Worshippers of Cthulhu: Guter Anno-Konkurrent mit düsterem Lovecraft-Setting
Special
Anno ist euch zu brav oder zu komplex? Dann holt die Ritualklingen raus und macht die Opfergaben bereit - in Worshippers of Cthulhu baut ihr euer Inselreich auf, um die alten Götter zufriedenzustellen.
Der große Erfolg von Anno 1800 hat offenbar großen Eindruck beim polnischen Entwicklerstudio Crazy Goat Games hinterlassen. Das hat dieses Jahr nämlich nicht nur ein klar von Anno inspiriertes Aufbauspiel in petto, sondern direkt zwei. Seit Juni könnt ihr in Republic of Pirates ein lauschiges Plätzchen für Piraten aufbauen. Und seit dem 21. Oktober geht der Aufbauspaß der Sorte Anno im Early Access von Worshippers of Cthulhu direkt weiter.
In diesem Artikel
Wie der Name verrät, errichten wir einen Kult, der dem alten Gott Cthulhu dient und ihn ultimativ wiederbeleben will. Als Hohepriester des Kults besiedeln wir dafür Inseln, errichten Siedlungen und Produktionsketten, stellen unsere Anhänger zufrieden, opfern hin und wieder ein paar von ihnen in uralten Ritualen und erobern die Inselregion im Namen des alten Gottes. Wir haben die Early-Access-Version des Aufbauspiels auf Hörner und Tentakel abgeklopft und verraten euch, wieso hier eine gute Anno-Alternative geboten wird.
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Aktuell können wir unsere Hingabe an Cthulhu in zwei Story-Levels und einem Nebenlevel unter Beweis stellen. Später sollen noch ein drittes Story-Kapitel, weitere Nebenkarten sowie ein Endlosmodus dazukommen. Zunächst steht verpflichtend die erste Story-Mission an, die gleichzeitig als Tutorial dient. Wer irgendein Anno gespielt hat, wird sich aber ohnehin sehr schnell zurechtfinden.
Im Kern Anno
Wie man das aus dem Genre kennt, müssen zunächst Produktionen für Baurohstoffe und ein paar Wohnhäuser her. Der Bau geht grundsätzlich gut von der Hand, auch wenn ein paar sinnvolle Komfortfunktionen wie ein Kopierwerkzeug fehlen. Seine Besonderheiten beginnt Worshippers of Cthulhu aber schon kurz darauf auszuspielen. Denn schon auf unserer Startinsel prangt ein großer Krater mit einem riesigen Steinabbild von Cthulhu. Dort bauen wir den ersten von mehreren Altären, um verschiedene Rituale durchzuführen.
Schließlich will unser Gott bei Laune gehalten werden und wir sind gleichzeitig auf seine Gunst angewiesen. An dem Altar erstellen wir daher mit verschiedenen Rohstoffen Ritualschnitzereien, die wir dem großen Übel dann opfern. Je hochwertiger die genutzten Waren, desto besser die Ausbeute für uns.
Quelle: PC Games
Mit der Gunst schalten wir dann immer wieder neue Gebäude frei, um unser Inselreich weiter auszubauen. Von Maisplantagen über Abwehrtürme bis hin zu weiteren Ritualgebäuden ist sämtlicher Aufbaufortschritt direkt an die Gunst Cthulhus geknüpft. Selbst für den Bau einiger Gebäude müssen wir die Gunst investieren. Danach läuft das aber in typischer Anno-Manier ab. Wenn wir unsere Anhänger mit Kutten, Fleisch, Maisbier und anderen Gütern versorgen, sind sie zufriedener, was wiederum ihren Arbeitseifer steigert.
Sind die Leute vollends versorgt, können sie auf höhere Bevölkerungsstufen aufsteigen, die dann ihrerseits in fortgeschrittenen Betrieben arbeiten. Anders als in Anno leben bei uns aber keine großen Menschenmassen, sondern alle Kultanhänger sind in einzelne Familien aufgeteilt, die wir separat den Arbeitsplätzen zuweisen. Hier orientieren sich die Entwickler also mehr an Spielen wie Manor Lords oder Against the Storm.
Arbeitseifer für Cthulhu
Spannend dabei ist, dass jede Familie eine Leidenschaft hat, wo sie am liebsten arbeitet. Stecken wir sie also ins passende Gebäude, verrichten sie ihren Dienst dort mit besonderer Inbrunst. Dadurch sind die Betriebe produktiver und wir erhalten mehr Eifer. Den brauchen wir, um neue Gebäudestufen im Freischaltmenü zu erreichen.
Quelle: PC Games
Mindestens genauso wichtig ist es, darauf zu achten, die Fruchtbarkeiten der verschiedenen Inseln auszunutzen. Prinzipiell können wir zwar alle Waren überall produzieren - zumindest abseits von Bodenschätzen wie Sandstein, Kohle oder Eisen. Aber wenn die Fruchtbarkeit nicht stimmt, brauchen wir mehr Gebäude und Kultisten dafür. Damit also alles möglichst reibungslos läuft, schieben wir regelmäßig Anhänger zwischen den Inseln hin und her. Zum Launch des Early Access gings das nur sehr mühselig durch ständiges Abreißen und wieder Aufbauen von Wohnhäusern. Inzwischen haben die Entwickler aber zügig eine eigene Funktion dafür nachgepatcht. Sehr löblich!
