Atomic Heart gespielt: Bioshock mit Bruderkuss - die Gameplay-Eindrücke + Video

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Atomic Heart gespielt: Bioshock mit Bruderkuss - die Gameplay-Eindrücke + Video
Quelle: Mundfish

Atomic Heart ist die Schrödingers Katze der Gamingwelt. Über Jahre hinweg machte das Spiel mit durchgeknallten Trailern auf sich aufmerksam, die in ihren besten Momenten an Bioshock erinnerten. Gleichzeitig war aber nie klar, ob da wirklich ein Spiel dahintersteht. Wir haben den Story-Shooter nun endlich selbst gespielt!

Ist es ein Spiel? Ist es ein Scam? Ist es überhaupt irgendetwas? Atomic Heart gilt als Schrödingers Katze der Gamingwelt. Über mehrere Jahre hinweg machte es mit fantastisch durchgeknallten Trailern auf sich aufmerksam, die in ihren besten Momenten so sehr an Bioshock erinnerten, dass einem das kleine Rapture-Herz bis zum Hals schlug. Gleichzeitig war es aber nie eindeutig klar, ob hinter dem Namen etwas Handfestes steht oder das Ganze vielleicht doch ein großer Schwindel ist. Schließlich ist Atomic Heart das erste Spiel für das junge Entwicklerteam Mundfish, das sonst keine weiteren Referenzen vorzuweisen hat. So dümpelte das Spiel jahrelang im Nimbus umher. Knapp einen Monat vor Release ist es aber soweit! Wir wurden vom Publisher Focus Entertainment eingeladen und haben endlich selbst Atomic Heart gespielt. Um zwei Sachen vorwegzunehmen: Ja, die Katze Atomic Heart lebt und sie sieht wirklich so gut aus wie in den Trailern.

Die volle Ladung Sozialismus

Atomic Heart (jetzt kaufen 28,55 € / 53,99 € ) spielt im Jahr 1955 in einer alternativen Realität. Wissenschaftler der Sowjetunion haben mit dem "Polymer" ein Super-Element entdeckt, das die Technologie um Jahrhunderte nach vorn katapultiert. Von jetzt auf gleich sind ausgeklügelte Robotertechnik, Computersysteme und Spezialfähigkeiten mit einem Fingerschnippen verfügbar. Gesteuert wird alles zentralisiert über ein neuronales Netzwerk, das sogenannte Kollektiv. Sogar eine ganze High-Tech-Stadt mit dem klangvollen Namen "Anlage 3826" wurde aus dem Boden gestampft.Bei der Gestaltung der Welt haben die Entwickler ihrer Kreativität freien Lauf gelassen. Anlage 3826 ist Paradebeispiel für den übertrieben Pomp und Brutalismus der Sowjetzeit der 50er-Jahre. Der Regler für ausdrucksstarke Architektur wurde auf Anschlag hochgedreht. Überall stehen große, schwerfällige Betonmonster in der sonst schicken grünen Landschaft. Umrahmt werden sie von gigantischen Denkmälern des Sozialismus. Dazu schwirren, fahren und laufen überall Roboter durch die Gegend, erledigen Arbeiten oder wünschen einem einfach nur einen guten Tag. Unter der Oberfläche warten unendlich lange Tunnel, Bunker und Forschungsanlagen mit fragwürdigen Experimenten, die den harten Kontrast zur bunten Sozialismus-Show an der Oberfläche liefern.

Dabei kitzelt Mundfish technisch eine Menge aus der Unreal Engine raus. Gerade die Oberfläche brennt ein bildgewaltiges Grafikfeuerwerk ab. Das sieht wirklich so schick aus wie in den zahlreichen Trailern, bei denen man immer etwas skeptisch war, ob da nicht doch nachgeholfen wurde. Die von uns gespielte Vorschauversion lief auf PC. Atomic Heart: Bioshock mit Bruderkuss (7) Quelle: Mundfish Atomic Heart: Bioshock mit Bruderkuss (7)

Dort waren bis auf Raytracing alle Grafikverbesserungen aktiviert, die es gab, und wir hatten in 4K-Auflösung durchweg eine hohe Framerate - zumindest fast immer: Doch darauf kommen wir zum Schluss zu sprechen. Was die Grafikqualität angeht, erwarten wir ähnliche Ergebnisse für PS5 und Xbox Series. Atomic Heart soll auch für die alte Konsolengeneration erscheinen, dort müssen Spieler mit Sicherheit wesentliche Abstriche in Kauf nehmen.

Doch selbst, wenn die Hochglanzgrafik heruntergeschraubt wird, hat Atomic Heart noch viel zu bieten, unter anderem viel Spiel - so soll es ja auch sein. Während unserer Previewsession kundschafteten wir den Anfang aus und zockten außerdem Teile des Midgame. Dabei wurde uns allmählich klar, wie viel Inhalt die Entwickler in Atomic Heart reinzuquetschen vermochten.

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