Vor einem Jahr läutete Microsofts Xbox360 die nächste Videospiel-Generation ein. Im zweiten Teil unserer Next-Gen-Serie analysieren wir die Technik der Konsole nach heutigen Maßstäben.
In der letzten Ausgabe hatten wir uns angeschaut, welche Wunder ein Highend-PC vollbringen kann. Eines ist klar: Da man ihn jederzeit aufrüsten kann, ist er das zukunftssicherste System. Bei einem Preis von zirka 2.000 Euro jedoch auch das mit Abstand teuerste. Nur einen Bruchteil dessen löhnen Sie für eine Xbox360. Knapp 400 Euro kostet derzeit das Premium-Modell. Wir sagen Ihnen, wie sich der Preisunterschied in der Leistungsfähigkeit niederschlägt.
Prozessor
In der Xbox360 werkelt eine spezielle Variante von IBMs PowerPC-Prozessor. Ähnlich wie bei aktuellen PC-CPUs sitzen dabei auf einem Chip mehrere Prozessor-Kerne, im Falle der Xbox360 sind es drei. Die sind jeweils mit 3,2 GHz getaktet. Zudem ist die CPU mit einem 2 MByte großen Second-Level-Cache ausgestattet.
Leistungsmäßig kann die Xbox360 absolut mit aktuellen Spiele-Rechnern mithalten. Aber: Eine Neuentwicklung für PC, etwa der 2007 erscheinende Ego-Shooter "Crysis", würde die Microsoft-Konsole laut Aussage der Entwickler überfordern. Damit ist zwar nicht gesagt, dass "Crysis" nie auf der Xbox360 erscheinen wird. Allerdings müsste man diese Version speziell anpassen und vor allem abspecken.
Microsoft plant für das Frühjahr 2007, die CPU der Xbox360 statt wie derzeit in der 90-Nanometer-Technologie nur noch mit einer Größe von 65 Nanometern zu fertigen. Dadurch sinken die Produktionskosten, was sich in absehbarer Zeit auch auf den Verkaufspreis der Konsole niederschlagen kann.
