Die Wii-Sports-Reihe von Nintendo schaffte es 2006 erstmals, auch massenhaft Gelegenheits-Gamer vor die Konsolen zu ziehen. Wir gehen im Rückblick auf alle bisherigen Teile der Reihe ein. Warum ist eine scheinbare Tech-Demo derartig erfolgreich?
Wii Sports ist zwar bis heute eine der besten Tech-Demos, doch über den Umfang des Spiels lässt sich streiten. So hat man die fünf Sportarten innerhalb von ein paar Stunden ausprobiert und wer keine Lust auf Fitnessprogramm oder Trainingsmodus hat, legt das Spiel heute schnell wieder zur Seite. Langzeitmotivation geht anders.
Wuhu-nderbar!
Im Jahr 2009 erschien jedoch ein Nachfolger, der das ändern sollte. Wii Sports Resort brachte eine Menge Neuerungen, Umfang sowie Secrets mit und feiert nun schon sein 15. Jubiläum.
Quelle: PC Games
Mit 33,1 Millionen verkauften Exemplaren ist es immer noch auf dem Siegertreppchen der erfolgreichsten Wii-Spiele. Nur Mario Kart Wii und das originale Wii Sports haben sich besser geschlagen.
Dass Resort so ein Kassenschlager war, obwohl es im Gegensatz zu seinem Vorgänger vor allem separat gekauft werden musste, war ein großer Erfolg für Nintendo. Dass es das Spiel trotzdem auch im Bundle mit Konsole gab, sollte aber nicht unerwähnt bleiben.
Für Wii Sports Resort reichte keine herkömmliche Wii-Fernbedienung. Stattdessen waren wir auf die Wii Motion Plus angewiesen, damit die Konsole unsere Bewegungen genauer übernehmen konnte. Es gab für die alten Controller eine ansteckbare Erweiterung, während das Feature in die neuen Modelle direkt eingebaut wurde.
Vamos a la playa!
Sobald wir in Resort einsteigen, fühlen wir uns direkt zuhause. Das liegt auch an den kleinen Dingen, etwa der Tonkulisse: Die Musik schafft es tatsächlich, mit dem Vorgänger mitzuhalten und liefert massig großartige Begleitung zum Gameplay. Neben dem großartigen Hauptthema und dessen Variationen hören wir entspannte Beats zum Workout oder eine triumphierende Siegesfanfare. Der Soundtrack von Wii Sports Resort muss sich vor keinem anderen Spiel der Reihe verstecken.
Auch die Soundeffekte überzeugen auf ganzer Linie: Seien es fallende Pins beim Bowling, kräftige Hiebe beim Schwertkampf oder aufprallende Tischtennisbälle: Alle Sounds wurden wunderbar umgesetzt und fühlen sich einfach richtig an.
Dazu kommen immer wieder passende Jingles aus dem Bildschirm oder unserer Wiimote, etwa nach erfolgreichen Wakeboard-Manövern, Pfeilschüssen oder dem Einsammeln von Info-Punkten im Insel-Rundflug.
Sport ist Mord?
Wii Sports Resort übertrifft seinen Vorgänger beim Umfang, da wir statt fünf ganze zwölf Sportarten mit mehreren Disziplinen und Schwierigkeitsgraden zur Verfügung haben. Viele davon müssen allerdings erst freigeschaltet werden. Wir wagen uns an einem groben Überblick:
Quelle: PC Games
Als Ersatz fürs Boxen kam in Resort die Disziplin Schwertkampf dazu. Der stellt mit seinen drei Varianten ein großes Highlight dar. Im klassischen Duell verliert derjenige, der zuerst zweimal von der Plattform ins Wasser gestoßen wird. Die Partien gegen Freunde sorgen für massenhaft spannende Momente. Die Inszenierung auf der Arena über dem Meer ist inzwischen mehr als ikonisch.
Im Schnittfest zerstückeln wir übergroße Alltagsgegenstände in eine vorgegebene Richtung. Da die sich jedes Mal ändert, ist die Disziplin ist vor allem mit Freunden spaßig, denn hier wird sich nicht in der Stärke, sondern in der Reaktionszeit gemessen. Ein nettes Detail: Statt der Übungsschwerter nutzen wir in dem Modus sogar scharfe Klingen.
Alternativ prügeln wir uns durch den Schwertmarathon: Dort laufen wir eine bestimmte Route ab und konfrontieren dabei immer mehr Miis, die es auf uns abgesehen haben. Während wir anfangs nicht viele Schwierigkeiten haben, ändert sich das in fortgeschrittenen Ebenen schnell. Wenn wir in den späteren Leveln nicht richtig blocken können, werden wir schnell überrumpelt. Wer alle 20 Level schafft, kann sich definitiv auf die Schulter klopfen.
