Die Wii-Sports-Reihe von Nintendo schaffte es 2006 erstmals, auch massenhaft Gelegenheits-Gamer vor die Konsolen zu ziehen. Wir gehen im Rückblick auf alle bisherigen Teile der Reihe ein. Warum ist eine scheinbare Tech-Demo derartig erfolgreich?
Über den Wolken
Ein absolutes Highlight des Spiels ist ohne Frage der Luftsport. Hier können wir zum einen nochmal aus dem Flugzeug springen, das uns am Anfang über dem titelgebenden Resort abgeworfen hat. Auf dem Weg nach unten sammeln wir so viele Miis wie möglich ein, bevor sich unser Fallschirm öffnet.
Quelle: PC Games
Das ist aber nur der Anfang: Im Luftkampf fliegen wir gegen einen Mitspieler um die Insel und versuchen, die Ballons unseres Kontrahenten zu zerstören. Gleichzeitig sollten wir aber darauf achten, unsere eigenen zu behalten. Der Mehrspielermodus ist spaßig, doch eigentlich nur der Vorgeschmack für die Kirsche auf der Torte:
Im Rundflug können wir die gesamte Insel sowie die umliegenden Bereiche frei erkunden. Der Modus ist dabei so viel mehr als ein Gimmick, um die Bewegungssteuerung zu präsentieren. Stattdessen können wir alle Geheimnisse entdecken, die sich auf Wuhu Island verbergen. Wenn wir nämlich die überall verteilten Info-Punkte sammeln, erhalten wir Auskunft über den jeweiligen Bereich.
Je mehr Info-Punkte wir sammeln, desto mehr Belohnungen schalten wir frei. Dazu zählen verschiedene Tageszeiten beim Flug, eine Doppelkanone für unsere Maschine und Platz für ein zweites Mii im Flugzeug. Die letzten zwei Belohnungen sind allerdings am schönsten anzusehen: So bekommt das Zeppelin über der Insel das Gesicht von unserem Avatar aufgedruckt und wir erhalten ein eigenes Haus auf einer Privatinsel.
Der Rundflug ist ohne Zweifel das Herzstück des Spiels. Neben der angenehmen Flugsimulation steht das hervorragende Worldbuilding im Vordergrund. So viel Liebe zum Detail hätten wir uns auch in Switch Sports gewünscht, aber dazu kommen wir später.
Die Spannung steigt...
Beim Bogenschießen lassen wir von verschiedenen Punkten der Insel Pfeile auf die Scheibe hageln. Das Spannen und Zielen mit unserem "Sportgerät, das Pfeile schießen kann", funktioniert in der Kombi von Wii-Fernbedienung und Nunchuk gut genug. Da wir natürlich keine echte Spannung fühlen können, erreicht die Immersion aber irgendwann ihre Grenzen.
Ein nettes Extra sind die geheimen Bonus-Ziele: Von jedem Abschusspunkt aus können wir nach kurzer Suche ein Objekt erkennen, das nicht zur Umgebung passt. Wenn wir eine Orange, Melone, Torte oder Stoppuhr mit einem Pfeil treffen, bekommen wir direkt zehn Punkte.
Wenn wir Lust auf eine Inselrundfahrt haben, schwingen wir uns auf den Sattel beim Radfahren. Um in die Pedale zu treten, nutzen wir sowohl Wii-Fernbedienung als auch Nunchuk. Es geht bei den Straßenrennen nicht nur um die maximale Geschwindigkeit, sondern besonders um das Einteilen unserer Ausdauer. Falls wir uns nämlich zu sehr auspowern, braucht unser Mii eine kurze Pause, bevor es weiterfahren kann.
Die verschiedenen Gegenden der Insel zu befahren ist neben den spannenden Rennen ein großes Highlight. Ein netter Zusatz ist die Musik nach dem Abschluss des Rennens, die auf einem Akkordeon gespielt wird. Die musikalische Anspielung auf die Tour de France ist uns auch erst beim Rückblick aufgefallen.
