Welcher Partei sollen Spielefans bei der Bundestagswahl ihre Stimme geben? Wir haben den großen Parteien Zocker-Fragen gestellt. Jetzt sind die Piraten dran - hier die Antworten!
Eines ist klar: Wählen ist wichtig! Deswegen präsentieren wir euch pünktlich zur Bundestagswahl 2009 unser Wahl-Special Cynamite wählt! Wir haben den renommierten deutschen Parteien einen Fragenkatalog zukommen lassen, der sich mit den Themen beschäftigt, die uns interessieren: Videospiele, Internet, Zensur - Was haben die großen Parteien zu diesem Themenfeld zu sagen?
Wir haben den zehn Fragen umfassenden Katalog an die Vertreter der Parteien gesendet: CDU, SPD, FDP, Grüne, Linke und die im Internet geradezu unübersehbare Piratenpartei haben die Fragen erhalten. Außerdem haben wir den Parteien darüber hinaus noch einzelne, spezielle Fragen zukommen lassen, die über die zehn Fragen hinausgehen.
Hier geht's zu Teil 1 des Wahlspecials mit den Fragen an die CDU.
Hier findet ihr die Antworten der SPD
Die FDP steht hier Rede und Antwort
Den Standpunkt der Grünen lest ihr hier
Hier lest ihr die Statements der Linken
Quelle: flickr.com
Jetzt geht unser Wahl-Special weiter mit den Antworten der Piratenpartei:
1. Ist Ihre Partei der Meinung, dass man Videospiele selbst gespielt haben muss, um sie einschätzen zu können?
Piraten: Als Grundlage von Diskussionen über das Thema Videospiele sehen wir persönliche Erfahrungen als notwendig an. Um Eltern, Skeptikern und Pädagogen einen Einblick in die Welt der Videospiele zu geben, wurde von der Piratenpartei deshalb das "Treffen der Generationen" am 19.09. in Wuppertal organisiert. Neben Diskussionsrunden und Referaten wurde Nichtspielern die Möglichkeit geboten, Computerspiele auszuprobieren. Solche Treffen fördern das Verständnis und bauen Missverständnisse ab, dies sind Grundlagen, um vernünftige Entscheidungen fällen zu können.
2. Ist der deutsche Jugendschutz ausreichend?
Piraten: Wie bei vielen Problemen unserer Gesellschaft mangelt es nicht an Gesetzen, sondern an deren Umsetzung. Genau genommen ist die Umsetzung selbst, der eigentliche Jugendschutz!
Die Piratenpartei sieht durch Bildung, außerschulische Aktivitäten und aktive Teilnahme an gesellschaftlichen Themen von Jugendlichen mehr Möglichkeiten, diese zu Selbstverantwortung und verantwortliches Handeln anzuleiten.
Wenn, anstatt auf die Probleme der Jugend einzugehen und einen Dialog zu suchen, die Jugendkultur von Computerspielen bis Emo-Musik dämonisiert und kriminalisiert wird, kann es zu keinerlei positiven Ergebnissen kommen.
3. Was sagt Ihre Partei zum Thema Herstellungs- und Verbreitungsverbot von Videospielen?
Piraten: Wir lehnen solche Vorschläge klar ab. Dazu gibt es auch eine offizielle Stellungsnahme der Partei. Neben den technischen Maßnahmen, die für die Durchsetzung eines Verbreitungsverbots nötig wären und die im Endeffekt auf Zensur herauslaufen, empfinden wir es als absolut realitätsfern, Videospiele - und damit einen nicht unbedeutenden Teil der Jugendkultur - als Sündenbock zu benutzen und dabei viel schwerwiegendere Probleme zu ignorieren.
4. Was hält Ihre Partei von der Petition gegen ein Verbot von Action-Computerspielen?
Piraten: Viele Piraten haben diese Petition unterzeichnet. Sowohl dem Inhalt der Petition als auch deren Begründung stimmen wir weitgehend zu.
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