Wind River: Review zum verschneiten Indianer-Thriller

Test Tim Sünderhauf
Wind River: Review zum verschneiten Indianer-Thriller (2)
Quelle: Wild Bunch

Der Wildtierjäger Cory Lampert lebt und arbeitet in einem Indianerreservat im winterlichen US-Bundesstaat Wyoming. Bei einem Streifzug durch die Wälder entdeckt er die Leiche einer Ureinwohnerin und gemeinsam mit einer FBI-Ermittlerin macht er sich im verschneiten Winterwald auf die Jagd nach dem Mörder. Unter dem Regisseur und Drehbuchautor Taylor Sheridan entsteht so ein spannender Thriller mit Jeremy Renner und Elizabeth Olsen in den Hauptrollen.

Der ortskundige Jäger Cory findet im Gebirge eines Indianerreservats eine junge Einheimische vergewaltigt und tot im Schnee. Sie entpuppt sich als beste Freundin seiner Tochter, welche selbst vor drei Jahren einer Gewalttat zum Opfer fiel. Als das FBI die blutjunge Ermittlerin Jane schickt, bittet diese Corey, ihr als Führer und Fährtenleser zu helfen. Für den Vater wird die Suche nach dem Täter zu einer Aufarbeitung seiner Vergangenheit.
Das in Cannes preisgekrönte Thrillerdrama war 2017 der erfolgreichste Indie-Film in den USA. Drehbuchautor Taylor Sheridan begab sich für Wind River (jetzt kaufen 7,99 € ) selbst auf den Regiestuhl und rundet mit diesem seine von ihm geschriebene sogenannte Frontier-Trilogie (Sicario, Hell Or High Water) ab. Dabei führt er diesmal in die verschneite, unwirtliche Bergwelt Wyomings und erzählt eine geradlinige, stellenweise packende Geschichte um Vergeltung und Erlösung. Das alles vor dem Hintergrund einer von Frust und Brutalität geprägten Gesellschaft, die als eine zweiter Klasse behandelt wird.

Fazit:
Melancholische Musik, raue Naturkulisse, Perspektivlosigkeit und Machismo: Ein Thriller, den kein Twist, sondern die Bodenständigkeit prägt.

Wertung zu Wind River

Wertung:

8.0 /10
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