Während die Physik der Grund für den ein oder anderen Schlag auf den Tisch war, ist der Umfang und Preis der beste Grund dafür, beim Kauf zuzuschlagen.
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Wilde Physik
Zum Gameplay haben wir schon einiges gesagt, aber nicht zur Physik. Ein Teil des Spielspaßes kommt nämlich durch das Erlernen und Beherrschen der Schwerkraft auf. Am Anfang waren die Stürze für uns nicht immer nachvollziehbar, aber sobald wir die Regeln des Spiels verstanden hatten, konnten wir das Bergsteigen meistern.
Nate fällt hin und wieder nicht wie ein echter Mensch hin, sondern prallt oftmals von den Oberflächen ab. Trotz Sand-, Stein- und Grasboden rutschen wir ein gutes Stück weiter, als das Material suggeriert. Beim Versuch sich wieder aufzurichten, strampeln wir uns manchmal sogar noch tiefer in den Abgrund
Quelle: PC Games
Nach der ganzen Übung sollten wir durch das restliche Spiel problemlos durchspazieren. Der Zug revidierte unser Selbstvertrauen. Diese Waggons möchten wir in unserem Leben nie wieder durchqueren müssen.
Geduld und Beobachtung sind der Schlüssel: Welche Beschaffenheiten haben die unterschiedlichen Oberflächen? Wann liegt Nate sicher auf dem Boden und kann wieder aufstehen? Wirklich problematisch ist nur, wenn sich ein Körperteil in die Map glitcht. Dafür findet das Spiel eine herzlose Lösung:
Manchmal werden wir nämlich ein Stück Richtung Abhang gestoßen. Aber auch diese Dinge lassen sich mit etwas Übung vermeiden. Clipping-Fehler von Gras, Büschen und sogar Körperteilen während den Zwischensequenzen stören weniger, sind aber trotzdem eine Erwähnung wert.
Viel Umfang zum fairen Preis von 20 Euro
Mit etwas Geduld lässt sich der Schwierigkeitsgrad des Spiels bewältigen. Ein kompletter Durchlauf (im wahrsten Sinne des Wortes) dauert etwa zwölf Stunden, wobei das im Endeffekt je nach Geschick des Spielers variiert. Die langen Laufpassagen sind dabei ebenfalls eingerechnet. Zwölf Stunden pure Action sind es also nicht.
Quelle: PC Games
Regelmäßige Pausen einlegen oder sich einfach treiben lassen. So haben wir einen kühlen Kopf bewahrt und konnten das Spiel letztendlich bis zum Schluss spielen.
Dazu kommen die Nebenaufgaben und Sammelobjekte, an denen sich Langzeitspieler die Zeit vertreiben können. Die erbarmungslosen Herausforderungen laden zum erhitzten Spielabbruch ein. Komplettisten werden ihren Spaß damit haben.
Wir empfehlen, das Spiel an einem süffigen Abend mit Freunden zusammen zu spielen. Gemeinsam lacht es sich schließlich schöner und der Spaß floriert dabei, anderen beim Versagen zuzusehen. Wer allein spielt, braucht schon ein dickes Fell.
Meinung
Da die Skill-Obergrenze nicht deckelt, eignet es sich außerdem gut für Speedruns und bietet so eine hohe Wiederspielbarkeit. Wir können uns vorstellen, dass der zweite Playthrough spaßiger wird. Dann verirren wir uns auch sicher nicht mehr so häufig in der offenen Spielwelt.
Baby Steps gibt's seit dem 23. September für PC und Playstation 5 zum Preis von etwa 20 Euro. Xbox-Spieler bleiben noch außen vor. Ist eure Frustrationsgrenze hoch genug, um mit Nate den Berg zu erklimmen? Transparenzhinweis: Für die Erstellung dieses Beitrags wurde die Release-Fassung von Baby Steps von Devolver Digital gestellt.
