenspiel-Elementen. Es gibt viel zu tun im Early-Access-Titel - für Spieler und für die Entwickler.

Andere die Arbeit machen lassen

Jeder Bewohner hat unterschiedliche Attribute. Manche sind besser im Kampf, andere sind handwerklich begabt. Neben den RPG-typischen Attributen haben alle NPCs auch verschiedene Perks: Schwertkämpfer besitzen beispielsweise zusätzliche Buffs auf Kampfattribute und Gelehrte einen höheren Basiswert für Forschung.

Aber Vorsicht: Es gibt auch negative Perks. Trottel brauchen beispielsweise länger, um ihre Attribute zu leveln als Bewohner ohne diese Eigenschaft. Begrüßen wir die ersten Bewohner bei uns im Dorf, erledigen sie lästige Aufgaben für uns. Sie sammeln Ressourcen für uns, beliefern Baustellen mit Rohstoffen aus unseren Kisten, stellen Gegenstände an der Werkbank her und erforschen neue Bauwerke, Waffen und Kleidung.

Die Forschung ist elementarer Bestandteil des Spiels und kann nur von den NPCs unseres Dorfes durchgeführt werden. So schalten wir Schritt für Schritt neue Items und Gebäude frei. Zu Anfang müssen wir uns immer noch um vieles selbst kümmern. Mit der Zeit schalten wir aber hilfreiche Arbeitsplätze für unsere Bewohner frei. Wir können sie zum Beispiel beauftragen, 30 Stücke Holz zu sammeln oder für uns jagen zu gehen.

Die eigene Armee zieht in den Kampf. Quelle: Snail Games USA Unsere Bewohner arbeiten dabei recht selbstständig. Wenn eine Baustelle Rohstoffe benötigt, bringen sie diese aus den Kisten dorthin. Wenn wir in der Werkbank den Bau von drei Äxten angeordnet haben, besorgen sie sich die Materialien aus dem Lager und klöppeln sie für uns zusammen. Das alles erledigen sie in Echtzeit.

Wenn ihre Aufgabe gerade Baumfällen ist, laufen sie mit einer Axt in den Wald, fällen Bäume und bringen immer einen Baumstamm auf ihrer Schulter ins Lager. Das machen sie so lange, bis sie die von uns vorgegebene Menge an Baumstämmen beisammenhaben. Das macht unser Dorf sehr lebendig. Es sorgt aber auch dafür, dass der Aufbau sehr langsam von statten geht.

Schaut nur, wie das Dorf wächst!

Gerade weil der Aufbau so lange dauert, freut man sich aber über jedes neue Gebäude und jede neue Arbeitsstätte der Bewohner. In welcher Reihenfolge wir welches Bauwerk erforschen müssen und welche neuen Items wir damit herstellen können, zeigt uns der Tec-Tree. Der ist zu Anfang etwas unübersichtlich.

Die Stränge des Technologiebaums lassen sich grob unterteilen in: Herstellung, Behausung und das Beschaffen von Rohstoffen. Zusätzlich ist der Baum noch in drei Stufen unterteilt. Bauwerke und Items der Stufe eins können wir von Beginn an erforschen. Für Gebäude der Stufe zwei müssen wir erst die Dorfhalle bauen. Das Rathaus schaltet im Anschluss die Bauwerke der dritten Stufe frei.

Der Dorfaufbau folgt einem immer wiederkehrenden Zyklus: Wir erforschen eine neue Herstellungsmethode und mit dieser können wir neue Werkstoffe herstellen. Die brauchen wir, um das nächste Gebäude zu bauen, was uns die Beschaffung von Rohstoffen erleichtert. Wer viel Geduld und einen Hang zu Grind-lastigen Spielen hat, wird aber belohnt.

Während wir bei Gebäuden der Stufe eins gerade einmal ein paar Sekunden für den Bau brauchen, vergehen bei den Häusern der Stufe zwei mehrere Ingame-Tage, bis das letzte Stück Holz richtig sitzt.

Im Laufe des Spiels verschiebt sich der Fokus weg von Survival, hin zum Planen der einzelnen Produktionsketten des eigenen Dorfs. Lassen sich zu Anfang des Spiels, die drei Rohstoffe für die eigene Hütte noch selbst im Wald sammeln, wird es beim ersten Hausbau schon etwas komplizierter:

Den Weizen für das Stroh müssen wir auf dem Bauernhof anbauen und danach dreschen. Das rohe Stroh verarbeiten wir danach in der Weberei. Gleichzeitig sind unsere Holzfäller unterwegs und besorgen Holz. Ein Teil der Baumstämme muss noch zu Planken verarbeitet werden. Wer genug Bewohner hat, die Aufgaben verteilt und im Blick hat, kann die Arbeit völlig von alleine geschehen lassen.

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