Windrose gespielt: Schiffskämpfe, Technik und Fazit

Special Michael Grünwald
Windrose gespielt: Schiffskämpfe, Technik und Fazit
Quelle: PC Games

Was sich in der Demo schon abgezeichnet hat, zieht sich auch durch den Early Access: Windrose überzeugt mit Schiffskämpfen und starker Technik.

Schiffe versenken

Ein weiteres Highlight in Windrose sind die Seeschlachten. An unserer Werft können wir drei verschiedene Schiffe herstellen und uns damit auf die sieben Weltmeere begeben. Die meisten Gewässer sind bereits von Kapitän Blackbeard oder anderen Fraktionen beansprucht, wodurch es immer wieder zu Auseinandersetzungen mit deren Crews kommt.

Manchmal beobachten wir sogar Kämpfe von unterschiedlichen Gruppierungen aus sicherer Entfernung. Das sorgt für ordentlich Leben in der Spielwelt. Sobald wir uns mit anderen Schiffen anlegen, können unsere Kanonen seitlich und vom Bug aus abgefeuert werden. Das Gameplay ist sehr arcadig und actionlastig, wie in Black Flag gehalten.

Die Schiffskämpfe erinnern vom Gameplay und der Inszenierung direkt an Assassin's Creed: Black Flag. Es kracht gewaltig und das gehört zum Piraten-Setting dazu. Quelle: PC Games Die Schiffskämpfe erinnern vom Gameplay und der Inszenierung direkt an Assassin's Creed: Black Flag. Es kracht gewaltig und das gehört zum Piraten-Setting dazu. Wir müssen die Kanonen nicht selbstständig wie in Sea of Thieves nachladen, sondern eine Abklingzeit nach den Schüssen abwarten. Im Idealfall heften wir uns an das Heck des feindlichen Schiffes, denn dann ist es uns wehrlos ausgeliefert. Treffer im Heckbereich sorgen außerdem für erhöhten Schaden. Selbst Einschläge an den Segeln bewirken einen Tempoverlust.

Die Seekämpfe sind toll inszeniert und machen sehr viel Spaß. Nachdem wir die gegnerische Ketsch handlungsunfähig geschossen haben, können wir unsere Crewmitglieder zum Entern anweisen. Sobald wir eine bestimmte Anzahl an feindlichen Piraten ausschalten, gehört die Fracht uns und wir lassen das feindliche Schiff zum Kentern zurück.

Sterben wir beim Entervorgang, steht uns meistens ein ziemlich weiter Weg zurück zum Ort der Schlacht bevor. Missionsrelevante Kämpfe auf hoher See können daher ein wenig frustrieren, denn wie von Geisterhand spawnen dort teilweise Schiffe auf ein Neues - hin und wieder auch Pötte, die ein höheres Level besitzen.

Ähnlich wie bei den Aufeinandertreffen auf den Inseln sind auch auf dem Ozean mehr als zwei Feinde für Solospieler kritisch. Im Team können wir uns die Gegner besser zurechtlegen. Auch in dem Punkt zeigt Windrose noch kleinere Schwächen im Balancing, die in der Early-Access-Phase aber zu beheben sein dürften. Trotz der Probleme sind die Schlachten eindrucksvoll und spaßig.

Manchmal ist es in Windrose besser, die Flucht zu ergreifen. Wenn wir eine Armada an Schiffen am Horizont entdecken, sollten wir die eher umschippern. Quelle: PC Games Manchmal ist es in Windrose besser, die Flucht zu ergreifen. Wenn wir eine Armada an Schiffen am Horizont entdecken, sollten wir die eher umschippern.

Die perfekte Welle

Aus technischer Sicht gibt es bereits in der frühen Version kaum etwas zu beanstanden. Das Survival-Spiel ist für die Phase in einem absolut beeindruckenden Zustand. Wir haben keine Abstürze oder größere Bugs entdeckt und selbst nur in ganz seltenen Fällen kurze Ruckler erlebt.

Trotz der immensen Größe der Spielwelt läuft Windrose also einwandfrei und sieht zudem auch noch gut aus. Vor allem die Wolken und Wellen überzeugen mit einer gelungenen Darstellung. Die Charaktere hinken da ein gutes Stück hinterher, was aber absolut verschmerzbar ist.

Das Schaukeln unserer Ketsch bei starkem Wellengang in den Sonnenuntergang tröstet über ein paar teilweise schwammige Texturen hinweg. Die Beleuchtung punktet dabei außerdem mit schicken Lichtspielereien, sobald die Sonne durch die Wolkendecke lugt.

Für eine Early-Access-Version funktioniert Windrose einwandfrei. Uns sind in vielen Stunden Piraten-Action nur wenige Bugs aufgefallen. Quelle: PC Games Für eine Early-Access-Version funktioniert Windrose einwandfrei. Uns sind in vielen Stunden Piraten-Action nur wenige Bugs aufgefallen. Dazu bekommen wir nebenher einen passenden Piraten-Soundtrack, der uns meistens in die richtige Stimmung bringt. Und wenn es die Zeit auf hoher See hergibt, lassen wir unsere Crewmitglieder auf Knopfdruck eben bekannte Seemannslieder wie "Drunken Sailor" anstimmen.

Von der Atmosphäre in Windrose können sich viele fertige Survival-Spiele noch eine Scheibe abschneiden. Bekommen die Entwickler die Balancing-Probleme in der Early-Access-Phase noch in den Griff, gibt es für Fans ein rundum gelungenes Piraten-Abenteuer. Die hohen Spielerzahlen auf Steam sagen schließlich bereits viel über den Erfolg aus.

Meinung

Windrose schippert seit dem 14. April auf dem PC durch den Early Access. Zum Preis von knapp 30 Euro erhalten wir bereits einen gigantischen Umfang und viele Stunden Spielspaß. Ob der Titel in der Zukunft auch für Konsolen erscheint, ist noch nicht bekannt und hängt vermutlich auch vom weiteren Verlauf in der Early-Access-Phase auf dem PC ab.

  1. Seite 1 Einstieg, Story und Survival-Features
  2. Seite 2 Spielwelt, Erkundung und Fraktionen
  3. Seite 3 Gameplay, Bosskämpfe und Solo-Schwierigkeiten
  4. Seite 4 Schiffskämpfe, Technik und Fazit
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