Anno 117 im ultimativen Test: Landeinheiten sind zurück! Doch wie gut ist der Krieg im Spiel?
Test
Nach langer Pause in der Anno-Serie sind Landeinheiten zurück - doch wie gut funktioniert der Krieg in Anno 117?
Krieg gegen die KI
In unserer Partie wollten wir unseren KI-Gegner Athr Iorgwyn aufs Korn nehmen. Das älteste Mitglied des Jorgensen-Clans ist lose König Artus nachempfunden und tummelt sich ausschließlich in Albion. Also haben wir dort unsere Kriegsflotte inklusive großer Streitmacht hingeschickt und schonmal unseren Nichtangriffspakt auslaufen lassen. In Anno 117 kann man auf zwei Arten den Krieg erklären: Die erste ist der begrenzte Krieg, bei dem Handelsschiffe und zivile Gebäude nicht anvisiert werden können. Beim unbegrenzten Krieg kann man dagegen alle Register ziehen. In beiden Fällen kann sich aber auch der Kaiser einmischen, damit es nicht komplett eskaliert.
In diesem Artikel
- Seite 1 Großartiger Spielfluss trifft auf gut umgesetztes Setting
- Seite 2 Spezialisten, der Kaiser, Albion
- Seite 3 Kampagne, Spielspaß beim Aufbau, Grafik & Sound
- Seite 4 Forschung, Diagonalbau, Landeinheiten
- Seite 5 Krieg, Schiffe und friedliche Übernahme
- Seite 6 Konsoleneinschätzung, Fazit und Wertung
- Seite 7 Bildergalerie
Allerdings sind wir gar nicht erst zur Kriegserklärung gekommen, denn Athr hat den Braten scheinbar gerochen und uns selbst mit einer Kriegserklärung überrumpelt, während unsere Truppen noch unterwegs waren. Da hat uns die KI positiv überrascht, denn er kam dann mit einer gigantischen Flotte und seiner kompletten Armee zu uns und hat unsere Hauptinsel in Albion belagert. Das Ziel einer Attacke ist immer die Villa des Prätors. Wird die zerstört und anschließend von Truppen erobert, wechselt die Insel den Besitzer. Unsere Villa haben wir zwar verloren, doch zum Glück waren unsere Truppen noch rechtzeitig da, um die Übernahme abzubrechen.
Quelle: PC Games
In den Landschlachten dreht sich alles darum, die Villa des Prätors einer Insel zu erobern. Wenn keine Villa gebaut wurde, ist das Ziel der Kontor.
Nachdem wir den Schuft von unserem Land vertrieben haben, war es Zeit, den Spieß umzudrehen und seine Insel zu erobern. Und da wurde deutlich, wie wichtig Belagerungswaffen sind, wenn der Gegner Verteidigungsanlagen hat. Man kann zwar auch mit dem Kopf durch die Wand und so lange Fackeln mit seinen Soldaten auf Gebäude werfen, bis sie zerstört sind. Das dauert bei Mauern und Türmen aber ewig und ist sehr kostspielig.
Schiffe und Seegefechte
Im Seekampf gegen Athrs Flotte kam uns übrigens eine praktische Neuerung zugute, und das sind die modularen Schiffe. In Anno 117 können wir die drei Schiffsklassen mit bestimmten Modulen besser unseren Anforderungen anpassen. Wollen wir schnelle Handelsschiffe, verpassen wir ihnen einfach ein Segel und eine Ruderbank. Die Militärpötte dagegen können wir mit zusätzlicher Panzerung, Ballisten, Katapulten oder weiteren Bogenschützen ausstatten. Das erhöht allerdings die Kosten und nötigen Arbeitskräfte und senkt die verfügbaren Laderäume für den Transport.
Gut gefällt uns bei den Schiffen außerdem, dass man genau merkt, dass man hier antike Galeeren steuert. Die Schiffe brauchen Zeit, bis sie in Fahrt kommen, vor allem, wenn man keine Ruderbank eingebaut hat. Außerdem brauchen sie ordentlich Platz zum Wenden, und wenn Ballistenschüsse und Katapultbrocken ihr Ziel verfehlen, nimmt es auch keinen Schaden. Das alles erhöht die Glaubwürdigkeit im Seekampf.
Quelle: PC Games
In großen Seegefechten wie diesem geht es heiß her und man verliert schon mal schnell den Überblick. Aber es ist wunderbar anzusehen, wie alle Projektile durch die Gegend fliegen.
Friedliche Übernahme
Landeinheiten und Militärschiffe sind aber nicht nur für den Krieg relevant, sie können auch als einschüchternde Argumente bei der Diplomatie dienen. Denn wir können andere Spieler auch auf zwei Arten komplett ohne Kampf übernehmen. Doch das erfordert einiges an Arbeit. Wenn wir es schaffen, eine Allianz mit einem KI-Spieler einzugehen und alle nötigen Forschungen haben, können wir den Charakter davon überzeugen, sein Knie zu beugen und sich uns zu unterwerfen. Das erfordert aber ein sehr gutes, diplomatisches Verhältnis.
Lese-Empfehlung: Unsere große Anno-Historie vom ersten bis zum letzten Teil
Und dafür müssen wir Dinge tun, die der Charakter mag. Bei der sehr gläubigen Concordia können wir uns zum Beispiel damit einschleimen, dass wir römische Götter anbeten und unseren Einwohnern bestimmte Waren nicht geben, die sie als sündhaft betrachtet. Außerdem mag sie es nicht, wenn man keltische Bürger in Albion ansiedelt. Und wenn man eine große Flotte, starke Wirtschaft, ein mächtiges Heer und so weiter hat, hinterlässt das ebenfalls Eindruck bei den KI-Spielern.
Stimmt die Beziehung, braucht's zusätzlich aber noch einen großen Batzen Geld und genug positiven Ruf beim Kaiser. Erst dann können wir den KI-Spieler davon überzeugen, für uns zu arbeiten. Dadurch übernimmt man alles, was dieser Spieler hatte, und er wird zum einzigartigen Spezialisten. Wobei das noch nicht alles ist. Während Truppen und Schiffe direkt in unseren Besitz übergehen, werden die Inseln erstmal zu Vasallen - so wie bei einer kriegerischen Übernahme auch. Auf der nächsten Seite erfahrt ihr alles zur PS5-Version von Anno 117, der Religion und unser Fazit samt Wertung.
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- Seite 2 Spezialisten, der Kaiser, Albion
- Seite 3 Kampagne, Spielspaß beim Aufbau, Grafik & Sound
- Seite 4 Forschung, Diagonalbau, Landeinheiten
- Seite 5 Krieg, Schiffe und friedliche Übernahme
- Seite 6 Konsoleneinschätzung, Fazit und Wertung
