CPU-Kaufberatung: X570 für Ryzen 3000 nötig?

Special Antonio Funes
CPU-Kaufberatung: X570 für Ryzen 3000 nötig?
Quelle: PC Games Hardware

AMDs neue Ryzen 3000er-Serie ist seit Kurzem auf dem Markt. Darunter sind sechs CPUs mit der neuen Zen 2-Architektur. Mit dem Ryzen 5 3600 scheint es einen Preiskracher für Gamer zu geben, aber auch für anspruchsvolle Anwender gibt es CPUs mit bis zu 32 Threads. Wir analysieren die neuen Prozessoren und bieten zudem eine allgemeine Kaufberatung.

Ryzen 3000: X570 nötig oder nicht?

Im aktuellen Fall beim Sockel AM4 (AMD) und den neuen Ryzen 3000er-CPUs sind zwar auch alte Chipsätze für die neuen CPUs geeignet.

Man muss aber zuerst das BIOS des Mainboards updaten, sofern das gekaufte Mainboards nicht brandneu aus der Fabrik kommt und bereits ein passendes BIOS bietet. Ist das BIOS zu alt, dann bekommt man nur ein schwarzes Bild und ist ohne ein älteres CPU-Modell aufgeschmissen ist. Daher fragen sich viele Nutzer, ob sie für einen Prozessor wie den Ryzen 5 3600 unbedingt ein X570-Mainboard benötigen. Diese Frage ist nicht unwichtig, denn entsprechende Mainboards sind ungewöhnlich teuer. Nur wenige Modelle kosten unter 200 Euro, manche überschreiten gar die 500 Euro-Grenze. Auf der anderen Seite gibt es viele gute Mainboards mit einem B450- oder X470-Chipsatz schon unter 120 Euro.

Wir können an dieser Stelle den Bedenken viel Luft aus den Segeln nehmen. Denn AMD bietet offiziell einen Service an, bei dem ihr eine CPU von AMD erhaltet, mit der ihr das Update durchführen könnt. Ihr müsst die CPU lediglich spätestens nach 10 Tagen wieder zurücksenden - wir berichteten ja bereits über den Service. Zu beachten ist dabei eine Liste mit Mainboards, die für diesen Vorgang in Frage kommen. Eine andere Option ist der Kauf eines Mainboards mit einer BIOS Flashback-Funktion, mit der sich das BIOS per USB-Stick - und ohne dass CPU und RAM eingebaut werden müssen - updaten lässt.

Gigabyte X570 Aorus Elite - für gut 200 Euro eine eher günstiges X570-Platine Quelle: Gigabyte Gigabyte X570 Aorus Elite - für gut 200 Euro eine eher günstiges X570-Platine Vor allem Platinen von MSI bieten dieses Feature - trotzdem sind derzeit weniger als 20 Modelle auf dem Markt, die über eine Flashback-Option verfügen. Auf einen oft teuren Updateservice vom Händler könnt ihr aber auch dank des AMD-Services verzichten. Denn ein Update durch den Händler kann gerade dann, wenn es euch um die Preisklasse von 80 bis 120 Euro und nicht um ein Enthusiasten-Mainboard geht, den Gesamtpreis um 30 bis 50 Prozent erhöhen. Im Einzelfall gilt es allerdings, sich trotzdem über die genaue Eignung eines Mainboard-Modelles zu informieren. Denn die neuen X570-Mainboards sind zum einen wegen PCIe4.0, zum anderen aber auch wegen der für starke Ryzen 3000er-CPUs nötigen Spannungswandler teurer als B450- oder X470-Modelle. Es kann daher im Einzelfall passieren, dass ein Ryzen 3000er-Prozessor vor allem beim Boost-Takt trotz BIOS-Update nicht auf seine volle Leistung kommt. Es ist allerdings gut möglich, dass die kleinen Einschränkungen durch weitere Updates behoben werden. Betroffen sind dabei zudem eher die relativ stromhungrigen Ryzen 3000er-CPUs - so rät MSI beispielsweise sogar bei vielen seiner Mainboards mit B450- oder X470-Chipsatz davon ab, einen Ryzen 9 einzusetzen, und bei den kleineren Ryzen-Modellen sieht es in Sachen Übertaktung zumindest derzeit noch eher schlecht aus.

  1. Seite 1 Ryzen 3000: Einleitung, Modelle und Technik
  2. Seite 2 Ryzen 3000: Leistungsanalyse
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