Tropico im Retro Special
Special
Wir blicken im Retro-Special zurück zu den Anfängen der Tropico-Reihe, als El Presidente 2001 erstmals die Macht in seiner Bananrepublik übernahm.
Nachdem wir all diese Starteinstellungen hinter uns gebracht haben, landen wir auf unserer Insel. Unser Staat besteht zu Beginn aus nicht viel mehr als einem Hafen, zwei Betrieben für Bauarbeiter und Logistik und ein paar Mais-Farmen. Dazu kommt natürlich noch der schicke Palast des Präsidenten. Unsere Bevölkerung lebt derweil in klapprigen Blechhütten. Dargestellt wird das Geschehen in isometrischer Ansicht, die sich jeweils um 90 Grad drehen lässt. Die Objekte selbst sind also alles zweidimensionale Darstellungen, von denen es jeweils entsprechend vier Ansichten gibt. Aus heutiger Sicht wirkt das ziemlich altbacken. Selbst mit 2D-Grafik lässt sich heute deutlich mehr anstellen. Allerdings gehörte die Grafik im Jahre 2001 durchaus zur oberen Liga im Bereich der Aufbauspiele. Besonders das Wuseln der Einwohner, die wir bei ihren verschiedenen Tagesaktivitäten beobachten können, und die detailreichen Gebäude, wussten zu gefallen.
Um aus unseren kärglichen Startbedingungen einen florierenden Staat zu formen, müssen wir nun alles errichten, was das Volk begehrt und was unsere Wirtschaft in Gang bringt. Wir platzieren also Wohngebäude, einen Fischereihafen, eine Bar und vieles mehr. Bei allem, was wir tun, gilt es, eine delikate Balance zu halten. Wir müssen genügend Waren für den Export produzieren, um weitere Baumaßnahmen zu finanzieren. Wir müssen die Bedürfnisse der Bevölkerung im Blick behalten und zusätzlich auch noch verschiedene politische Lager wie die Kommunisten, die Militaristen oder die Religiösen zufriedenstellen. Das ist gerade am Anfang gar nicht so leicht, denn mit den mickrigen Erlösen des Mais-Exports können wir nur schwer ein dick gefülltes Staatskonto aufbauen. Wir errichten also schnellstmöglich weitere Produktionsbetriebe, etwa Minen, um die natürlichen Rohstoffe unserer Insel auszubeuten.
Quelle: PopTop
Tropico im Retro-Special (6)
"Freie" Wahlen
Als El Presidente sind wir aber nicht nur für den Aufbau unserer Insel zuständig. Auch politische Belange stehen an der Tagesordnung. Unsere Beziehungen zu den Großmächten USA und Russland bestimmen, wie viel Entwicklungshilfe wir von ihnen bekommen. Im Inland müssen wir uns dagegen immer mal wieder freien Wahlen stellen, die die Bevölkerung einfordert, wenn sie zu lange kein Kreuz mehr setzen durfte. Um nicht direkt revolutionäre Bewegungen zu riskieren, sind wir gut beraten, diesem Wunsch nachzugeben. Um sicherzustellen, dass unsere Herrschaft weiterhin Bestand hat, stehen uns verschiedene Mittel zur Verfügung. Am einfachsten ist es natürlich, einen Großteil der Wähler zufriedenzustellen, damit sie gar keinen Grund haben für den Gegenkandidaten zu stimmen.
Sollte es trotzdem mal einen aussichtsreichen Konkurrenten geben, können wir dafür sorgen, dass bei der Auszählung der Stimmen, ein paar Wahlzettel einfach in unserem Sinne umgedeutet werden. Allzu offensichtliche Manipulationen fallen allerdings auf und sorgen für noch mehr Unmut. Besser ist es daher, mit unserer Politik zu überzeugen. Als Staatenlenker können wir diverse Edikte erlassen, die verschiedene lang- oder kurzfristige Effekte haben. Um die Gunst der Bevölkerung vor einer Wahl zu beeinflussen, bieten sich Steuergeschenke oder die Durchführung eines großen Festes zu Ehren des Presidente an. Alternativ können wir aber auch mit eiserner Hand herrschen. Sind das Militär und die Polizei stark genug, machen wir unsere Untertanen durch Unterdrückung gefügig. Politische Gegner lassen wir einsperren oder gar gleich eliminieren. Egal, wie wir es anstellen, am Ende ist das Ziel an der Macht zu bleiben und Tropico in eine glorreiche Zukunft zu führen.
