Ryzen 3000: Leistungsanalyse
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AMDs neue Ryzen 3000er-Serie ist seit Kurzem auf dem Markt. Darunter sind sechs CPUs mit der neuen Zen 2-Architektur. Mit dem Ryzen 5 3600 scheint es einen Preiskracher für Gamer zu geben, aber auch für anspruchsvolle Anwender gibt es CPUs mit bis zu 32 Threads. Wir analysieren die neuen Prozessoren und bieten zudem eine allgemeine Kaufberatung.
Leistung Ryzen 3000: Preis-Leistungs-Sieger
Wir haben viele Tests von Hardware-Websites statistisch analysiert und somit eine durchschnittliche Leistung ermittelt. Bei CPUs legen Tester natürlich auch viel Wert auf die Leistung außerhalb von Games.
In diesem Artikel
Wir konzentrieren uns hingehen auf die Gaming-Leistung. Auch zwei Tests unserer Kollegen der PC Games Hardware waren in unserer Analyse mit dabei, und zwar der Test zum Ryzen 5 3600 sowie ein Test, in dem der Ryzen 7 3800X sowie der Ryzen 9 3900X gegen einen Core i9-9900K antraten.
Schwierig bei unserer Analyse war die Tatsache, dass häufig nur maximal zwei der neuen CPUs getestet wurden. Auf der anderen Seite kann man aber davon ausgehen, dass bei Zen 2-CPUs mit einer gleichen Anzahl an Kernen und Threads der Unterschied gut am Takt zu erkennen ist: Ist der Takt beispielsweise um 10 Prozent höher, kann man bis zu zehn Prozent Mehrleistung erwarten. Wir ordnen die neuen Ryzen 3000er-CPUs mit der Zen 2-Architektur wie folgt ein - die Spieleleistung betrifft Auflösungen bis Full-HD (1920 mal 1080 Pixel):
- Der Ryzen 5 3600 (210 Euro) kann sich in Spielen um einige Prozentpunkte vor den etwas teureren Ryzen 7 2700X, das bisherige Topmodell für den Sockel AM4, setzen. Intels Core i7-8700K liegt ein wenig vor dem Ryzen 5 3600, kostet dabei aber auch etwa 150 Euro mehr. Die meisten Core i5-Modelle von Intel können mit dem Ryzen 5 3600 nicht mithalten.
- Der Ryzen 5 3600X ist entsprechend seinem Mehrtakt etwas schneller als der Ryzen 5 3600, wobei der aktuelle Aufpreis von 50 Euro aber zu hoch ist.
- Der AMD Ryzen 7 3700X liegt ein wenig vor dem Intel Core i7-8700K und erreicht fast exakt die Spieleleistung des deutlich teureren Ryzen 9 3900X.
- Für den Ryzen 7 3800X gilt, dass er nur wenig schneller ist als der Ryzen 7 3700X - der Aufpreis von 90 Euro ist daher zu hoch.
- Intels Sockel 1151 v2-Topmodell, der Core i9-9900K für 490 Euro liegt etwa sieben Prozent vor dem Ryzen 7 3700X, der etwa 340 Euro kostet. Im Vergleich zum weniger als halb so teuren Ryzen 5 3600 beträgt der Vorsprung des Core i9-9900K etwa 10 Prozent.
- Sobald die Grafikkarte an Relevanz gewinnt, zum Beispiel bei höheren Auflösungen, sind die neuen Zen 2-CPUs quasi gleichauf. Die Sockel 1151 v2-Prozessoren können sich in diesem Fall nicht mehr absetzen.
- In Mulitcore-Anwendungen liegen die neuen Ryzen-Modelle klar vor gleichteuren Intel-Varianten, ansonsten liegen die Ryzen 5- und 7-Modelle mit CPUs wie dem Intel Core i7-8700K auf einem ähnlich hohen Niveau, nur der Core i9-9900K kann sich etwas vom Ryzen 9 3900X absetzen - allerdings ist letzterer in Multicore-Anwendungen wiederum weit vor Intels Top-Modell.
Interessant ist auch der Strombedarf, denn die neuen Zen 2-CPUs sind sehr effizient.
Quelle: PC Games Hardware
Ryzen 5 3600
Intel liegt zwar bei Last im Durchschnitt ein wenig vorne, aber der Abstand ist sehr gering - zum Beispiel benötigt der in Spielen im Vergleich zu einem Ryzen 3600 ein wenig schnellere Core i7-8700 etwa drie Watt weniger - bis sich aber der Preisaufschlag von 150 Euro bei den Stromkosten rentiert, müsste der PC über 75 Jahre lang jeden Tag sechs Stunden bei voller Last arbeiten. Wichtig bei den neuen Ryzen-CPUs der Generation Zen 2: Nur der ebenfalls neue X570-Chipsatz ist ab Werk zu 100 Prozent kompatibel - bei den älteren Chipsätzen gibt es nach einem BIOS-Update mit den Chipsätzen B450 und X470 keine Probleme, bei 300er-Chipsätzen ist es modellabhängig. Zum Thema Mainboards kommen wir aber auf der folgenden Seite, denn die Mainboard-Wahl ist beim CPU-Kauf ebenfalls sehr wichtig.
