Crysis: Unsere Review des Edel-Shooters

Test Jochen Gebauer

Weil Nordkoreaner buddeln gehen, müsst Ihr die Welt retten. Vor buddelnden Nordkoreanern. Und ausgebuddelten Aliens.

Unsichtbar und mit Schalldämpfer

Crysis: Unsere Review des Edel-Shooters Neben dem taktisch klugen Vorgehen ist der richtige Einsatz Ihrer Nanosuit der Schlüssel zum Erfolg. Vier Spezialfähigkeiten lassen sich über den Anzug aktivieren: ein Geschwindigkeits-Boost, ein Stärke-Boost, temporäre Unsichtbarkeit und ein Schildmodus. Während die Geschwindkeits- und Stärke-Funktionen nur sporadisch benötigt werden (etwa um Fersengeld zu geben oder eine erhöhte Plattform zu erreichen), ist der Schildmodus ein absolutes Muss; damit laden Sie nämlich Ihre Lebensenergie im Handumdrehen wieder auf.

Der Tarnmodus wiederum ist unerlässlich, um feindliche Stützpunkte zu infiltrieren und das weitere Vorgehen zu planen. Eine effektive Taktik besteht beispielsweise darin, die Wachen an einigen Schlüsselstellen gezielt auszuschalten – unsichtbar und mit Schalldämpfer.

Apropos Schalldämpfer: Das Waffenarsenal dürfen Sie im weiteren Spielverlauf mit etlichen Gimmicks upgraden. Ob Sie nun Ihre Maschinenpistole per Sniper-Zielfernrohr zum Behelfs-Präzisionsgewehr umbauen oder Ihrer Minigun einen Laserpointer spendieren – nicht alles ist nützlich, aber fast alles ist möglich. Ein bisschen Grips gehört allerdings dazu; wer die Schrotflinte mit einer Taschenlampe höhlentauglich macht, der sollte auch daran denken, die Lampe wieder zu entfernen, bevor er unsichtbar an ein paar Koreanern vorbeischleichen will – der Lichtstrahl fällt nämlich auf …

Angriff rückwärts

Crysis: Unsere Review des Edel-Shooters Überhaupt fällt der KI so einiges auf: Geräusche, tote Kameraden, Amerikaner, die in komischen Anzügen durch den Dschungel krabbeln. Die computergesteuerten Feinde reagieren in der Regel äußerst clever, rufen um Hilfe, verschanzen sich hinter Kisten, warten auf Verstärkung, klettern in Fahrzeuge und hinter stationäre MGs. Ein paar Aussetzer gab es in unserer Testversion trotzdem: Bisweilen liefen die Koreaner netterweise rückwärts auf uns zu. Bis zum Release will Crytek diese Probleme aber im Griff haben.

Auch die Steuerung gibt sich keine Blöße. "Crysis" geht flott von der Hand, der Zugriff auf die Spezialfähigkeiten klappt wunderbar. Einziger Wermutstropfen: Munition und gegnerische Waffen müssen Sie mühsam per Hand und Tastendruck aufsammeln. Das kann gerade in den Dschungel-Levels zu einer echten Qual werden – zwischen den Bäumen, Gräsern und Sträuchern gehen Pistolen nämlich verflixt schnell verloren. Auch wenn’s realistisch ist: Dem Spielfluss würde ein automatisches Aufnehmen beim Drüberlaufen wirklich gut tun.

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