Im Test von Assassin's Creed Shadows überzeugt das Spiel mit einer atmosphärischen Spielwelt und umfangreichem Basisbau.
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Schließlich kann man dann die Rollenspielsysteme noch für andere Optimierungen nutzen. Mir stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, meine beiden Helden zu verbessern und weiterzuentwickeln. Das beginnt bei den Talentbäumen. Yasuke und Naoe haben jeweils sechs Stück davon, in die ich Unmengen an sogenannten Meisterschaftspunkten investieren kann. Diese verdiene ich mir durch Stufenaufstiege und gewisse Aktivitäten in der offenen Spielwelt.
Darüber hinaus gibt es die Ausrüstung, die ich bei Gegnern und in Kisten erbeute. Diese gibt es in verschiedenen Qualitätsstufen und mit unterschiedlichsten Werten. Legendäre Gegenstände kann ich zudem noch mit speziellen Perks ausstatten. Dazu besuche ich in meinem Versteck die Schmiede. Hier kann ich meine Ausrüstung auch auf mein aktuelles Charakterlevel aufwerten, wenn ich einen bestimmten Gegenstand lieber behalten will, anstatt ihn gegen ein anderes Item auszutauschen.
Rückzugsort zum Selberbauen
Neben der Schmiede errichte ich in meinem Versteck noch diverse andere Gebäude. Auch das bringt verschiedene Verbesserungen für meine Abenteuer mit sich. Mit dem Kakurega schalte ich neue Schnellreisepunkte in der Welt frei, mit einem kleinen buddhistischen Altar erhöhe ich meinen Erfahrungspunkte-Gewinn um zehn Prozent. Mit jedem Gebäude steigt das Level des Verstecks, womit wiederum nützliche Boni verknüpft sind.
Quelle: Ubisoft
In einem abgelegenen Tal errichten wir verschiedene Gebäude und bauen so unsere individuelle Heimatbasis.
Es lohnt sich also, in den Ausbau der Heimatbasis zu investieren, auch wenn man so wie ich kein kreativer veranlagter Mensch ist. Wer das möchte, kann sich beim Ausbau des Verstecks nämlich so richtig austoben. Mit einer Vielzahl an Gestaltungsobjekten, Dekorationen und Pflanzen sind der Fantasie zum eigenen japanischen Paradies kaum Grenzen gesetzt.
Tolle, atmosphärische Spielwelt
Die für den Ausbau des Verstecks benötigten Ressourcen und Objekte sind überall in der Spielwelt zu finden. Die deckt einen großen Abschnitt Zentraljapans ab, mit Kyoto als politischem Zentrum. Von Himeji bis zum Biwa-See, von der Nord- bis zur Südküste erstreckt sich der in neun Provinzen unterteilte spielbare Abschnitt. Damit bewegt sich die Spielwelt auf einem Niveau wie Origins und ist kleiner als bei Odyssey oder Valhalla. Ich begrüße das sehr, weil die letzten beiden Spiele bei der Größe dann doch ein wenig aus dem Ruder gelaufen sind.
Dennoch wirkt die Welt nicht gerade klein. Ich hatte immer wieder das Gefühl, dass ich ziemlich weite Wege zurücklegen musste. Das liegt sicherlich auch an dem größtenteils sehr bergigen Gelände, wo ich kaum Gelegenheiten habe, mal querfeldein zu reiten. Immerhin ist das Spiel sehr großzügig mit Schnellreise-Punkten. Aber ich habe es auch sehr genossen, durch die wunderschönen Landschaften zu reiten. Das Ubisoft tolle Spielwelten bauen kann, stellen sie auch in Shadows einmal mehr unter Beweis.
Quelle: Ubisoft
Die wunderschönen Landschaften des mittelalterlichen Japans erzeugen sehr viel Atmosphäre.
Wälder, Berge, Flüsse und Seen zeichnen ein malerisches Bild von japanischen Landschaften. Dazwischen die architektonisch interessanten Dörfer und Städte, aus denen vor allem die mächtigen Burgen der Fürsten herausragen. Verträumte Tempel abseits des städtischen Trubels laden zum Entspannen ein. Die Atmosphäre stimmt und braucht sich vielerorts nicht hinter dem herausragenden Ghost of Tsushima zu verstecken.
Abstriche muss ich dabei allerdings bei den Bewohnern dieser Welt machen. Die Städte und Dörfer sind zwar dicht mit NPCs besiedelt, aber viele davon wirken wie leblose Kulisse. Die meisten stehen an vorgegebenen Orten oder laufen vordefinierte Wege ab. Immerhin reagieren sie auf sich verändernde Witterungsverhältnisse. Bei starkem Regen ist auf den Straßen weniger los und im Winter sind die Bauern eher nicht auf ihren Reisfeldern anzutreffen.
