eFootball 2022: Wie Konami die PES-Reihe auch mit dem Update 1.0.0 immer weiter ruiniert
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Am 30. September 2021 brachte Konami eFootball 2022 auf den Markt, mit Free2Play-Modell. Mit dem Update 1.0.0 soll die Fußball-Simulation nun ihren Ruf als Spielegurke des Jahres 2021 wettmachen. Wir haben uns den umfangreichen Patch angesehen und gratulieren Konami zum nächsten Tiefpunkt.
Lange Zeit kämpfte die Pro-Evolution-Soccer-Reihe mit FIFA um die Vorherrschaft auf dem virtuellen Rasen. Völlig zurecht bezeichneten viele Spielerinnen und Spieler die Fußball-Simulationen aus dem Hause Konami als die bessere Umsetzung des realen Sports. Im letzten Jahr veränderte der japanische Entwickler und Publisher das Konzept hinter ihrem Bolzplatz-Spektakel aber drastisch und setzt nun auf ein Free2Play-Modell mit geplanten Mikrotransaktionen.
Das Ergebnis heißt eFootball 2022. Die Fußball-Simulation schaffte es, auf allen Plattformen komplett zu floppen und entwickelte sich zum vielleicht schlechtesten Spiel des Jahres 2021. Auf Metacritic steht das verhasste Projekt nach wie vor bei einem Metascore von lediglich 25. Das ebenfalls in die Kritik geratene Battlefield 2042 schneidet mit einer Wertung von 68 dagegen vergleichsweise gut ab. Bei Steam sieht die Sache ganz ähnlich aus: Nur 15 Prozent aller Nutzerrezensionen fallen mittlerweile positiv aus, im letzten Jahr galt die Fußball-Simulation mit lediglich neun Prozent positiver Bewertungen dort als das mieseste Spiel aller Zeiten.
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Jetzt wird alles besser ... oder nicht?
Quelle: PC Games
Zumindest die Spieler von Manchester United haben Grund zum Jubeln. Für Fans von Pro Evolution Soccer gibt es dagegen keinen Grund zur Freude.
Nach über sechs Monaten der Feinjustierung verspricht Konami mit Update 1.0.0 nun ein deutlich besseres Spielgefühl, mehr Umfang und vor allem weniger Bugs. Doch schon vor der ersten Partie geht es mit den Enttäuschungen weiter.
Bereits die Einführung in den neuen Dreamteam-Modus, der im Grunde so funktioniert wie EAs Ultimate-Team-Pendant, ist so bieder, jedes Mauerblümchen glänzt dagegen mit Ausstrahlung. Wie auch in FIFA erspielen wir uns durch das Abschließen von Begegnungen Münzen, durch die wir wiederum unsere Mannschaft verbessern können.
Natürlich lässt sich das System auch mit Echtgeld finanzieren. Das Eurozeichen im Logo ist schließlich Programm. Den Shop können wir allerdings erst zum Start der ersten Saison am 21. April einsehen. Mit eFootball-Punkten tauschen wir außerdem Spieler oder Trainingsgegenstände. Allerdings brauchen wir dafür wiederum eine Konami ID, sonst funktioniert der Handel schon mal gar nicht.
Wir bezweifeln außerdem von Grund auf, dass sich das ganze Online-Modell für Konami noch rentieren wird. Denn ob es die gefühlt drei verbliebenen Fans schaffen, so viel Geld in das Spiel zu pumpen, dass nach der verpatzten Veröffentlichung noch etwas für den japanischen Entwickler abspringt, bleibt abzuwarten.
Quelle: PC Games
Im Dreamteam-Modus geben wir erspielte oder gekaufte Münzen aus, um bessere Spieler und einen besseren Trainer für unsere Elf an Land zu ziehen.
Schon am Launch-Tag des Updates hatten wir Probleme, einen Gegner im Online-Bereich zu finden. Das spricht nicht gerade für eine hohe Spielerzahl. Dazu kommen noch Ruckler und Verbindungsabbrüche, wenn wir dann doch einmal eine Partie zum Laufen bekommen.
Umfang des Grauens
Neben Dreamteam steht uns noch der Authentic-Team-Modus zur Verfügung. Was dieser stinknormale Probespiel-Modus mit Authentizität zu tun hat, bleibt ein Rätsel. Seit dem Release Ende September hat sich hier kaum etwas getan. Nach wie vor wählen wir aus neun Mannschaften und treten gegen die KI oder einen menschlichen Gegner an.
Neben dem FC Bayern München sind weiterhin vier europäische und vier südamerikanische Clubs mit von der Partie. Zumindest die Stadien von River Plate, Flamengo und Co. haben es mittlerweile auch ins Spiel geschafft. So können wir insgesamt in zehn Arenen - neun offiziellen und einer von Konami entworfenen - antreten.
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