Yoshi and the Mysterious Book im Test: Klassischer Plattformer? Fehlanzeige!

Test Lukas Bohnau
Yoshi and the Mysterious Book im Test: Klassischer Plattformer? Fehlanzeige!
Quelle: PC Games

Das Herzstück von Yoshi and the Mysterious Book ist allerdings die Erkundung der lebendigen Buchseiten. Genau hier unterscheidet sich das Spiel am stärksten von klassischen Plattformern der Reihe.

Denn jede Kreatur verhält sich unterschiedlich und beeinflusst die Umgebung auf eigene Weise. Manche Wesen aktivieren bestimmte Mechanismen, andere helfen euch dabei, versteckte Wege freizulegen oder auf neue Bereiche zuzugreifen.

Dadurch entwickelt sich schnell ein spielerischer Entdeckerdrang. Manchmal müsst ihr sogar Kreaturen und Gegenstände kombinieren, um neue Verhaltensweisen anzustoßen. Gebt ihr beispielsweise einem Blubborana einen Apfel zu essen, so verändert sich auch die Wirkung seiner produzierten Seifenblasen.

So hüpft ihr durch die offenen 2D-Levels und sammelt neue Informationen für Enzos Buchseiten. Gerade diese Mischung aus klassischem Yoshi-Gameplay und neugierigem Experimentieren verleiht dem Spiel seinen ganz eigenen Charakter.

Die verschiedenen Kreaturen interagieren mit der Umgebung. Dieser Blubborana erzeugt nach dem Verzehr eines Apfels viel größere Seifenblasen als gewöhnlich. Quelle: PC Games Die verschiedenen Kreaturen interagieren mit der Umgebung. Dieser Blubborana erzeugt nach dem Verzehr eines Apfels viel größere Seifenblasen als gewöhnlich.

Erkunden statt einfach nur durchlaufen

Im Vergleich zu klassischen Plattformern geht Yoshi and the Mysterious Book beim Aufbau seiner Welt einen deutlich anderen Weg. Statt einer traditionellen Oberwelt, auf der ihr einfach ein Level nach dem anderen auswählt, dienen Enzos lebendige Buchseiten als zentrale Hubworld.

Hier sucht ihr zunächst mithilfe einer Lupe nach neuen Kreaturen. Habt ihr eine entdeckt, bittet euch Enzo darum, mehr über sie herauszufinden und schaltet dadurch ein neues Level frei. Jedes Gebiet konzentriert sich also auf eine bestimmte Kreatur und ihre Besonderheiten. Das ist nicht nur ein interessanter Ansatz, sondern passt auch thematisch hervorragend zur Idee einer lebendigen Enzyklopädie.

Keine klassische Oberwelt: Statt einfach nur Level auszuwählen, müsst ihr sie erst mal in den Buchseiten finden! Quelle: PC Games Keine klassische Oberwelt: Statt einfach nur Level auszuwählen, müsst ihr sie erst mal in den Buchseiten finden! Auch die Levels selbst unterscheiden sich spürbar von klassischen Yoshi-Spielen. Statt linear aufgebauter Abschnitte erwarten euch eher offene 2D-Bereiche, die zum Erkunden einladen. Ein festes Ziel gibt es dabei oft gar nicht. Meist steht eine größere Entdeckung im Mittelpunkt, bei deren Erreichen ihr das Level abschließen könnt. Das müsst ihr aber nicht zwingend, wenn ihr nicht wollt. Ihr könnt ebenso weiterforschen oder sogar schon vor Abschluss des Levels zurückkehren und eure bisherigen Erkenntnisse in Enzos Buch eintragen lassen.

Natürlich dürfen auch bekannte Sammelobjekte nicht fehlen. Die typischen Grinseblumen sind wieder mit dabei und verstecken sich überall in den Levels. Zusätzlich sammelt ihr Glyphen, mit denen sich Hinweise auf Geheimnisse kaufen lassen.

Für jede neue Entdeckung erhaltet ihr Sterne. Diese benötigt ihr, um neue Kapitel freizuschalten. Quelle: PC Games Für jede neue Entdeckung erhaltet ihr Sterne. Diese benötigt ihr, um neue Kapitel freizuschalten. Für jedes neue Kreaturen-Verhaltensmuster oder versteckte Detail, das ihr entdeckt, erhaltet ihr Sterne. Diese benötigt ihr wiederum, um weitere Kapitel in Enzos Buch freizuschalten und neue Bereiche zugänglich zu machen. Dadurch entsteht ein motivierender Erkundungs-Kreislauf, der perfekt zum gemütlichen Spieltempo passt. Wenn ihr dabei gründlich vorgeht, könnt ihr schon relativ früh Zugang zu vielen Kapiteln erhalten.

  1. Seite 1 Ein Abenteuer im Bilderbuch
  2. Seite 2 Klassischer Plattformer? Fehlanzeige!
  3. Seite 3 Entdecken als Herausforderung
  4. Seite 4 Artstyle, Fazit und Wertung
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