Weil Nordkoreaner buddeln gehen, müsst Ihr die Welt retten. Vor buddelnden Nordkoreanern. Und ausgebuddelten Aliens.
Das wird ein Kinderspiel", sagt Aztec. Hochtrabende Worte für jemanden, der gerade mit ein paar hundert Sachen dem philippinischen Meer entgegensaust, wo ihm eine bis zum Hals bewaffnete Armee an die Nanosuit will. Besagte Armee gehört zu Nordkorea und hat vor nicht allzu langer Zeit ein Archäologenteam hopps genommen. Besagtes Team wiederum hat auf einer lauschigen Pazifik-Insel etwas gefunden, das bei der Achse des Bösen gar nicht knuffig aufgehoben wäre. Also schicken die USA den Raptor-Trupp vorbei.
Mit an Bord: Prophet, Jester, Psycho, Aztec – und Sie. Wie es sich für eine ordentliche Spezialeinheit gehört, springen die fünf Jungs natürlich mit dem Fallschirm ab. Und wie es sich für einen ordentlichen Spannungsbogen gehört, geht das Ganze natürlich gründlich in die Hose. Ein Schirm – Ihrer – öffnet sich nicht und Sie plumpsen unsanft ins Wasser. Da trifft es sich ganz ausgezeichnet, dass Sie eine Nanosuit tragen; ansonsten hätte "Crysis" schon zu Beginn seine erste Krise: Tod des Protagonisten.
So allerdings kommen Sie nochmal mit dem Schrecken davon. Und dürfen sich gleich an die erste Mission machen: Aufsammeln der restlichen Team-Kameraden. Jester ist schnell gefunden. Von Aztec hingegen fehlt jede Spur. An seinem Landepunkt finden Sie lediglich eine zerfetzte koreanische Patrouille – und sehr, sehr viel Blut. "Das gefällt mir nicht", sagt Jester. Vorsichtig arbeiten Sie sich weiter durch den dunklen Dschungel … und stoßen schließlich auf Aztec. Besser gesagt: Auf das, was von Aztec übrig ist. Seine Leiche hängt kopfüber an einem Baum und sieht aus, als habe er versucht, eine startende Boeing mit den Händen zu stoppen. "Das wird ein Kinderspiel"? Nun, da lag Aztec wohl etwas daneben ...
