eFootball 2022: Auch das 1.0.0-Update ist eine Farce - Seite 3
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Mit dem Update 1.0.0 soll eFootball 2022 den Ruf als Spielegurke des Jahres 2021 wettmachen. Wir haben uns den umfangreichen Patch einmal genauer angesehen.
Noch schlimmer ist es allerdings, wenn unsere Spieler Befehle nicht ausführen oder schnurstracks am Ball vorbeilaufen, obwohl dieser nicht einmal einen Meter an ihnen vorbeikullert. Anstatt zu versuchen, mit einem Schritt in Ballbesitz zu gelangen, lassen sich die Spieler nicht anwählen und schauen dem Ball nur traurig hinterher. Und das passiert so häufig, dass absolut kein Spielspaß aufkommt.
Das Spieltempo ist zudem viel zu langsam. Wenn wir mit dem FC Bayern gegen Manchester United antreten, fühlt es sich so an, als würden zwei Teams aus der sechsten isländischen Liga gegeneinander spielen. Die Bewegungen und die Passgeschwindigkeit wurden zwar angeblich angepasst, große Unterschiede zum vorherigen Gameplay gibt es aber nicht. eFootball (jetzt kaufen 49,99 € ) war spielerisch in einem miserablen Zustand, dass es fast eine Kunst ist, dass es den Entwicklern in einem halben Jahr nicht gelungen ist, hier deutliche Verbesserungen nachzuliefern. Die Verbesserungen fallen so geringfügig aus, dass es nach wie vor mehr Spaß macht, ein Pro Evolution Soccer von vor zehn Jahren zu zocken.
In diesem Artikel
Keine Augenweide
Quelle: PC Games
Affenarme und Giraffenhälse: An den Proportionen der Spieler hat Konami in den letzten sechs Monaten wohl nicht gearbeitet.
Immerhin, die Gesichtsanimationen der Kicker wirken nicht mehr ganz so furchteinflößend wie noch vor dem großen Update. Schön sieht die Simulation aber noch immer nicht aus. Manchmal ziehen unsere Spieler eine Fratze als hätte man ihnen den nahenden Friseurbesuch gestrichen.
Die Proportionen der Fußballer stimmen ebenfalls nach wie vor nicht. Wenn sich Spieler beim Aufwärmen strecken oder vor einer Partie den Zuschauern zuwinken, fällt ganz besonders auf, dass die Arme im Verhältnis zum restlichen Körper viel zu lang sind. Jeder Orang-Utan wäre stolz auf so eine Spannweite.
Auch die restliche Optik bleibt unverändert schlecht. Der Rasen sieht von Weitem aus wie eine grüne Fläche ohne einzelne Grashalme, und der Pixelbrei auf den Zuschauerrängen gibt uns PlayStation-1-Flashbacks.
Quelle: PC Games
In Zweikämpfen können wir seit dem Update nun einen Schulterrempler einsetzen, um in Ballbesitz zu kommen.
Das deutsche Kommentatoren-Duo Hagemann und Küpper nervt auch schon nach den ersten 30 Minuten. Wenn unser Stürmer zum 1:0 trifft und die beiden das ganze Spiel über von einem Eigentor sprechen, ist das vielleicht ja noch verschmerzbar, doch die Sprüche wiederholen sich permanent und sind daher unerträglich.
Stadion-Feeling kommt auch nicht auf. Zwar gibt es offizielle Fan-Gesänge, doch größtenteils herrscht in den vollbesetzten Arenen eine Stimmung auf Testspiel-Niveau. Und zwar ein Testspiel zwischen dem FC Buxtehude und der Borussia Castrop-Rauxel.
Update 1.0.0 ist also nicht weniger als eine Farce. Was Konami aus der ehemals besten Fußball-Simulation innerhalb kürzester Zeit gemacht hat, erinnert an ehemalige Traditionsvereine, die mittlerweile ums Überleben kämpfen. Normalerweise würden wir uns daher für einen Lizenzentzug stark machen. Aber naja, dazu müsste Konami ja erst einmal Lizenzen besitzen.
