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Auch spielerisch top!
Erfreulicherweise ruht sich Uncharted: Drakes Schicksal nicht auf seiner bombastischen Präsentation aus, sondern orientiert sich beim Spielablauf an Vorzeige-Archäologin Lara Croft. Auf der Suche nach dem goldenen Götzen El Dorado sind Nathans körperliche Fitness und seine Freeclimbing-Fähigkeiten gefragt. Spektakuläre Klettereinlagen an alten Gemäuern, steilen Felswänden oder brüchigen Turmwänden empor erfordern exaktes Timing und weise Voraussicht, um nicht in die Tiefe zu stürzen. Neben den ausgiebigen Kletterpassagen, die für unseren Geschmack etwas zu einfach geraten sind, wird Nathan mit zahlreichen kleinen Schalterrätseln konfrontiert.
Augen zu und durch
Quelle: Naughty Dog
Sicherlich, Uncharted gewinnt keinen Innovations-Oskar. Es klaut hemmungslos bei bekannten Vorbildern und setzt auf Altbewährtes. Das actionlastige Spielkonzept stammt aus Tomb Raider, das nachgiebige Health-System kennen wir aus der Call of Duty-Reihe, die spektakulären cineastischen Kameraeinstellungen aus God of War. Und wer einmal mit Nathan über die Deckung gebenden Ruinen gesprungen ist, fühlt sich unweigerlich an einen berühmten Epic-Shooter erinnert. Doch besser gut geklaut, als schlecht neu erfunden! Uncharted: Drakes Schicksal schafft eine nahezu perfekte Mischung aller Elemente, garniert das Ganze zusätzlich mit einer bombastischen Präsentation und atemberaubenden Technik, die uns nach über zehn Stunden wie aus einem überlangen Actionfilm erwachen lässt.
