Assassin's Creed Shadows erstmals gespielt - Viel Potenzial, aber auch noch offene Fragen

Special Matthias Dammes
Assassin's Creed Shadows erstmals gespielt - Viel Potenzial, aber auch noch offene Fragen
Quelle: PC Games / Ubisoft

PC Games Redakteur Matthias Dammes hat die Entwickler von Ubisoft Quebec besucht und erstmals für mehrere Stunden Assassin's Creed Shadows gespielt.

Auch wenn man Ubisoft, teilweise zurecht, regelmäßig vorwirft, dass sie ihre Open-World-Spiele nach Schema F entwerfen, freue ich mich immer wieder auf jeden neuen Teil der Assassin's-Creed-Reihe. Denn am Ende haben die Spiele doch immer wieder etwas Neues zu bieten. Allen voran natürlich die ständig wechselnden Schauplätze, Charaktere und historischen Epochen.

Im Fall von Assassin's Creed Shadows (jetzt kaufen 49,85 € ) kommen für mich auch noch die Dual-Protagonisten dazu. Ein ähnliches Konzept gab es zwar in Assassin's Creed Syndicate schon mal, aber diesmal scheinen die Entwickler aus der Konstellation deutlich mehr zu machen. Entsprechend habe ich mich auf die erste Gelegenheit gefreut, das Spiel selbst auszuprobieren. Dazu habe ich kürzlich die Entwickler von Ubisoft Quebec im kalten kanadischen Winter in ihrem Studio besucht und rund sechs Stunden mit Yasuke und Naoe verbracht.

Der Sklave und das Bauernmädchen

Die Preview-Demo ist dabei in drei Bereiche unterteilt, die jeweils unterschiedliche Aspekte des Spiels in den Mittelpunkt gestellt haben. Los geht es mit dem Prolog. Der rund einstündige Abschnitt erlaubt es mir, ein Gefühl für das Setting, den Ausgangspunkt der Story und die Rolle der beiden Protagonisten zu bekommen. Das Spiel ist im späten 16. Jahrhundert, am Ende der Sengoku-Ära angesiedelt. Eine bewegende Zeit in der Geschichte Japans, in der verschiedene Clans mit mächtigen Herrschern um die Vorherrschaft im Inselreich kämpften.

Einer der bekanntesten und mächtigsten dieser sogenannten Daimyos ist Oda Nobunaga. Als an seinem Hof portugiesische Jesuiten vorstellig werden, interessiert sich der Fürst vor allem für deren kräftigen Sklaven Diogo. Nobunaga findet Gefallen an dem exotischen Fremden und nimmt ihn unter seine Fittiche. So beginnt die Story des Samurai Yasuke.

Yasuke und Oda Nobunaga sitzen auf Pferden und beobachten eine Schlacht. Quelle: Ubisoft Auf der anderen Seite der Geschichte steht Naoe, die als Bauernmädchen in einfachen Verhältnissen aufwächst und von ihrem Vater in den Künsten der Shinobi ausgebildet wird. Dieser verbirgt jedoch offenbar ein Geheimnis vor ihr, scheint er doch klar mit dem Orden der Assassinen in Verbindung zu stehen. Als das Dorf der beiden von Nobunagas Truppen angegriffen wird, vertraut der Vater Naoe seine versteckte Klinge an und bittet sie, eine geheimnisvolle Box vor dem Feind zu beschützen.

Brutalität und Eleganz

Neben der Einführung in die Story gibt mir der Prolog auch einen ersten Vorgeschmack auf die unterschiedlichen Spielweisen der beiden Hauptcharaktere. Yasuke ist ein Schrank von einem Mann und glänzt entsprechend vor allem im frontalen Nahkampf mit verschiedenen Waffen. In den ersten Kämpfen, die ich mit dem Hünen bestreite, wird direkt deutlich, dass sich das Spiel bei der brutalen Inszenierung nicht zurückhält. Das Blut spritzt, Körperteile und Köpfe werden abgetrennt. Wem das zu weit geht, kann diesen Grad der Gewalt aber auch abschalten.

Bildergalerie

Nicht weniger brutal, aber deutlich eleganter geht es da bei Naoe zu. Im Nahkampf agiert die Shinobi wesentlich agiler, ist aber auch anfälliger für Schaden. Ihre Stärke sind aber ohnehin das Schleichen und lautlose Ausschalten von Gegnern. Dazu verschafft sie sich mit dem Adlerblick und der Observierungsfähigkeit einen Überblick, markiert Gegner und nutzt die Umgebung zu ihrem Vorteil.

Der Prolog-Teil der Anspieldemo endet für mich mit einem emotionalen Höhepunkt, der vor allem die weitere Geschichte von Naoe prägen wird. Er gibt ihr einen starken Einstieg in die Geschichte und verdeutlicht ihre Motivation für die Dinge, die da kommen werden.

Ansonsten bekomme ich im Verlauf der Demo noch einen ersten Vorgeschmack auf die Gegenspieler, der mich jedoch mit etwas gemischten Gefühlen zurücklässt. Was ich bisher gesehen habe, erweckt nämlich den Eindruck, dass wir es mal wieder mit einer Gruppe von mysteriösen Maskenträgern zu tun bekommen, die es vermutlich einen nach dem anderen auszuschalten gilt. Ob es tatsächlich so ablaufen wird, kann ich noch nicht sagen. Dazu habe ich noch nicht genug vom Spiel gesehen.

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