Bayonetta Origins im Test: Anders als die Hauptteile, aber auch so gut?
Test
Mit Bayonetta Origins versucht sich Entwickler Platinum Games diesmal an einem Adventure-Spiel. In unserem Test klären wir, wie gelungen das Switch-exklusive Spin-Off mit Hexe Cereza in der Hauptrolle wirklich ist.
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Bayonetta Origins: Cereza and the Lost Demon ist das neueste Spiel des japanischen Entwickler-Studios Platinum Games und ist ab dem 17. März exklusiv für Nintendo Switch erhältlich. Im Vergleich zu seinen drei Action-Vorgängern rund um die schwarzhaarige Umbra-Hexe Bayonetta setzt das Adventure auf ein völlig anderes Spielerlebnis. Diesmal verdreschen wir nicht mit Bayonetta hundertscharen von kreativ gesignten Monstern, viel mehr nimmt die hier noch sehr junge Hexe eine passivere Rolle ein. Denn das Spin-Off erzählt die bisher unbekannte Vorgeschichte der angehenden Zauberin Cereza. Wir haben das Gameplay getestet und erzählen euch hier im Test, wie das Spiel bei uns ankam.
Beeindruckende Aufmachung: Malerei, Optik und Feeling
Das gesamte Erlebnis von Bayonetta Origins ist als Buch aufgebaut. Entsprechend erlebt ihr das Spiel, als würdet ihr eine gedruckte Geschichte durchblättern. Das sorgt gleich von Beginn an für massig Atmosphäre. Die einzelnen Seiten sind dabei liebevoll in hellen Natur-Tönen gezeichnet. Angefangen mit dem knapp fünfminütigen Intro sieht alles aus, wie mit dem Pinsel gefertigt.
In Kombination damit spielen die Entwickler nicht nur gut mit Licht und Dunkelheit, sondern auch ganz allgemein mit verschiedenen Farben. In der Nacht wird viel mit lila gearbeitet, aus den Schatten starren gruselige rote Augen, schwarzer Nebel zeigt verzweifelte Situationen an. Zeichnung und Animation fließen dabei gut ineinander über.
Das Spiel ist in unterschiedliche Levels gegliedert, die verschiedene abwechslungsreiche Abschnitte des Waldes zeigen. Bayonetta Origins spielt dabei ausgiebig mit den Elementen: Einmal ist die Umgebung grün und gerundet mit vielen Ästen und Baumstämmen, einmal ist die Vegetation gespickt mit Dornen. Das zeigt, wie vielfältig ein Wald sein kann.
Quelle: Nintendo
Verstärkt wird die Atmosphäre noch zusätzlich durch die passende Musik. Mal ist sie sehr idyllisch, dann wieder dramatisierend, um die Bedrohlichkeit der Szene zu untermauern. Damit trägt sie zum stimmigen Gesamtkonzept des Spiels bei und verstärkt den Sog, der den Spieler in die Handlung zieht.
Wenig innovative Story mit Würze am Ende
Das ist auch nötig, denn wer eine Revolution im Storytelling erwartet, der ist hier fehl am Platz. Die gerade anfangs wenig innovative Handlung erzählt die Geschichte der angehenden Hexe Cereza, die sich in den verzauberten Wald von Avalon begibt. Sie hofft, dort eine starke Kraft zu erlernen und damit ihre Mutter aus dem Gefängnis zu befreien. Cerezas Mutter sitzt dort ein, weil sie sich in ein Mitglied eines anderen Clans verliebt hat. Cereza als Kind dieser Verbindung wurde deshalb ebenfalls verstoßen und befindet sich nun in der Ausbildung bei der strengen Hexe Morgana.
In Avalon begegnet sie allerlei Feinden, allen voran bösen Feen, die den Wald besetzt halten und regelmäßig Kinder dorthin verschleppen. Begleitet wird sie vom mürrischen Dämon Cheshire, der aus dem Reich Inferno stammt. Mit seinen elementaren Kräften hilft er ihr beim Erledigen ihrer Mission, damit sie ihn zurück nach Inferno schicken kann.
Quelle: Nintendo
Die Erzählweise ist dabei über weite Teile der Handlung hinweg recht linear und repetitiv: Zerstöre das erste Objekt, zerstöre das zweite Objekt, besiege diesen Bösewicht, und so weiter. Gleichzeitig zieht sich die Story sehr lange hin und will einfach nicht enden. Das liegt vor allem daran, dass es eine ganze Handvoll Szenen gibt, die sich wie ein Ende anfühlen, aber keines sind.
