Mein erstes Mal: Warcraft: Orcs & Humans - Seite 3

Special Benedikt Plass-Fleßenkämper Lukas Schmid
Mein erstes Mal: Warcraft: Orcs & Humans - Seite 3
Quelle: Blizzard Entertainment / Medienagentur plassma

Unser Autor Benedikt hat den Klassiker Warcraft: Orcs and Humans seinerzeit verpasst - höchste Zeit, ihn nachzuholen!

Es ist jedenfalls kein gutes Zeichen, dass sich bereits die Startphase der ersten Missionen mühselig anfühlt. Eigentlich möchte ich ohne Umschweife frische Tagelöhner rekrutieren und meine bereits vorhandenen Mannen zum Abbau von Holz sowie Gold beordern. Nur geht das nicht, weil ich neue Einheiten erst nach dem Bau eines weiteren Bauernhofs rekrutieren darf - und den können wiederum nur jene Tagelöhner errichten, die ich eigentlich zum Sammeln der Ressourcen für das Gebäude benötige! Weil auch das Errichten einer Kaserne nicht kostenlos ist, dauert es ein Weilchen, bis frische Soldaten auf dem Feld stehen. Andersherum laufen Kämpfe und Konfrontationen ganz schnell ab - entweder, weil ich den Gegner überrenne, oder er mich. Zumindest habe ich Spaß dabei, die kleinen Pixel-Einheiten beim Marschieren und gegenseitigem Verprügeln zu beobachten. Die Animationen machen auch heute noch was her und sind richtig putzig anzusehen.

Seitenwechsel

Nach der zweiten der insgesamt zwölf Missionen wechsele ich die Kampagne, denn ich möchte die Unterschiede zwischen Menschen und Orks unter die Lupe nehmen.

Schlicht und effektiv: Das Optionsmenü ist selbst für ein Spiel aus dem Jahr 1994 sehr spartanisch. Quelle: Blizzard Entertainment / Medienagentur plassma Schlicht und effektiv: Das Optionsmenü ist selbst für ein Spiel aus dem Jahr 1994 sehr spartanisch. Diese halten sich in Grenzen und fokussieren sich vorwiegend auf andere Bezeichnungen: Anstatt Speerkämpfern gibt es Bogenschützen, während die Tagelöhner zu Bauern werden. Am stärksten variieren die Magier, weil sie unterschiedliche Zauberfähigkeiten besitzen. Während der menschliche Geistliche heilen sowie sich kurzfristig unsichtbar machen kann, darf der Ork-Tötenbeschwörer Skelettkrieger beschwören.

Sogar die Ziele der beiden Kampagnen ähneln sich, wie mir ein kurzer Blick in einen Online-Guide verrät. So muss ich auch bei den Menschen in der ersten Mission ein paar Bauernhöfe bauen oder in der zweiten sämtliche gegnerischen Einheiten schnetzeln.
Mit gedrückter Strg-Taste ziehen wir einen Kasten über eine Gruppe von Einheiten, um diese anschließend gemeinsam zu befehligen. Leider werden in diesem Falle nur vier der sechs zu sehenden Soldaten ausgewählt. Quelle: Blizzard Entertainment / Medienagentur plassma Mit gedrückter Strg-Taste ziehen wir einen Kasten über eine Gruppe von Einheiten, um diese anschließend gemeinsam zu befehligen. Leider werden in diesem Falle nur vier der sechs zu sehenden Soldaten ausgewählt. Dafür stoße ich bereits bei der dritten Mission an meine Grenzen: Dort muss ich im Wettlauf gegen die Computer-KI möglichst schnell eine möglichst große Armee aufstellen, um das Lager der Orks zu überfallen und zu zerstören.
Aussichtslose Massenschlacht: Während der Überfall der Menschen auf das Orklager kläglich scheitert und sich bereits die Leichen auf dem Schlachtfeld türmen, sieht man unten rechts auf der Übersichtkarte den drohenden Gegenangriff der Grünhäuter. Quelle: Blizzard Entertainment / Medienagentur plassma Aussichtslose Massenschlacht: Während der Überfall der Menschen auf das Orklager kläglich scheitert und sich bereits die Leichen auf dem Schlachtfeld türmen, sieht man unten rechts auf der Übersichtkarte den drohenden Gegenangriff der Grünhäuter. Anfangs habe ich noch das Gefühl, dass dies kein allzu großes Problem sein dürfte. In meinen Augen habe ich den Dreh raus, in welcher Reihenfolge ich wann welche Gebäude baue oder Einheiten rekrutiere.

Durch den Abbau von Ressourcen entsteht zudem ein befriedigender Automatismus, der mein Holz- und Goldlager fleißig füllt. Obendrein darf ich erstmals Geistliche rekrutieren, die sowohl Feuerbälle verschießen als auch verwundete Einheiten heilen können.

Gelegentlich schicke ich eine Gruppe von Soldaten los und erforsche Stück für Stück das Missionsgebiet.

Zudem trauen sich bisweilen einige Orks zu mir, wobei sich die Totenbeschwörer in der Tat als höchst unangenehme Gesellen entpuppen und in Windeseile untote Skelette auf mich hetzen, wenn ich sie nicht schnell genug meuchele. Sofern ich also diesbezüglich nicht trödele, kann ich jede Gefahr abwehren und fühle mich in meinem Schaffen immer sicherer ... bis ich schlussendlich auf das Lager der Orks stoße.

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