Warhammer 40K: Darktide: Für den Imperator! Das Koop-Spektakel im Test + Wertung
Test
Jetzt auch mit Wertung: Die Macher von Vermintide servieren ihre neue Schlachtplatte - und die hat es in sich! Darktide verfrachtet das Left4Dead-Konzept ins düstere Universum von Warhammer 40K. Mit jeder Menge Waffen, großartiger Atmosphäre und intensiver Action liefert Darktide ein packendes Koop-Erlebnis. Aber es gibt auch Ärger und Probleme, viele Spieler äußern Kritik.
Das Konzept mag simpel sein, doch die Umsetzung ist fantastisch. Darktide trieft nur so vor Atmosphäre, angefangen bei den erstklassigen englischen Sprechern, die Unmengen an Dialogzeilen beisteuern und das Spielgeschehen stimmungsvoll kommentieren. Auch optisch bewegt sich Darktide ganz weit vorn, gerade in Sachen Levelgestaltung kann sich Fatshark nochmal deutlich steigern. Neben jeder Menge klaustrophobischen Gängen, in denen man oft kaum die Hand vor Augen sieht, erkundet ihr auch eindrucksvolle Marktplätze, Tempel, Bahnhöfe, Fabriken, Docks und viele andere Umgebungen, die zum Schönsten zählen, was man bislang in Warhammer-Spielen zu sehen bekam. Rauch, Nebel und Dampf, detaillierte Beleuchtung, huschende Schatten und die stilechten Totenschädel an jeder Ecke machen die stählerne Bastion zu einem herrlich beklemmenden Schauplatz.
Für den Imperator!
Eine Neuerung gegenüber Vermintide 2 betrifft die Helden: Diesmal wählt ihr keine vorgefertigten Figuren, sondern erstellt eure Charaktere selbst. In einem Editor legt ihr Geschlecht, Aussehen und Hintergrundgeschichte fest, auch unterschiedliche Stimmen stehen zur Wahl. Das hat zwar keine Auswirkungen aufs Gameplay, bietet aber zumindest atmosphärisch mehr Abwechslung als in den Vorgängern. Das Klassensystem präsentiert sich dagegen abgespeckt: Wo ihr in Vermintide 2 noch aus fünf Klassen in jeweils drei Varianten wählen durftet, gibt's in Darktide derzeit nur vier Heldentypen. Und nein, die lassen sich bislang auch nicht spezialisieren, Unterklassen sollen erst in späteren Erweiterungen folgen (von denen man noch nicht weiß, ob sie kostenpflichtig sein werden). In einem Wort: ernüchternd. Andererseits werden euch die vier Startklassen schon eine ganze Weile beschäftigen, denn bis man so einen Helden auf die Maximalstufe gelevelt hat, müssen viele, wirklich sehr viele Chaos-Köpfe rollen. Ob und wann die Motivation irgendwann abfällt, kann da nur ein Langzeittest klären. (Wir sprechen uns in ein paar Wochen.)
Quelle: Fatshark
Warhammer 40K: Darktide im Test
Keine Gnade für die Ketzer des Chaos
Egal welche Klasse ihr wählt, hauen und schießen können sie alle. Nach einer Weile zeigen sich aber auch die Feinheiten. Der Sharpshooter spielt logischerweise mit Schusswaffen seine Stärken aus, während der Psyker magische Stäbe einsetzen kann, außerdem lässt er Gegnern auf Distanz kurzerhand die Köpfe platzen - das ist zwar praktisch, aber auch gefährlich, da man beim Einsatz von Magie leicht überladen kann und dann schnell Löffel abgibt. Richtig cool ist auch der Ogryn, ein drei Meter großer Fleischberg, der sich mit herrlich überdimensionierten Waffen und Schilden ins Kampfgetümmel stürzt. Sehr mächtig, aber hin und wieder auch... unpraktisch. Denn mit seiner eindrucksvollen Statur versperrt der Hüne uns nämlich gerne mal die Sicht, schlimmstenfalls fängt er sich sogar unsere Kugeln ein. Da ist also kluges Vorgehen gefragt - in der Hektik des Gefechts leichter gesagt als getan!
Gutes Teamplay ist wieder das A und O in Darktide. Auf den ersten zwei Schwierigkeitsgraden säbelt man sich zwar noch ziemlich stressfrei durch, doch ab Stufe 3 weht da schon ein ganz anderer Wind. Entscheidend ist auch die neue Schutzschildmechanik: In Darktide schützt euch eine blaue Energieleiste vor den ersten Treffern, bevor es an euren Lebensbalken geht. Das ist bitter nötig, schließlich verfügen viele Feinde über Schusswaffen und Heilung ist selten. Der Schild lädt sich allerdings durch besiegte Gegner und vor allem durch Teammitglieder in der Nähe auf - also ein Grund mehr, immer in der Nähe eurer Mitspieler zu bleiben und euch als Gruppe zu bewegen!
