Warhammer 40K: Darktide: Für den Imperator! Das Koop-Spektakel im Test + Wertung

Test Felix Schütz
Warhammer 40K: Darktide: Für den Imperator! Das Koop-Spektakel im Test + Wertung
Quelle: Fatshark

Jetzt auch mit Wertung: Die Macher von Vermintide servieren ihre neue Schlachtplatte - und die hat es in sich! Darktide verfrachtet das Left4Dead-Konzept ins düstere Universum von Warhammer 40K. Mit jeder Menge Waffen, großartiger Atmosphäre und intensiver Action liefert Darktide ein packendes Koop-Erlebnis. Aber es gibt auch Ärger und Probleme, viele Spieler äußern Kritik.

Und dann kommen natürlich noch die Schusswaffen hinzu, mit denen sich Darktide deutlich von seinen Vorgängern abhebt. Die Gewehre, Maschinenpistolen, Laserkanonen, Flammenwerfer und vieles mehr fühlen sich mächtig an, sie stehen den wuchtigen Nahkampfwaffen also in keinster Weise nach. Weil ihr unterwegs auch viel Munition findet, dürft ihr euch immer wieder mal nach Herzenslust durchballern. Klasse! Ein Allheilmittel sind die Knarren allerdings nicht. Idealerweise lernt ihr deshalb früh, fließend zwischen Nah- und Fernkampf zu wechseln, damit ihr blitzschnell auf die Angreifer reagieren könnt und dabei so wenig Schaden wie möglich kassiert.

Kurze Verschnaufpausen

Anders als in Vermintide 2 kehrt ihr zwischen Einsätzen nicht mehr in eure private Festung zurück. Stattdessen landet in einer Station, wo euch auch andere Spieler über den Weg laufen - im Grunde wie in einem MMO. Viel zu tun gibt es dort allerdings nicht, die Spieler haben keinerlei Kontakt zueinander und wichtige NPCs lassen sich an einer Hand abzählen: Ein Händler verkauft euch neue Waffen und Ausrüstung, darunter Items mit passiven Boni (die fehlten noch in der Closed Beta!). Wer mag, kann seinen Look zusätzlich mit kosmetischen Upgrades anpassen, manche davon lassen sich erspielen, andere müsst ihr mit Echtgeld-Währung kaufen. Obendrein gibt es einen Handwerker, bei dem ihr eure Waffen einen Rang aufstufen könnt, dadurch erhalten sie eine weitere passive Eigenschaft. Dieses Crafting-System wurde erst kurz vor Release eingebaut und war in der Pre-Launch-Beta noch unvollständig - wir sind gespannt, ob es im fertigen Spiel mehr auf dem Kasten hat als das Handwerk in Vermintide 2. Apropos: Die Loot-Boxen als Belohnung zum Missionsende sind Geschichte. In Darktide erhaltet ihr nach geschafften Missionen nur selten mal einen neuen Gegenstand, ansonsten gibt's einfach Geld, das ihr beim Händler verprassen könnt. Eure Einzelleistung wird dabei nicht berücksichtigt, es gab in der Pre-Launch-Beta auch kein klassisches Scoreboard mehr - allerdings haben die Entwickler schon angedeutet, etwas Vergleichbares in naher Zukunft wieder einzubauen.

Warhammer 40K: Darktide im Test Quelle: Fatshark Warhammer 40K: Darktide im Test

Lustloses Aufleveln

Habt ihr genügend Erfahrung gesammelt, steigt eure Spielfigur einen Level auf. Alle paar Stufen könnt ihr euch dann einen von drei passiven Perks aussuchen, mit denen ihr eure Klasse weiter ausgestalten könnt. Die Boni fallen ziemlich unspektakulär aus, lassen sich aber zumindest kostenfrei und blitzschnell umverteilen, das lädt zum Experimentieren ein. Auf lange Sicht fehlt es dem System aber an Tiefgang und Vielfalt - da stellt sich schon die Frage, was man mit einer Klasse eigentlich noch anstellen soll, sobald sie die Maximalstufe 30 erreicht hat.

Ein weiterer Kritikpunkt: Wie schon in Vermintide 2 gelingt es den Entwicklern auch diesmal nicht, die ganzen Werte und Charaktereigenschaften vernünftig zu erklären. Welche Klasse hat mehr Lebenspunkte? Wofür stehen die ganzen Symbole bei eurer Ausrüstung? Und wie schneidet eine Figur im Vergleich zu den Teammitgliedern ab? Vieles davon lässt sich nur raten, auch weil die Menüs nur halbherzig an Maus-Eingaben angepasst wurden. Immerhin: Bei der Detailansicht der Waffen gibt es genauere Zahlenwerte und sogar ein paar Erklärungen, doch richtig gut gelöst ist das leider noch immer nicht.

Bedingungen und Nebenaufgaben

Um mehr Geld und Erfahrungspunkte zu verdienen, solltet ihr bei der Missionsauswahl aufmerksam sein. Am Kartentisch stehen euch verschiedene, wechselnde Einsätze zur Auswahl, die sich nicht nur im Schwierigkeitsgrad unterscheiden. Es gibt auch Sonderkonditionen, zum Beispiel deutlich mehr Gegnerhorden. Oder ihr spielt einen Level plötzlich in totaler Dunkelheit, in dem nur das Licht eurer Taschenlampen oder Mündungsfeuer die Umgebung erhellt - das sorgt für Spannung und ein frisches Spielgefühl. Für solche besonderen Bedingungen gibt's zusätzliche Erfahrung und Geld am Ende eines Levels. Außerdem halten manche Einsätze noch Sonderziele bereit, für die ihr zwei Arten von Büchern sammeln müsst. Das kennt man schon aus Vermintide 2, allerdings liegen die Grimoires diesmal nicht an festgelegten Orten, sondern können in verschiedenen Ecken spawnen - da müsst ihr also mehr Zeit fürs Erkunden einplanen. Außerdem sind Grimoires nur noch in manchen Einsätzen verfügbar - wer die Mechanik also schon in Vermintide nicht mochte, vermeidet diese Missionen einfach und sucht sich stattdessen eine andere aus.

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