Nintendo Wars: Retro-Special zur kultigen Strategie-Serie
Special
Retro-Special zu Nintendo Wars: Nintendo mal anders: kriegerisch, aber auf sehr charmante Weise! In unserem Retro-Special zur Nintendo Wars-Reihe nehmen wir die Reihe unter die Lupe!
Nintendo Wars? Noch nie gehört? Hierunter wird eine Reihe niedlicher Rundenstrategiespiele zusammengefasst, die bereits zu NES -Zeiten Hobbystrategen vor die Bildschirme fesselte. Bis uns Europäern ein Ableger beschert werden sollte, vergingen allerdings noch zig Jahre - erst mit Advance Wars für den Game Boy Advance gab die Reihe 2001 endlich ihr Debüt in der westlichen Welt.
In diesem Artikel
In diesem Special werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Titel der Reihe, deren Spin-offs und Highlights.
Kriegsgeschichte
Quelle: Nintendo
Die Kampfsequenzen werden in knuffiger Optik dargestellt, können aber auch nur eingeschränkt (nur eigene Attacken) oder gar nicht dargestellt werden.
Mit Famicom Wars veröffentlichte Nintendo 1988 japanexklusiv den ersten Teil der Reihe für das NES (in Japan "Famicom" genannt). 1991 folgte Game Boy Wars, 1997 das stark aufgebohrte Remake Game Boy Wars Turbo und 1998 Game Boy Wars 2 - allesamt für den Nintendo Game Boy, die neueren Titel auch für den Game Boy Color. Ebenfalls 1998, also eigentlich sehr spät in der SNES -Ära, wurde für das SNES Super Famicom Wars veröffentlicht, das allerdings nur in Japan und nur über den (erfolglosen) Satelliten-Download-Service Satellaview erhältlich war.
Quelle: Nintendo
In den letzten Missionen von Advance Wars 2: Black Hole Rising bekommt ihr es mit Sturm zu tun, der Meteoriten auf eure Einheiten regnen lässt.
Leider, denn dieses Spiel war dank der besseren Hardware des SNES ein gewaltiger Sprung in Richtung Advance Wars und ist auch heute noch sehr spielenswert. 2001 erschien mit Game Boy Wars 3 für den Game Boy (Color) der letzte japanexklusive Ableger der Reihe, bevor sie mit Advance Wars im selben Jahr ihren Einstand in Amerika und Europa auf dem Game Boy Advance gab. 2003 folgte die nett aufgebohrte Fortsetzung Advance Wars 2: Black Hole Rising auf dem GBA, danach erschienen noch Advance Wars: Dual Strike (2005) und Advance Wars: Days of Ruin (2008) für den Nintendo DS.
Mit Battalion Wars 1 und 2 veröffentlichte Nintendo für den Gamecube und die Wii noch Spin-offs der Reihe, die aber mit dem eigentlichen Gameplay der Serie wenig zu tun haben und nur bedingt überzeugen konnten. Bei den Battalion Wars-Spielen für Gamecube und Wii handelt es sich um Echtzeitstrategiespiele mit Actionelementen, die im Advance Wars-Universum stattfinden. Kurz und schmerzlos - unser Fazit: muss man nicht gespielt haben! Bis auf Game Boy Wars TURBO, 2 und 3 (Hudson Soft) sowie Battalion Wars (Kuju Entertainment) wurden alle Teile der Serie von Intelligent Systems entwickelt, ebenfalls bekannt für die Fire Emblem-Titel. Unser Fokus in dieser Reortage liegt auf den beiden GBA-Teilen, da diese unumstritten die Highlights der Reihe sind, diese geprägt haben und auch heute noch spielenswert (und vor allem auch spielbar) sind.
Kästchenkrieg
Quelle: Nintendo
Die Beschaffenheit des Terrains ist ein nicht zu unterschätzender Faktor –
in Wäldern und Städten sind eure Einheiten besser vor Angriffen geschützt.
Vorab ein paar Worte zur Spielmechanik: Ihr bewegt als K.O. (Kommandierender Offizier) eure Einheiten (siehe Extrakasten rechts) in Runden (Tagen) abwechselnd mit dem Gegner über ein in kleine Quadrate unterteiltes Spielfeld. In der Regel lauten die Missionen, das Hauptquartier des Gegners einzunehmen oder sämtliche gegnerischen Einheiten von der Karte zu fegen - teils auch unter Zeitdruck. Dafür stehen euch unterschiedliche Truppen zur Verfügung - von der einfachen Infanterie über leichte und schwere Kampfpanzer hin bis zum Bomber oder Schlachtschiff.
Die Einheiten verfügen über einen begrenzten Bewegungsradius, haben im Kampf ihre Vor- und Nachteile und benötigen Munition und größtenteils auch Treibstoff. Die Beschaffenheit des Untergrunds spielt außer bei Flugzeugen ebenfalls eine Rolle, beispielsweise können nur Fußsoldaten Gebirge und Flüsse durchqueren, in Wäldern und Städten sind die Einheiten besser im Kampf geschützt. Städte können erobert werden und werfen dann Fonds ab, die ihr für das Bauen neuer Einheiten in Fabriken, Häfen oder Flughäfen benötigt. Zudem werden damit angeschlagene Einheiten repariert, die ihr auf den Feldern eurer Städte und Fabriken platziert.
Auftanken und Nachladen erfolgt ebenfalls auf diesem Weg oder mittels eines Versorgungslasters, dank dem ihr eure Trupps auch fernab freundlicher Gebäude auftanken beziehungsweise nachladen könnt. Einige Missionen werden durch den Kriegsnebel erschwert, sodass ihr nur über eine eingeschränkte Sichtweite verfügt und eure Einheiten direkt neben Wäldern oder Riffen stehen müssen, um Gegner darin zu entdecken. In späteren Maps müsst ihr zudem auf Laser oder Kanonen achten, was zusätzliches taktisches Gespür erfordert und für taktische Abwechslung sorgt. Und auch das Wetter und letztendlich das Glück beeinflussen den Verlauf der Kampfhandlungen.
Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt dabei die Wahl eures K.O.s, da diese über verschiedene Eigenschaften und Specials verfügen, die richtig eingesetzt spielentscheidend wirken können. In den Kampagnen der GBA-Advance Wars spielt ihr beispielsweise als Andy, dessen Einheiten Allrounder sind und keine signifikanten Schwächen oder Stärken aufweisen. Seine Specials, die Andy wie alle anderen K.O.s über erfolgreiche Gefechte auflädt, reparieren angeschlagene Einheiten in zwei Stufen. Kids Fernwaffen feuern generell ein Feld weiter als die der anderen K.O.s, mit seinen Spezialkräften steigert er deren Reichweite noch zusätzlich.
