Anno 117 gespielt - alles zu Landeinheiten, Diagonalstraßen, Religion, Forschung und mehr!
Special
Lange haben uns die Entwickler warten lassen, doch nun haben wir Anno 117 über zehn Stunden lang endlich gespielt! In unserer Mega-Vorschau erfahrt ihr alles, was ihr wissen müsst!
In der von uns gespielten Partie hat uns der Imperator zum Beispiel um eine sehr große Lieferung Brot gebeten, um bei einer Hungersnot auszuhelfen. Schafft man so einen Auftrag rechtzeitig, gewinnt man Gunst beim Imperator. Was man mit dieser Gunst anstellen kann, wissen wir aber nicht, diese Funktion war leider nicht anwählbar. Wir vermuten dahinter aber eher kleinere Gefälligkeiten wie militärische Hilfe oder Finanzspritzen, wenn man mal knapp bei Kasse ist. Fürs freie Spiel wird man übrigens bei den Einstellungen der Partie einfach wählen können, wer von den beiden Kandidaten den höchsten Posten im Imperium innehaben soll.
Wie gut funktioniert der Diagonalbau?
Beim Bauen fühlt sich Anno 117 schon jetzt richtig gut und sehr vertraut an, wenn man an Anno 1800 gewöhnt ist. All die tollen Komfortfeatures, die für eine großartige Bedienbarkeit sorgen, sind wieder mit dabei. Sei es der Blaupausenmodus oder die Möglichkeit, mit dem Handtool ganze Häuserblocks in Windeseile zu versetzen - alles geht genauso geschmeidig von der Hand wie im Vorgänger. Neu dabei ist eine kleine, aber sehr feine Funktion, die wir in Anno und ähnlichen Spielen nie wieder missen möchten: Wenn wir die Maus mit ausgewähltem Straßenwerkzeug über einen Häuserblock bewegen und dann draufklicken, wird der gesamte Bereich mit Straßen umschlossen. Das ist wahnsinnig komfortabel beim Aufbau von Wohngebieten.
Quelle: PC Games
Diagonal gebaute Gebäude nehmen viel Platz weg.
Nur beim neuen Diagonalbau ist noch Verbesserungspotenzial. In Anno 117 können wir Straßen und Gebäude erstmals auch um 45-Grad gedreht bauen. Dadurch entstehen geschmeidigere Kurven und es wirkt nicht mehr alles so viereckig. Das hat aber den Haken, dass viel offener Raum entsteht, wenn etwa ein gerader Häuserblock auf einen schrägen trifft. Gar nicht gut für unseren inneren Monk.
Hier haben wir die Möglichkeit vermisst, Häuser auch so bauen zu können, dass sie an einer Kante ein dreieckiges Grundstück haben, um ein noch organischeres Stadtbild zu erzeugen. Außerdem ist das Platzieren von Straßen und Gebäuden aktuell noch recht fummelig, wenn das diagonale Bauen aktiviert ist. Wer aber einfach wie gewohnt bauen möchte, kann das Feature jederzeit auch ausschalten.
Grafische Pracht
Ein absoluter Genuss ist dagegen jetzt schon die Grafik von Anno 117. Anno war schon immer ganz vorne dabei, wenn es um die schönsten Aufbauspiele geht - und da wird sich Pax Romana wieder nahtlos einfügen. Die Bürger in der Stadt aber auch auf den Feldern und bei den Betrieben sind wieder schön in Szene gesetzt. Die Inseln sehen jetzt noch ein wenig einzigartiger und natürlicher aus. Und wenn die eigens aufgebaute Stadt im Abendrot der Sonne steht, kommt man nicht umhin, die wunderschöne Szenerie zu bewundern.
Besonders toll kommen die schicken und mit Details versehenen Häuser unserer römischen Stadt im Ego-Modus zur Geltung. Auch diesmal können wir damit gemütlich über unsere Insel schlendern und dem Treiben unserer Bevölkerung zusehen. Easter Eggs wie in Anno 1800 haben wir zwar bisher noch nicht darin entdeckt, aber auch hier lassen sich die Entwickler bestimmt was für Entdecker einfallen.
Fazit und Releasezeitraum
Insgesamt ist unser bisheriger Eindruck von Anno 117 sehr positiv. Viele der Mechaniken wurden entweder gut an das Setting angepasst oder sinnvoll verbessert. Der Forschungsbaum, das neue Bedürfnissystem und einige kleinere Änderungen bieten Spielern mehr Flexibilität, ohne die erprobte Anno-Formel dabei aus den Augen zu verlieren. Allerdings fehlen uns auch noch einige Einblicke. Traditionell waren Landschlachten immer ein Schwachpunkt der Reihe und wie gut die diesmal sind, konnten wir eben noch nicht ausprobieren.
Und wie gut sich Albion und dessen Besonderheiten in das gesamte Spielerlebnis einfügen, können wir aktuell auch nur mutmaßen. Ebenso, wie es mit der Kampagne steht, wie die Langzeitmotivation wird und ob man die ideale Balance zwischen Spieltiefe aber nicht übertriebener Komplexität hinkriegt. Denn seien wir mal ehrlich: Anno 1800 mit allen DLCs war schon echt viel auf einmal.
Das Wichtigste ist aber, dass wir es seit unserer Anspielmöglichkeit gar nicht erwarten können, noch mehr Anno 117 zu spielen! Da werden wir es sehr, sehr schwer haben, die Zeit bis zum geplanten Release im Winter 2025 zu überbrücken. Transparenzhinweis: Ubisoft bezahlte die Reise- und Hotelkosten für den Besuch des Vorschau-Events.
Wenn ihr noch mehr Details zu Anno 117: Pax Romana wissen möchtet oder Fragen habt, dann schaut gern bei Vik im Live-Stream auf Twitch vorbei - dort spricht er am 19.5. ab 20 Uhr ausführlich über seine Spieleindrücke. Außerdem spielt er auf dem Weg zum Release von Anno 117: Pax Romana jedes bisherige Anno. Wenn ihr künftig solche Streams nicht verpassen wollt, folgt am besten dem Kanal.
