Assassin's Creed: Shadows hat zwei grundverschiedene Protagonisten -- Vorschau zum Gameplay
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Bei einer Gameplay-Präsentation von Assassin's Creed: Shadows konnten wir zwei Protagonisten mit sehr unterschiedlichen Spielweisen beobachten.
Die Ankündigung von Assassin's Creed Shadows liegt erst wenige Wochen zurück. Das neueste Abenteuer der Assassinen-Reihe ist diesmal im feudalen Japan angesiedelt. Der Spieler schlüpft in die Rollen des Samurai Yasuke und der Shinobi Naoe, deren Geschichten miteinander verknüpft sind. Das Spiel soll noch in diesem Jahr erscheinen und wurde entsprechend auf der Ubisoft Forward im Rahmen des Summer Games Fest noch etwas genauer vorgestellt.
Wir waren in Los Angeles vor Ort und haben bei den Machern von Ubisoft einer ausführlichen Präsentation beigewohnt. Außerdem konnten wir uns mit dem Game Director über verschiedene Aspekte des Spiels unterhalten. Was wir dabei über Assassin's Creed Shadows erfahren haben, lest ihr hier in der Vorschau.
Ein ungleiches Team
Bevor uns der Game Director erstes Gameplay zum Spiel gezeigt hat, ordnete er das Setting des Spiels für uns noch ein wenig ein. Es spielt im späten 16. Jahrhundert während der sogenannten Azuchi-Momoyama-Periode. In dieser Epoche der japanischen Geschichte besteht das Land aus vielen kleinen rivalisierenden Herrschaftsgebieten.
Die mächtigen Feldherren Odo Nobunaga und Toyotomi Hideoshi beginnen in dieser Zeit das Reich militärisch zu vereinen. In dieser aufgewühlten Zeit von Bürgerkrieg, politischen Umbrüchen, aber auch blühender Kultur und Hoffnung müssen sich die beiden Protagonisten Yasuke und Naoe zusammenraufen, da sie ein gemeinsames Ziel verbindet.
Naoe ist eine Shinobi, bei uns gemeinhin als Ninja bekannt. Nach Aussage der Entwickler ist die sie die kleinste Protagonistin, die es in der Reihe jemals gegeben hat. Das kommt ihr bei ihrem bevorzugten Agieren aus den Schatten heraus natürlich entgegen. Ihre kleine Statur macht sie zudem durch herausragende Schnelligkeit und Agilität wieder wett.
Quelle: Ubisoft
Das genaue Gegenteil davon ist Yasuke, ein Schrank von einem Mann, der entsprechend vor allem auf direkte Konfrontation setzt. Yasuke ist auch der erste Protagonist von Assassin's Creed, der auf einem tatsächlichen historischen Vorbild basiert. Als Samurai, der jedoch nicht aus Japan stammt, kämpft er vor allem für Ehre, Gerechtigkeit und Zugehörigkeit.
Das Konzept der zwei Protagonisten ist vergleichbar mit dem von Assassin's Creed Syndicate. Beide Charaktere sind fester Bestandteil der Geschichte und verfolgen einen gemeinsamen Weg. Die spielerischen Unterschiede zwischen Yasuke und Naoe sind jedoch deutlich ausgeprägter als damals zwischen Evie und Jacob.
Als Spieler können wir jederzeit zwischen beiden Figuren wechseln. Abgesehen von einigen wenigen Missionen, die speziell für jeweils einen der Charaktere von Bedeutung sind, lässt sich das Spiel nach Aussage des Creative Directors die meiste Zeit mit dem Wunschcharakter spielen.
Ein Sturm zieht auf
Neben den Protagonisten soll auch die offene Spielwelt wieder eine zentrale Rolle im Erlebnis des Spiels einnehmen. Dazu haben die Entwickler vor allem an dynamischen Systemen gearbeitet, die die Welt noch realistischer gestalten sollen. Dazu gehört ein Wettersystem, bei dem sich die Verhältnisse völlig dynamisch verändern können.
Während der Präsentation erhielten wir davon zumindest eine grobe Vorstellung, als in der Ferne der Aufzug von dunklen Wolken zu beobachten war. Der Creative Director meinte dann, wenn wir hier lange genug warten würden, könnten wir beobachten, wie der Sturm allmählich zu uns herüberzieht, der Wind zunimmt und es zu regnen beginnt.
Quelle: Ubisoft
Darüber hinaus soll es auch Jahreszeiten geben, die den Verlauf der Zeit darstellen. Hier wurde uns aber bisher nicht ganz klar, wodurch Jahreszeitenwechsel hervorgerufen werden. Die Entwickler wollen mit der lebenden offenen Welt in jedem Fall dafür sorgen, dass sich die Umstände für den Spieler immer wieder ändern. Da Jahreszeiten und Wetter auch Auswirkungen auf das Gameplay haben werden, soll sich auf diese Weise kein Durchgang wieder der andere anfühlen.
Als dann schließlich die live vorgespielte Gameplay-Präsentation begann, konnten wir zumindest einen kleinen Einblick in das Feeling der offenen Welt bekommen. Wir sehen Yasuke auf einem Pferd, der bei leichtem Regen durch eine schick gestaltete japanische Landschaft auf ein Dorf zureitet.
Die Grafik macht dabei einen schicken Eindruck, ohne jedoch irgendwelche Bäume auszureißen. Zusammen mit der vermittelten Atmosphäre muss sich das Spiel dabei vermutlich vor allem mit Sonys Ghost of Tsushima messen lassen und in dem bisher gesehen kurzen Abschnitt zieht es da noch den kürzeren.
