John Wick angeblich nur ein Plagiat: Klage fordert Schadensersatz in Millionenhöhe
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Ist John Wick fake? Die Handlung soll angeblich nur geklaut sein.
Diese Vorwürfe wiegen schwer: Das Drehbuch zu John Wick sei "absichtlich, unverhohlen und ohne Genehmigung plagiiert". In Hollywood braut sich aktuell ein möglicher Gerichtsprozess zusammen. Grund dafür ist der erste Teil von John Wick, dessen Handlung verdächtig nah an einem Drehbuch dran sein soll, das für einen ganz anderen Film geschrieben wurde. Doch der Reihe nach.
Was ist John Wick für ein Film?
Die legendäre John Wick-Reihe ging in zweierlei Hinsicht in die Geschichte Hollywoods ein. Zum einen rettet sie die arg ins Stocken geratene Karriere von Keanu Reeves (Bill und Ted, Matrix) nachhaltig. Außerdem etablierte John Wick im Zeitalter der modernen Superhelden-Blockbuster eine aufwändig, aber handgemachte Art von Action-Kino, die dennoch mit überschaubaren Budgets auskommt.
In John Wick wird die namensgebende Titelfigur, ein Auftragskiller im Ruhestand, von einer Horde Raufbolde heimgesucht, die dessen Hundewelpen töten. Da es sich hierbei um das letzte Geschenk seiner verstorbenen Frau handelte, schaltet John Wick in den Rache-Modus und bahnt sich seinen unaufhaltsamen Weg durch die Verbrechenssyndikate der Stadt. Die Handlung von John Wick basiert auf einem Drehbuch von Derek Kolstad. Und genau das wird aktuell infrage gestellt.
Ist John Wick nur geklaut?
Der Autor J. R. Wicker hat sowohl den Verfasser des Drehbuchs, als auch die Produktionsfirma Thunder Road Film und das Filmstudio Lionsgate auf insgesamt 10 Millionen US-Dollar verklagt. Grund sei eine angeblich viel zu offensichtliche Überschneidung mit einem seiner Drehbücher, das den Titel "Blood for Escobar" trägt.
Auch hier geht es um einen mittelalten Protagonisten, der zu Hause heimgesucht wird und dessen Haustier die Sache nicht überlebt. Wie bei John Wick verfügt der Geschädigte über ein geheimes Waffenarsenal, mit dessen Hilfe er eine Verbrecherorganisation auseinander nimmt und den finalen Bösewicht schließlich in einem Nachtklub stellt.
Auch der im Film nicht ganz unwichtige Ford Mustang von John Wick, soll im Drehbuch von "Blood for Escobar" vorkommen. Kann das wirklich stimmen? Eine Kopie des Original-Drehbuchs soll laut Ankläger über einen Autorenwettbewerb in die Hände von Derek Kolstad gelangt sein. J. R. Wicker trat bislang hauptsächlich als Autor von Low-Budget-Filmen in Erscheinung. Copyright-Klagen sind in Hollywood nichts Neues.
Bevor es tatsächlich zur Verhandlung kommt, muss erst noch eine Jury darüber urteilen, ob die Übereinstimmungen so gravierend sind, dass eine Klage Aussicht auf Erfolg hätte. Der Grund, weshalb J. R. Wicker erst 12 Jahre nach dem Kinostart des ersten Teils Klage einreicht, ist übrigens simpel. Laut eigenen Angaben habe er John Wick erst im vergangenen Jahr das erste Mal überhaupt gesehen.
Quelle: The Hollywood Reporter
