Gerade beim Schwierigkeitsgrad wird schnell deutlich, dass Nintendo diesmal bewusst einen anderen Weg einschlägt als bei früheren Yoshi-Spielen.
Auf dieser Seite
Witzig ist, dass jede neue Kreatur, die ihr entdeckt, auch von euch individuell benannt werden kann. Seid ihr nicht so kreativ, könnt ihr euch aber auch von Enzo einen Namen vorschlagen lassen.
Besonders stark ist dabei der Wiederspielwert der Levels. In den seltensten Fällen werdet ihr beim ersten Besuch alle Geheimnisse entdecken. Zusätzlich informiert euch Enzo hin und wieder darüber, dass sich in bereits erkundeten Gebieten etwas verändert hat. Genau das motiviert immer wieder dazu, ältere Levels erneut zu besuchen und weitere Geheimnisse aufzudecken.
Schwierigkeitsgrad & Zielgruppe: Cozy statt knallhart
Yoshi and the Mysterious Book ist in jedem Fall ein äußerst einsteigerfreundliches Spiel. Das beginnt bereits bei einer der größten Besonderheiten. Yoshi besitzt diesmal nämlich keine klassische Lebensanzeige und nimmt grundsätzlich keinen Schaden. Selbst wenn ihr in einen Abgrund fallt, werdet ihr einfach wieder zurückgesetzt. Ein Game Over gibt es also nicht.
Quelle: .PC Games
Yoshi ist unverwundbar. Selbst beim Sprung ins Feuer geht er nicht K.O.
Als klassischer Plattformer fällt das Spiel dadurch insgesamt ziemlich leicht aus. Gerade erfahrene Plattformer-Fans dürften dadurch schnell das Gefühl bekommen, dass dem Spiel ein wichtiger Spannungsfaktor fehlt.
Die eigentliche Herausforderung liegt aber vielmehr in der Erkundung der Levels und dem Vervollständigen von Enzos Buchseiten. Wer wirklich jedes Geheimnis, jedes Verhaltensmuster und alle versteckten Informationen entdecken möchte, muss deutlich genauer hinschauen und intensiv mit den verschiedenen Kreaturen experimentieren. Hier sei aber auch gesagt, dass nicht jede Entdeckung gleichermaßen spannend ist.
Quelle: PC Games
Gut umschauen lohnt sich! Auch in Yoshi and the Mysterious Book könnt ihr in jedem Level wieder Grinseblumen finden.
Genau deshalb fühlt sich Yoshi and the Mysterious Book auch weniger wie ein traditionelles Mario-Jump-'n'-Run an, sondern eher wie ein cozy Plattformer mit kleinen Rätsel- und Entdeckungselementen. Für Spieler, die gerne alles auf 100 Prozent abschließen, kann das durchaus anspruchsvoll werden.
Wer allerdings ein klassisches Yoshi-Spiel wie Yoshi's Island oder die letzten Ableger erwartet, dürfte zunächst überrascht oder vielleicht sogar enttäuscht sein. Trotz vieler vertrauter Gameplay-Mechaniken verfolgt Nintendo diesmal einen komplett anderen Ansatz. Nicht jeder wird mit dem gemächlichen Spieltempo etwas anfangen können.
Das zeigt sich auch bei den Bosskämpfen - oder besser gesagt deren Abwesenheit. Zwar begegnet ihr hin und wieder Bowser Jr. und Kamek innerhalb der Buchseiten, echte Bossfights im klassischen Sinne gibt es jedoch nicht.
Quelle: PC Games
Es sieht zwar ein bisschen so aus wie ein Bosskampf, fühlt sich aber nicht so an, wenn Yoshi keinen Schaden nehmen kann.
Dadurch fehlen dem Abenteuer stellenweise etwas die spielerischen Höhepunkte. Auch wenn wir persönlich ein leichtes Schadenssystem durchaus interessant gefunden hätten, kann man dem Spiel diesen Ansatz nur schwer vorwerfen. Wahrscheinlich würde genau dadurch das entspannte Erkunden und Interagieren mit den Kreaturen nicht mehr so reibungslos funktionieren.
